Anthonis van Dyck - Werke kaufen und verkaufen

22. März 1599 Antwerpen (Niederlande) - 9. Dezember 1641 London (England)

Anthonis van Dyk ist neben seinem Lehrer Peter Paul Rubens der bekannteste Vertreter flämischer Barockmalerei. Er wurde vor allem für seine Porträts, welche er in seiner Funktion als Hofmaler des englischen Königs Karls I. anfertigte, berühmt. Darüber hinaus malte er auch religiöse und mythologische Themen.

1599 als Sohn eines Textilkaufmannes in Antwerpen geboren, zeichnete sich bei ihm bereits in jungen Jahren eine bemerkenswerte künstlerische Begabung ab. Mit zehn Jahren begann er eine Lehre bei Hendrick van Balen. Aufgrund seiner außergewöhnlichen Geschicklichkeit und Tüchtigkeit gelang es ihm, sich bald darauf beruflich selbstständig zu machen, wie die Aufnahme als Freimeister in die St. Lukas Gilde im Jahre 1618 beweist. Parallel dazu beteiligte er sich an Arbeiten der Werkstatt von Peter Paul Rubens, wo er rasch zum meistgeachteten Schüler seines Meisters avancierte. Dieser förderte das Talent von van Dyck und stellte ihn zahlreichen potenten Auftraggebern vor.
1620 reiste van Dyck nach England, wo er in die Dienste des englischen Königs James I. eintrat. Vor Ort profitierte von den umfangreichen Sammlungen der italienischen Renaissance. Um Originale auch in ihrem Entstehungsland zu betrachten, hielt er sich ab 1621 für fünf Jahre in Italien auf, wo er in unterschiedlichen Städten Porträts anfertigte und seine Malkunst verfeinerte. Besonders die venezianische Kunst, mit Werken von Tizian, Giorgione und Veronese, hinterließ einen nachhaltigen Eindruck auf sein künstlerisches Schaffen. Das damals entstandene Studienbuch mit Zeichnungen und Skizzen befindet sich, neben anderen Werken des Malers, heute im British Museum. Nach der Rückkehr in seine Heimat arbeitete er unter anderem für die Statthalterin der Niederlande, Erzherzogin Isabella, am Hof in Brüssel und fertigte auch zahlreiche sakrale Werke an. Zeit seines Lebens reiste van Dyck viel und konnte sich stets einer regen Auftragslage erfreuen. Das Interesse an seinen Gemälden war allerorts enorm. Darüber hinaus war er bestens mit der zeitgenössischen Kunstszene vernetzt - unter anderem zählte Jan Brueghel der Jüngere zu seinen Freunden. Um einen gesellschaftlichen Aufstieg bemüht, markiert seine Bestellung als Hofmaler von Karl I. von England, der ihm 1632 auch zum Ritter schlug, den Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn. In dieser Funktion porträtierte er nicht nur die königliche Familie, sondern auch diverse andere adelige Mitglieder des Hofes. Sein Malstil wurde wegweisend für die kommenden Künstlergenerationen und fand vielerorts Nachfolger. Seine Porträts bestechen durch herausragende Wirklichkeitstreue, eine besondere Lichtführung und einen speziellen Fokus auf das Gesicht, welches den Charakter des Dargestellten meisterhaft widerspiegelt. Aufgrund seiner regen Reisetätigkeit und seinem unermüdlichen Fließ, befinden sich seine Werke heute in verschiedenen Ländern.
Im Jahre 1640 erschien die erste Ausgabe seiner „Ikonographie“, welche insgesamt 80 Kupferstiche von Porträts von Fürsten, Staatsmännern und Philosophen, Künstlern und Kunstliebhabern umfasst.
Im Jahr darauf starb der Künstler seiner letzten Europareise in London, wo er in der St. Paul’s Cathedral begraben ist.