Gustav Klimt
(Wien 1862-1918) Liegender weiblicher Akt mit Tier, 1910, Stempel: Gustav Klimt Nachlaß (etwas blaß), blauer und roter Farbstift, Bleistift, schwarze Kreide auf Papier, 37 x 56 cm, gerahmt, (K) Alice Strobl, Gustav Klimt, Die Zeichnungen 1904-1912, Band II,Verlag Galerie Welz, Salzburg 1982, Seite 236, 237, Nr. 1981
Provenienz:
Ehemals - The Piccadilly Gallery, London; Privatsammlung, USA; Courtesy Serge Sabarsky Gallery, New York
Ausgestellt:
Galerie Negru, 32 dessins de Gustav Klimt (Katalogeinteilung Serge Sabarsky), Paris 1977, Nr. 23; Galerie Würthle,Wien 1978. Viele der um 1910 entstandenen Aktstudien sind gekennzeichnet durch extreme, räumlich komplizierte Stellungen. In diesen Zeichnungen verbindet sich die ausgesprochen erotische Thematik mit sprechenden Kontrastwirkungen zwischen nackten Hautpartien und reich strukturierten Textilteilen; neben dem Bleistift verwendete Klimt hier oft mehrere Farben - meistens Rot und Blau. In der vorliegenden Zeichnung griff der Künstler sogar auf die schwarze Kreide zurück, die er um 1904/05 zugunsten des härteren Bleistifts aufgegeben hatte. Durch das Wischen der kräftigen, parallelen Striche wurde der Pelz, der die Schulterund Bauchpartie des liegenden Modells wie ein unheimliches schwarzes Tier umschmeichelt, zu einem äußerst sinnlichen Element in der Darstellung. Vielleicht hat Klimt hier sogar wirklich eine Katze angedeutet… Marian Bisanz-Prakken
Schätzpreis €40.000,- bis €60.000,-
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