Oskar Kokoschka
(Pöchlarn 1886-1980 Villeneuve) Stehender Mädchenakt, um 1921, Rohrfederzeichnung, Gouache, Aquarell auf Papier, 68 x 51,5 cm, gerahmt, (K) Dr. Alice Strobl und Dr. Alfred Weidinger haben diesen Mädchenakt im Original in Wien gesehen und als ein Werk Oskar Kokoschkas bestätigt. Dieser Mädchenakt wird in den 2.Teil des Werkverzeichnis: Weidinger/Strobl, Kokoschka, Die Zeichnungen und Aquarelle, aufgenommen.
Provenienz:
Privatbesitz, Deutschland
Vergleiche in:
Kokoschka und Dresden, Dresden, Albertinum 29. 9. bis 4. 12. 1996;Wien Oberes Belvedere 18. 12. bis 2.3.1997, Katalog Nr. 75 u. 77. Die Dresdner Aquarelle, die Personen darstellen, lassen sich in zwei Gruppen einteilen, obwohl ihre Datierung manchmal unsicher ist. Die Werke der ersten Gruppe sind zwischen Oktober und Dezember 1921 entstanden, die der zweiten vom Frühjahr 1922 bis zum Winter 1922/1923. Sie bilden einen der Höhepunkte in Kokoschkas Kunst und in der gesamten Aquarellmalerei des 20. Jahrhunderts. Während dieser Periode wurden symbolische und visionäre Elemente seltener. Kokoschka konzentrierte sich auf die Wirkung, die in ihm eine Landschaft, Kinder, Gesichter von Frauen erzeugten. Er befreite die menschliche Natur von Banalitäten des Augenblicks, um ihr eine mehr universelle Dimension zu geben. Nach dem Krieg befaßte sich Kokoschka erneut mit der menschlichen Gestalt und verlieh ihr einen neuen Humanismus.“Mit Hilfe der Kunst fand der Mensch den Menschen wieder”, schrieb 1919 Carl Einstein. Kokoschka konnte sich wieder völlig der Kunst widmen, “schuf neu” sein eigenes Ich. Véronique Mauron, Musée Jenisch,Vevey
Schätzpreis €70.000,- bis €100.000,-
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