Sie nutzen einen veralteten Browser!

Um unsere Website voll funktionsfähig nutzen zu können, sollten Sie eine aktuelle Browserversion installieren. Eine Auflistung von empfohlenen Browserversionen finden Sie gleich hier.



Lot Nr. 221


Adolf Luther *


(Uerdingen 1912–1990 Krefeld)
„Sphärisches Objekt“ – Hohlspiegelobjekt, 1969, auf der Rückseite betitelt, signiert, datiert Luther 69, 3 x 3 runde konkave halbdurchsichtige Spiegel auf einem Planspiegel, auf Holzpaneel, 117 x 117 x 7,7 cm, Plexiglasbox

Das Werk ist bei der Adolf Luther Stiftung, Krefeld, unter der Archiv-Nr. HSP 69 011 registriert und wird in das digitale Werkverzeichnis aufgenommen.

Sehr frühes Werk aus dieser Serie.

Provenienz:
Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen

Ausgestellt:
Moderne Galerie Bottrop, 13.5–17.6.1979

„Die Beharrlichkeit und das Insistieren darauf, das Licht in seiner ganzen Bandbreite medial zu erreichen, gewinnt mit dem Vor-Bild, das die Hohlspiegel herzustellen vermögen, seinen unbestrittenen Höhepunkt.“
Dieter Honisch (Hrsg.), Licht und Materie, Recklinghausen 1978, o. a.

Je nach Betrachterstandpunkt sieht der Beschauer das ‚Vor-Bild‘ als umgekehrte Erscheinung, die irritierend und zugleich faszinierend ist. Das Instrument Hohlspiegel reflektiert und interagiert mit jeder sich bewegenden Erscheinung, die es von außen aufnimmt und als Umkehrbild gebündelt in den Raum zurückwirft. Nur durch den Betrachter können die Objekte in Funktion gesetzt werden. Adolf Luthers Sphärisches Objekt ist durch seine Größe und die neun großen seriellen Spiegel so angelegt, dass der Betrachter sich vor dem Objekt bewegt und auch bewegen soll, nur so wird ihm die vom Künstler intendierte komplexe Erfahrung vermittelt, das Licht und auch den umgebenden Raum in immer neuer Weise zu erfassen.

Die Werke Luthers erweisen Licht als immaterielle, sich nicht erschöpfende komplexe Realität. Das Licht ist dabei zugleich Gegenstand und Aussage der Werke. Die Hohlspiegelobjekte dienen als Instrumente, wobei ihre instrumentale Funktion darin besteht, die vorgegebene Wirklichkeit mit Hilfe mehrerer identischer Hohlspiegel optisch zu vervielfachen. Der Hohlspiegel ist ein serielles Reflektionsmedium des Lichts, das nur in einer Richtung offen ist, das die „Flektion der Bilder aus seinem Inneren herausschleudert, dessen Brennpunkt außerhalb seiner selbst liegt, kurz, das die Bilder dorthin zurückwirft, woher sie kommen: in den dreidimensionalen Wirklichkeitsraum.“
Ralph Merten, Adolf Luther – Am Anfang war das Licht, Stuttgart 1987, S. 194

31.05.2017 - 19:00

Erzielter Preis: **
EUR 75.000,-
Schätzwert:
EUR 50.000,- bis EUR 70.000,-

Adolf Luther *


(Uerdingen 1912–1990 Krefeld)
„Sphärisches Objekt“ – Hohlspiegelobjekt, 1969, auf der Rückseite betitelt, signiert, datiert Luther 69, 3 x 3 runde konkave halbdurchsichtige Spiegel auf einem Planspiegel, auf Holzpaneel, 117 x 117 x 7,7 cm, Plexiglasbox

Das Werk ist bei der Adolf Luther Stiftung, Krefeld, unter der Archiv-Nr. HSP 69 011 registriert und wird in das digitale Werkverzeichnis aufgenommen.

Sehr frühes Werk aus dieser Serie.

Provenienz:
Privatsammlung, Nordrhein-Westfalen

Ausgestellt:
Moderne Galerie Bottrop, 13.5–17.6.1979

„Die Beharrlichkeit und das Insistieren darauf, das Licht in seiner ganzen Bandbreite medial zu erreichen, gewinnt mit dem Vor-Bild, das die Hohlspiegel herzustellen vermögen, seinen unbestrittenen Höhepunkt.“
Dieter Honisch (Hrsg.), Licht und Materie, Recklinghausen 1978, o. a.

Je nach Betrachterstandpunkt sieht der Beschauer das ‚Vor-Bild‘ als umgekehrte Erscheinung, die irritierend und zugleich faszinierend ist. Das Instrument Hohlspiegel reflektiert und interagiert mit jeder sich bewegenden Erscheinung, die es von außen aufnimmt und als Umkehrbild gebündelt in den Raum zurückwirft. Nur durch den Betrachter können die Objekte in Funktion gesetzt werden. Adolf Luthers Sphärisches Objekt ist durch seine Größe und die neun großen seriellen Spiegel so angelegt, dass der Betrachter sich vor dem Objekt bewegt und auch bewegen soll, nur so wird ihm die vom Künstler intendierte komplexe Erfahrung vermittelt, das Licht und auch den umgebenden Raum in immer neuer Weise zu erfassen.

Die Werke Luthers erweisen Licht als immaterielle, sich nicht erschöpfende komplexe Realität. Das Licht ist dabei zugleich Gegenstand und Aussage der Werke. Die Hohlspiegelobjekte dienen als Instrumente, wobei ihre instrumentale Funktion darin besteht, die vorgegebene Wirklichkeit mit Hilfe mehrerer identischer Hohlspiegel optisch zu vervielfachen. Der Hohlspiegel ist ein serielles Reflektionsmedium des Lichts, das nur in einer Richtung offen ist, das die „Flektion der Bilder aus seinem Inneren herausschleudert, dessen Brennpunkt außerhalb seiner selbst liegt, kurz, das die Bilder dorthin zurückwirft, woher sie kommen: in den dreidimensionalen Wirklichkeitsraum.“
Ralph Merten, Adolf Luther – Am Anfang war das Licht, Stuttgart 1987, S. 194


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 31.05.2017 - 19:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 20.05. - 31.05.2017


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.