Juwelen aus dem Haus Savoyen

Diadem und Brosche aus dem Haus Savoyen in rotem Sand

Schmuck mit Stammbaum

Prinz Eugen, der edle Ritter ist jedem Österreicher ein Begriff, dass Prinz Eugen aus dem Haus Savoyen stammt wohl auch, die Familiengeschichte dieses ruhmreichen Feldherren führt weiter nach Italien, zu Schmuck und Juwelen und schließlich ins Dorotheum.

So gelangen Kostbarkeiten aus dem Besitz des Hauses Savoyen am 17. Mai 2018 zur Auktion.

Kennen Sie das Haus Savoyen-Genua?

Stammbaum Haus Savoyen-Genua

 

Prinz Ferdinand Maria von Savoyen-Carignan, geboren 1822 in Florenz, entstammt derselben Nebenlinie des Hauses Savoyen wie auch Prinz Eugen, dessen Großvater im 17. Jahrhundert zum ersten Fürsten von Carignan ernannt wurde.

Mit der Verleihung des Titels Herzog von Genua im Jahre 1831 durch seinen Vater Karl- Albert König von Sardinien wurde Prinz Ferdinand Maria von Savoyen-Carignan erster Herzog von Genua und damit Gründer der Nebenlinie Savoyen-Genua.

Der Ehe mit Prinzessin Maria Elisabeth von Sachsen entstammen zwei Kinder:
Die Tochter Margaritha von Genua, geboren 1851, wurde durch die Hochzeit mit ihrem Cousin ersten Grades, Umberto von Savoyen, Königin von Italien.

Dieser Ehe entstammt der Thronfolger Viktor Emanuel, später König Viktor Emanuel III. Er heiratet 1896 Prinzessin Elena von Montenegro. Von ihr wird ein Monogrammembleme bei dieser Auktion versteigert.

E für Elena 

Monogramm Buchstabe E mit Krone Diamanten
Diamantbesetzte Monogrammdekoration von Königin Elena von Italien zus. ca. 7,50 ct, Schätzwert € 4.000 – 7.000

Prinzessin Elena von Montenegro wurde 1873 als jüngste Tochter von König Nikolai I. von Montenegro geboren. Sie studierte in St. Petersburg Politik und Philosophie. Durch ihre Heirat mit Kronprinz Viktor Emanuel, Prinz von Neapel, wurde sie 1896 zum Mitglied des italienischen Königshauses und nach dessen Thronbesteigung 1900 Königin von Italien. Weiters war sie Königin von Albanien, Kaiserin von Äthiopien und Herzogin von Savoyen.

Königin Elena zeichnete sich vor allem durch ihre Wohltätigkeitsarbeit und Großzügigkeit aus.
Ihrem persönlichen Engagement als Krankenschwester während des Ersten Weltkrieges folgte ein Medizinstudium und ein Doktortitel.

Eng verbunden mit dem italienischen Königshaus sind die traditionellen Goldschmiedemanufakturen Chiappe in Genua, Musy in Turin, Petochi und Cravanzola in Rom. Ebenfalls von Musy stammt der ursprüngliche Entwurf dieses diamantbesetzten Emblems mit dem Monogramm von Königin Elena, welches von Cravanzola ausgeführt wurde.

Derartige Monogramm-Dekorationen, geziert mit der königlichen italienischen Krone, wurden von den Damen bei Hof als Ansteckschmuck auf einer blauen Masche getragen.

Der Zweig Savoyen, der nach Bayern führt

Der Sohn Thomas Albert Viktor 2. Herzog von Genua, geboren 1854, wurde durch den frühen Tod seines Vaters im Jahre 1855 der Obhut seines Onkels König Viktor Emanuel II unterstellt und an der Harrow School in London ausgebildet. Er galt als begeisterter Sportler und passionierter Fregattenkapitän. Aus der 1883 geschlossenen Ehe mit Isabella von Bayern gingen sechs Kinder hervor.

Die älteste Tochter, nach zwei Söhnen, war die 1896 geborene Maria Bona Margherita.

Maria Bona Margherita von Savoyen heiratete 1921 Konrad Luitpold Franz Prinz von Bayern im Château d´Anglie, im Piemont, wo sie auch geboren wurde. Sie verstarb 1971 in Rom.

Das Diamant-Diadem, die Diamant-Orientperlen-Trembleuse, der Smaragdanhänger und der Amethyst Blütenreif stammen aus dem Besitz dieser Linie.

Tradition und Moderne schmuck vereint

Die vorliegende Tiara verbindet das traditionsreiche Symbol des Hauses Savoyen einerseits mit den modischen Aspekten des ausgehenden 19 Jh. bzw beginnenden 20 Jh.

Diamant Diadem Brillanten Tiara Blüten Blätter
Diamantdiadem zus. ca. 12 ct, Schätzwert € 16.000 – 24.000

 

Der Sockel der Krone unmittelbar oberhalb der in Silber gefertigten Carcasse ist geziert mit fünf aneinander gereihten sogenannten savoyischen Knoten. Die Ornamentik dieses Liebesseils findet sich als Familienzeichen auch in verschiedenen anderen europäischen Wappen oder Orden wieder.

In Verbindung mit der italienischen Krone steht es in der italienischen Heraldik für das Haus Savoyen. Der Knoten ist das Emblem des Annunziaten Ordens, dem höchsten Hausorden des Hauses Savoyen.

Der savoyische Knoten ziert zahlreiche Schmuckstücke der Familie wie Armbändern, Kronen, Colliers oder Broschen.Vielfach konnten sie abgenommen werden und in Kombination mit anderen Schmuckstücken getragen werden.

Die stilisierte florale Ornamentik dieses Diadems, die reichhaltig mit Brillanten ausgefasst ist, erinnert an dreiblättrige Kleeblätter. Sie entsprechen damit dem ab dem letzten Drittel des 19 Jh verstärkt wieder in Mode gekommenen Naturalismus und finden sich als Sujet immer wieder in Broschen, Anstecknadeln und Colliers wieder.

Auktion

Juwelen
17. Mai 2018, 13 Uhr
Palais Dorotheum

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Information & Kontakt: Astrid Fialka-Herics, Expertin für Juwelen

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