Arnulf Rainer
(Baden bei Wien 1929 geb.) “Expressiv-Dynamisch (Die Ekstase)”, 1952, aus der Serie:”Versuche in der Finsternis”, Blindmalerei, eine Seismografie der Gebärde, auf der Rückseite signiert, datiert A. Rainer 52, mit “IX/9” bezeichnet, Fettkreide, Öl auf Zeichenkarton, 64,5 x 94,5 cm, gerahmt, (K)
Abgebildet in: Otto Breicha/Wieland Schmied TRRR 1951/52, Arnulf Rainer 17 frühe Arbeiten, Galerie Klewan 1994, Abb. 14.
Provenienz: Ehemals Sammlung Gerhard Rühm Galerie Klewan, München Privatbesitz, Wien
Die Anfänge Arnulf Rainers haben etwas Exemplarisches. Wer das Absolute sucht, kann nicht anders als vollkommen neu anfangen. Darum strebt Rainer von Anfang an nach einem Anfang, der der Anfang aller Anfänge sein soll. Er will einen Beginn, der vor allem Beginnen liegt, am Anfang der Zeiten, in de Stunde Null, beim Punkt Zero. Einen Beginn, der zugleich ein radikaler Neubeginn aller Kunst sein soll. Aber wohin er schaut, ist kein Fundament, das Unmögliche zu unternehmen. Immer wieder erfaßt ihn die Verzweiflung, nicht anfangen zu können. Rainer schreibt: “1951 begann ich erstmals Zeichnungen mit geschlossenen Augen anzufertigen. Mein Glaube an die bisherige Kunst war erloschen. Ich war in einer Krise, auf einem Nullpunkt angelangt. Ich wußte nicht wie, was, wozu, warum. Etwas völlig Neues, noch nie Gemachtes schien mir unentbehrlich ..... So entschloß ich mich, Neues dadurch zu entdecken, daß ich die Augen schloß ...” aus: Wieland Schmied, Die Anfänge des Arnulf Rainer.
Stima €150.000,- a €180.000,-
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