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Yayoi Kusama - Werke kaufen und verkaufen

Geb. 22. März 1929 in Matsumoto, Japan

 

Yayoi Kusama ist eine der bedeutendsten japanischen Künstlerinnen der Nachkriegszeit und eine der wenigen Frauen unter den weltweit erfolgreichsten Kunstschaffenden der Gegenwart. Ihr Markenzeichen ist die knallorange Perücke, ihre künstlerische Handschrift sind die sogenannten Polka Dots, mit denen sie Menschen, Räume, Objekte überzieht. Durch endlose Wiederholungen von Punkten und Mustern u. a. mithilfe von Lichtern und Spiegeln – wie in ihren magischen Mirror Rooms – untersucht die Künstlerin die Unendlichkeit des Kosmos bis zur Auflösung des eigenen Selbst.

 

Yayoi Kusama wurde am 22. März 1929 in der Stadt Matsumoto in Japan geboren. Sie verlebte eine traumatische Kindheit in der konservativ faschistoiden japanischen Gesellschaft jener Zeit. Schon früh beginnt sie extensiv zu zeichnen, früh berichtet sie auch von Halluzinationen, die sie ihr gesamtes Leben begleiten werden. Gegen den Willen ihrer Eltern, die einen traditionellen Lebensweg für ihre Tochter vorgesehen hatten, arbeitete Yayoi Kusama ihrem Ziel entgegen Künstlerin zu werden. Ab 1848 besuchte sie die Kyoto School of Arts and Crafts. Es folgten erste Ausstellungen und Einzelausstellungen in Japan. 1958 zog Yayoi Kusama nach New York und etablierte sich bald als Mitglied der Avantgarde um Andy Warhol und Claes Oldenburg. In New York schuf sie Leinwände mit unendlichen, monochromen Netzstrukturen, frühe „Infinity Nets“, die zunächst wenig beachtet wurden. In den 1960er Jahren erweiterten die charakteristischen Punkte Yayoi Kusamas Schaffen, ebenso entstanden phallische Stoffskulpturen, die Möbel und Haushaltgegenstände überwucherten. In Happenings und Performances setzte sich Kusama für gesellschaftlichen Wandel ein, für die Friedensbewegung, die Gleichberechtigung von Homosexuellen, die Anarchie der Hippiekultur … Berühmt wurde sie für ihre Aktion „Narcissus Garden“ bei der Biennale in Venedig 1966, zu der sie gar nicht eingeladen war. Nichtsdestotrotz baute sie eine Installation von 1500 spiegelnden Kugeln auf, die sie unter dem Schlagwort „Your Narcisium For Sale“ zum Verkauf anbot. Wie die Aktion in Venedig wurden auch diverse Happenings in New York, bei denen sie u. a. nackte Menschen mit Punkten bemalte, von der Polizei aufgelöst. Anfang der 1970er versuchte sie sich als Gründerin von „Kusama Fashions“, als Herausgeberin eines nicht jugendfreien Magazins, als Produzentin von Kunstfilmen … 1973 kehrte Yayoi Kusama zurück nach Japan. Nach mehreren psychiatrischen Krisen entschied sie sich freiwillig, in einer Nervenheilanstalt zu leben. Seitdem lebt sie in der Psychiatrie in Tokio und arbeitet im benachbarten Studio, wo sie neben ihrer bildnerischen Arbeit auch Erzählungen und Gedichte schreibt.

 

Yayoi Kusama hat sich mit ihren ausufernden, alles überwuchernden Punkt-Mustern, Installationen und Environments tief in die moderne Kunstgeschichte eingeschrieben, ihre Arbeiten wurden in den wichtigsten Museen der Welt gezeigt, ebenso bei der Biennale von Venedig 1993. 2017 hat die Künstlerin in Tokio ihr eigenes Museum eröffnet. Ihre Sammler und Galeristen sind über die ganze Welt verstreut. Auch in den Dorotheum Auktionen sind Kunstwerke von Yayoi Kusama sehr begehrt und erzielen regelmäßig Spitzenpreise.

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