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Max Ernst - Werke kaufen und verkaufen

2. April 1891, Brühl (Deutschland) – 1. April 1976, Paris (Frankreich)

 

Der deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer schrieb Kunstgeschichte indem er 1919 mit Hans Arp die Kölner Dada-Gruppe gründete und sich 1922 aber in Paris den Surrealisten um Andre Breton anschloss und eines der wichtigsten Mitglieder dieses Kreises wurde. Seine Bilder in selbst entwickelten Maltechniken, Collagen und Skulpturen sind rätselhafte Bildkompositionen, fantastische Landschaften und Wesen, oft Vögel, die von Gedichten oder autobiographischen Texten begleitet werden.

 

Maximilian Maria Ernst war das dritte von neun Kindern, sein Vater, ein Laienmaler, brachte ihm die Kunst näher. Nach der Matura studierte er zunächst Philosophie, Psychologie und Kunstgeschichte, wurde aber von seinem Freund August Macke dazu motiviert Maler zu werden.

1913 war Ernsts Kunst erstmals in Herwarth Waldens Berliner Galerie ausgestellt.

In den Ersten Weltkrieg eingezogen, heiratete er seine Studienfreundin Luise Straus, mit der er einen Sohn, den Maler Jimmy Ernst, hatte.

Den Krieg empfand der Künstler aber als „große Schweinerei“ und gründete daher mit seiner Frau, Hans Arp und Johannes Baargeld die Kölner Dada-Gruppe, eine Revolte gegen die Kunst, die Gesellschaft und deren Wertesystem.

1922 verließ Ernst seine Familie und zog nach Paris, wo er sich der Gruppe der Surrealisten anschloss. Ausstellungen und Aufträge folgten, so gestaltete er zum Beispiel mit Joan Miro ein Bühnenbild für eine Aufführung des legendären Ballets Russes. 1926 heiratete er die Malerin Marie-Berthe Aurenche, mit der er eine Wohnung neben seinem Freund Alberto Giacometti bezog. Zu dieser Zeit hatte er auch eine Liebesbeziehung zu Meret Oppenheim und Kontakt und Projekte mit Salvador Dali. Im Sommer 1934, den er bei Giacometti im Sommeratelier verbrachte, unternahm er die ersten bildhauerischen Versuche: flache Reliefs, auch hier häufig mit Darstellungen von Vögeln.

Die Nationalsozialisten ächteten seine Kunst als entartet, die Franzosen wollten ihn als Deutschen nicht im Land, so floh er 1941 mit Peggy Guggenheim, die ihn nicht nur finanziell förderte, in die USA, wo sie dann auch heirateten. Max Ernst spielte eine wichtige Rolle – natürlich unterstützt von Peggy Guggenheims Galerie und Kontakte – bei der Verbreitung des Surrealismus in den USA und beeinflusste junge Künstler, wie Jackson Pollock, maßgeblich.

1942 lernte er die Malerin Dorothea Tanning kennen, die er wenig später in einer Doppelhochzeit mit Man Ray und dessen Frau auch heiraten sollte. Das Paar zog in die Wüste von Arizona, wo sich der Künstler mit den Ureinwohnern, den Hopi, und deren Kunst befasste.

1953 aber kehrten sie nach Paris zurück. 1954 erhielt Max Ernst den großen Preis für Malerei auf der Biennale in Venedig, diese Auszeichnung führte allerdings zum endgültigen Bruch mit den anderen Surrealisten.

 

Die Kunst von Max Ernst

 

Max Ernsts Frühwerk ist, wohl auch da er als Autodidakt malte, von den unterschiedlichsten Stilen, Gattungen und Epochen geprägt. Die Verwendung der Technik der Collage sollte aber besonders häufig angewandt sein. Hier finden sich Arbeiten sowohl aus der Zeit des Dada als auch aus seiner Kunst im Stil des Surrealismus.

Zusätzlich ist das malerische Werk von Ernst durch verschiedenste, auch selbst erfundene, Maltechniken gezeichnet: der Frottage, Grattage und der Oszillation. Bilder dieser Techniken wurden auch schon in Dorotheum-Auktionen verkauft.

Die Vögel in der Kunst von Max Ernst werden auch in autographischen Texten immer wieder beschrieben: seine Geburt aus einem Vogelei, das seine Mutter in ein Adlernest gelegt hatte und die Verbindung zwischen dem Tod seines Lieblingsvogels, des rosa Kakadus Hornebon. Max Ernst entwickelte in seinem Werk als Alter Ego den „Vogelobren Hornebom“ und „Loplop“. Im Spätwerk taucht der Künstler als „Schnabelmax“ auf.

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