Lot Nr. 106


Namji (auch Dowayo genannt), Kamerun: Eine Fruchtbarkeits-Puppe der Namji, die der Bräutigam seiner Braut schenkt.


Wenn ein junger Mann bei den Namji ein Mädchen verehrt und heiraten will, wird eine solche Puppe geschnitzt und aufwändig geschmückt. Der Mann schenkt sie dann seiner ‘Auserwählten’. Sie trägt die Puppe in ihrer Kleidung mit sich, was gleichzeitig ihr Einverständnis zur Ehe signalisiert. Auch später tragen Frauen mit Kinderwunsch solche Puppen in einer geschmückten Tasche auf dem Rücken.

Vorliegende ‘Namji-Puppe’ zeigt den ‘klassischen’ Stil einer solchen Figur: weit abstrahiert, starr und gerade stehend, mit breit stilisiertem Kopf, Augen aus weißen, eingesetzten Glasperlen, mit einem Ohrring (rote Glasperle) und einem angedeuteten Mund. Mit geschnitzter Kamm-Frisur, hier mit Echt-Haar ergänzt, mit einem langen, einmal abgesetzten Hals, der mit gelblichen Glasperlen-Ketten umwickelt ist. Arme und Beine sind charakteristisch ‘abstrahiert’ abgewinkelt und der Körper trägt den typischen, reichen Schmuck dieser Puppen: auf einem Grund aus älterem, textilem Gewebe hat man viele Ketten aus weißen, roten, blauen und orangen Glasperlen, Lederbänder, einen Kupfer-Reifen und gewebte, textile Bänder befestigt. Von beiden Armen hängen Leder-Streifen, daran gelochte Kauri-Schnecken und vier Münzen mit folgenden Jahreszahlen ihrer Prägung: 1921, 1942, 1943 und 1959. Gute Patina, keine Schäden!
H: 35 cm.
Mitte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Österreichische Privatsammlung.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at

06.04.2017 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 1.063,-
Rufpreis:
EUR 450,-

Namji (auch Dowayo genannt), Kamerun: Eine Fruchtbarkeits-Puppe der Namji, die der Bräutigam seiner Braut schenkt.


Wenn ein junger Mann bei den Namji ein Mädchen verehrt und heiraten will, wird eine solche Puppe geschnitzt und aufwändig geschmückt. Der Mann schenkt sie dann seiner ‘Auserwählten’. Sie trägt die Puppe in ihrer Kleidung mit sich, was gleichzeitig ihr Einverständnis zur Ehe signalisiert. Auch später tragen Frauen mit Kinderwunsch solche Puppen in einer geschmückten Tasche auf dem Rücken.

Vorliegende ‘Namji-Puppe’ zeigt den ‘klassischen’ Stil einer solchen Figur: weit abstrahiert, starr und gerade stehend, mit breit stilisiertem Kopf, Augen aus weißen, eingesetzten Glasperlen, mit einem Ohrring (rote Glasperle) und einem angedeuteten Mund. Mit geschnitzter Kamm-Frisur, hier mit Echt-Haar ergänzt, mit einem langen, einmal abgesetzten Hals, der mit gelblichen Glasperlen-Ketten umwickelt ist. Arme und Beine sind charakteristisch ‘abstrahiert’ abgewinkelt und der Körper trägt den typischen, reichen Schmuck dieser Puppen: auf einem Grund aus älterem, textilem Gewebe hat man viele Ketten aus weißen, roten, blauen und orangen Glasperlen, Lederbänder, einen Kupfer-Reifen und gewebte, textile Bänder befestigt. Von beiden Armen hängen Leder-Streifen, daran gelochte Kauri-Schnecken und vier Münzen mit folgenden Jahreszahlen ihrer Prägung: 1921, 1942, 1943 und 1959. Gute Patina, keine Schäden!
H: 35 cm.
Mitte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Österreichische Privatsammlung.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Tribal Art - Afrika, Orient, Asien, Indonesien, Ozeanien
Datum: 06.04.2017 - 15:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 01.04. - 06.04.2017


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.