Heimo Zobernig - Werke kaufen und verkaufen

* 1958, Mauthen (Österreich)

Der Maler, Bildhauer, Performance- und Filmkünstler Heimo Zobernig zählt zu den vielseitigsten und bekanntesten österreichischen Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart.

1958 in Mauthen im Bundesland Kärnten geboren, studierte Zobernig in Wien sowohl an der Akademie der Bildenden Künste, als auch an der Hochschule für angewandte Kunst. 1979 fand seine erste private Ausstellung bei Can Ysargil und Ruth Labak in der Wiener Theobaldgasse statt. Nach seinem Studienabschluss trat Zobernik 1994 eine einjährige Gastprofessur an der Hochschule für bildenden Künste Hamburg an. In Frankfurt erhielt er 1999 die Stelle des Professors für Bildhauerei an der dortigen Hochschule für bildenden Künste. Seit 2000 ist Zobernig Professor für Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste, Wien. Als Anerkennung seiner Leistungen für den Kulturbetrieb wurde er mehrfach ausgezeichnet - unter anderem 2009 mit dem Goldenen Verdienstzeichen der Stadt Wien, oder 2010 mit dem Österreichischen Friedrich-Kiesler-Preis für Architektur und Kunst.
Zu Beginn seiner Künstlerkarriere entwarf Zobernig Bühnenbilder, nahm an Performances teil und drehte Filmportraits. Ab Mitte der 1980er Jahre widmete er sich der abstrakten Malerei und setzte sich mit der Interpretation von geometrischen Mechanismen auseinander. In den 1990er Jahren trat er des Öfteren als Ausstatter von Kommunikationsräumen im Rahmen von Kunstprojekten auf. Das Thema „Farbe“ ist für den Künstler von solch großer Bedeutung, dass er hierfür eine eigene Farbenlehre entwickelte. Eine weitere Besonderheit seines facettenreichen Oeuvres ist, dass „Ohne Titel“ die Standardbezeichnung für die meisten seiner Arbeiten ist. Mit der Verwendung von Materialen wie Karton, Styropor und Beton weist der Künstler auf die allgemeine Vergänglichkeit hin. Seine Werke sind sowohl im öffentlichen Raum, als auch in großen Museen, Galerien, Kunstmessen und Festivals auf internationaler Ebene vertreten. 2015 war Zobernig das Gesicht Österreichs auf der Biennale Venedig. 2017 zeichnete sich der vielbeschäftigte Zobernig unter anderem für die Neugestaltung des Innenraums des Linzer Mariendoms verantwortlich.

1998 entwarf er zusammen mit seinem Künstlerkollegen Franz West vier bunte Stühle unter dem Arbeitstitel „Freiherr von Knigge-Sessel“. Diese und ein von ihm entworfener Tisch mit blauer Glasplatte wurden am 20. Juni 2017 im Rahmen einer „Design First“ Auktion des Dorotheum um einen Preis von € 42.500 versteigert. Auch andere Kunstwerke wie unter anderem Bilder und Skulpturen von Heimo Zobernig sind regelmäßig bei Dorotheum Auktion erfolgreich vertreten.