Simon Vouet - Werke kaufen und verkaufen

9. Jänner 1590, Paris (Frankreich) - 30. Juni 1649, Paris (Frankreich)

Simon Vouet war ein französischer Maler des Barock, der vor allem durch seine Porträtdarstellungen im Stil des Caravaggismus große Berühmtheit erlangte. 1627 wurde er zum Hofmaler Ludwigs XIII. und etablierte in dieser Funktion die italienische Barockmalerei in Frankreich.

1590 als Sohn des Malers Laurent Vouet in Paris geboren, entdeckte dieser sein künstlerisches Talent und förderte ihn dementsprechend. Sein jüngerer Bruder Aubin wurde ebenfalls Maler.
Das Frühwerk von Simon Vouet wird von dem Genre der Porträtmalerei dominiert, worin er rasch Erfolge feiern konnte. Auftragsarbeiten führten ihn schon in jungen Jahren ins Ausland. In Begleitung des französischen Botschafters reiste er 1611 nach Konstantinopel, wo er den Sultan porträtierte. Ab 1612 wurde er in Italien ansässig, wo er im Laufe der Jahre, neben seinem Hauptwohnsitz in Rom, zahlreiche andere künstlerisch bedeutsame Städte, wie beispielsweise Parma, Florenz, Genua, Venedig, Bologna und Neapel bereiste. Dadurch kam er in Kontakt mit den damaligen Kunstströmungen und wurde von Künstlern wie Tizian, Paolo Veronese, der Familie Carracci, Giovanni Francesco Barbieri gen. Guercino, Guido Reni und Michelangelo Merisi da Caravaggio in seiner Malweise beeinflusst. Von letzterem eignete er sich dessen extremen Realismus und dramatische Lichtführung an. Unmittelbar nach seiner Ankunft in Italien wurde er sogleich von namhaften und einflussreichen Mäzenen wie beispielsweise Cassiano dal Pozzo, der Familie Barbarini, Vincenzo Giustiniani, Paolo Giordano Orsini und der Familie Doria, in Form von zahlreichen Aufträgen gefördert.
1624 wurde er zum Direktor der Accademia di San Luca in Rom gewählt.
Zu seinem Freundeskreis zählten unter anderem Claude Vignon und Artemisia Gentileschi. Sein Porträt von ihr als Malerin kann als Zeichen seiner Wertschätzung und Anerkennung gegenüber der weiblichen Kollegin angesehen werden. Darüber hinaus tauschte er sich mit ihr in Bezug auf Themen wie „Caravaggismus“ und Kompositionstypen bei Porträts aus.
1627 kehrte er auf Ruf des französischen Königs Italien den Rücken zu und wurde zum Hofmaler von Ludwig XIII. Zu seinen Aufgaben zählten unter anderem die Ausstattung der königlichen Paläste. In dieser neuen Funktion war es ihm möglich ein eigenes Atelier einzurichten und Unterricht zu geben. Zu seinen Schülern zählten unter anderem Charles Le Brun, Valentin de Boulogne, Pierre Mignard, Eustache Le Sueur und Claude Mellau. Sein innovativer Malstil als Importeur der italienischen Barockmalerei in Frankreich wurde wegweisend für künftige Künstlergenerationen.

Werke von Simon Vouet sind seit Jahren bei Dorotheum Auktionen erfolgreich vertreten. Am 17. Oktober 2010 wurde sein Gemälde „Bildnis eines Edelmanns mit Hund“ im Rahmen einer „Alte Meister“ Auktion um einen Preis von € 295.800 versteigert.