Carla Accardi *
(Trapani 1924 geb.) Rosso-Viola, signier t, datiert Accardi 64,Tempera auf festem Papier auf Leinwand, 50 x 64 cm, gerahmt, (PP) Fotozertifikat des Künstlers, Rome, 22.2.2005, Archiv-Nr. 126 Bis Nach dem Krieg läßt sich die Künstlerin in Rom nieder, wo sie gemeinsam mit Attardi, Consagra, Dorazio, Guerrini, Perilli, Snafilippo und Turcato das Manifest Form 1 unterzeichnet. ... Doch schon bald gelangt sie innerhalb dieser Künstlergruppe zu Autonomie. Sie experimentiert in den 50er Jahren mit den unendlichen Möglichkeiten einer “Zeichen-Malerei”, spielt mit einer Art Zeichenalphabet ohne symbolischen Charakter sowie mit einer Malerei, bei der die Farbe einen wichtigen Stellenwert einnimmt. Die Kombination aus wiederholten, unleserlichen Schriftzeichen und grellen, teilweise sogar fluoreszierenden Farben wird so fest, daß keine Bevorzugung eines der beiden Pole auszumachen ist. Sie schreibt 1964: “Ein anderes Charakteristikum meiner Malerei ist die Expan-sion und Kontraktion der Zeichen, welche nach zwei grundlegenden Ordnungskonzepten vonstatten geht: zum einen nach einem geometrischen, zum anderen nach einem rein zufälligen.” Ordnung des Zufalls, des Zeichens und der Malerei sind die Themen, an denen Accardi auch heute noch experimentiert. Kat. Ausst. Italienische Kunst 1900-1980, Mailand 1985, Seite 162
Schätzpreis €20.000,- bis €25.000,-
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