Anna Dorothea Therbusch-Lisiewska (Berlin 1721 - 1782)
Dame in Gelb und Blau mit einem Blumenkorb, Öl auf Leinwand, 87,5 x 73 cm, alter, vergoldeter Rahmen, (Wo) Anna Dorothea Therbusch gab in dem feinen, lebendigen, meisterlich gemalten Porträt dieser reizvollen jungen Dame deren bezauberndes, verhaltenes Lächeln wieder.Therbusch wurde 1761 an den Hof des Herzogs Karl Eugen nach Stuttgart berufen, wo sie u. a. Gemälde für die Spiegelgalerie des Schlosses, ferner einige mythologische Bilder und Porträts malte. 1763 wurde sie nach Mannheim berufen, wo sie Bildnisse des Kurfürsten Carl Theodor malte und Hofmalerin wurde. 1764 kehrte sie nach Berlin zurück und schuf Mythologien (im Auftrag des Herzogs Carl Eugen) und Porträts. 1765 ging Terbusch nach Paris, wo sie 1767 Mitglied der Academie Royale wurde. Das in Paris 1768 gemalte, meisterliche Porträt Philipp Hackerts befindet sich heute in der Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste in Wien und brachte ihr die Mitgliedschaft an dieser. 1769/70 kehrte sie nach Berlin zurück. Dort entstanden Werke für Friedrich den Großen und zahlreiche Porträts von Mitgliedern des Hofs, des Adels und der Bürgerschaft, aber auch der preußischen Königsfamilie selbst. Die künstlerische Bedeutung Terbuschs liegt in ihren Porträts. Hervorragend und für ihre Zeit fortschrittlich sind ihre bürgerlich realistischen Bildnisse, aber auch unter den großen repräsentativen Porträts finden sich in Farbe und Auffassung hervorragende Leistungen. Zahlreiche Bildnisse von ihrer Hand befinden sich in der Eremitage in St. Petersburg.
Schätzpreis €6.000,- bis €8.000,-
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