Max Oppenheimer - Werke kaufen und verkaufen

Max Oppenheimer (Wien 1885-1954 New York)

Max Oppenheimer wurde am 1. Juli 1885 in Wien geboren, ein Jahr vor Oskar Kokoschka und fünf Jahre vor Egon Schiele. Mit beiden verband den musikalisch wie malerisch hochbegabten Künstler eine lebenslange Freundschaft bzw. erbitterte Konkurrenz. 

Oppenheimer studierte zunächst an der Akademie der bildenden Künste in Wien, danach an der Kunstakademie in Prag. Trotz seines jungen Alters konnte er an der legendären Kunstschau von 1908 mit seinem ersten Selbstporträt und an der vielbeachteten Internationalen Kunstschau in Wien 1909 teilnehmen. In der Wiener Künstler- und Intellektuellenszene wurde er zu einem gefragten Porträtisten, da er besonders eindringlich die Psyche des Dargestellten erfassen konnte. Peter Altenberg (1909), Karl Kraus (1907), Adolf Loos (1910), Heinrich Mann (1907), Egon Schiele (1906), Arthur Schnitzler (1909), Arnold Schönberg (1909) und Stefan Zweig (1908) gehörten zu seiner Klientel. 

Zunehmend gewann er Abstand zur Dominanz der Secession und schärfte sein eigenes künstlerisches Profil als Pionier des Expressionismus. Ab 1912 signierte Oppenheimer mit seiner Künstlermarke MOPP. 1911, nach einer ersten Einzelausstellung in der Modernen Galerie in München übersiedelte Oppenheimer nach Berlin. Die folgenden Jahre bis zum Krieg waren von intensiver Arbeits- und Ausstellungstätigkeit in verschiedenen europäischen Staaten geprägt. 1916 verlegte er seinen Wohnsitz in die Schweiz nach Zürich und konnte dort bald gesellschaftlich wie künstlerisch reüssieren. Sein unstetes Leben setzte er aber fort, nach 1924 ist er wieder in Wien, dann Berlin und nach 1931 wieder in Wien. Hier konnte er als jüdischer Maler noch bis 1938 relativ unbehelligt Ausstellungen bestücken und erhielt 1935 auch ein Atelier in der Neuen Burg, wo er an seinem monumentalen Philharmonikerbild arbeitete. Eine umfangreiche Schau von mehr als 30 Werken fand 1932 im Wiener Künstlerhaus statt, 1935 in der Secession und 1937 wurde er zum Vertreter Österreichs auf der Pariser Weltausstellung ernannt. 

Nur wenige Monate später, 1938, erkannte er rechtzeitig die Notwendigkeit der Flucht nach Zürich, wo er im November ein Einreisevisum in die USA erhielt. 1940 widmete ihm die Nierendorf Gallery in New York eine Personale, aber ganz gelang es dem Künstler nie, in der neuen Heimat Fuß zu fassen. Er starb 1954 in seiner New Yorker Wohnung. 

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