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Lot Nr. 34


Bete oder Ngere, Elfenbeinküste: Ein seltener und ungewöhnlicher Masken-Typ, mit 7 gebogenen Spitzen, die vom äußeren Rand der Maske in die vordere Mitte ragen.


Bete oder Ngere, Elfenbeinküste: Ein seltener und ungewöhnlicher Masken-Typ, mit 7 gebogenen Spitzen, die vom äußeren Rand der Maske in die vordere Mitte ragen. - Tribal Art

Eine sehr ausgefallene Maske der Bete (möglicherweise auch den Ngere oder Niabwa zuzuordnen). Charakteristisch für diese Ethnien (und ihre kleineren Nachbarn) sind Masken, aus deren Gesichtern Teile wie ‘Hauer’, ‘Hörner’ oder ‘Spitzen’ (wie in diesem Fall) markant und überbetont hervortreten.
Vorliegende Maske ist aus schwerem, hartem Holz. Ihr Stirn-Teil kragt weit nach vorne aus. Sie trägt betonte Augenbrauen, geschlitzte, vorgewölbte ‘Kaffeebohnen-Augen’, eine breite Nase und einen abgerundet nach vor ragenden Mund. Die auffallenden sieben Spitzen vor dem Gesicht sind einzeln geschnitzt und mit einem Streifen aus lokal gewebtem, starkem Stoff am (extra ausgeschnittenen) Rand des Masken-Gesichts befestigt. Der Stoff ist mit einem Gemisch aus Ruß und Wasser schwarz gefärbt, und mit vielen Ziernägeln straff um den Maskenrand gespannt. So hält dieser Stoffstreifen die Spitzen in Position. Die ganze Maske ist an ihrer Vorderseite schwarzbraun gefärbt. Die Stirn, die Augen und die Partie um den Mund sind mittels Kaolin weiss akzentuiert. Wie auch drei der sieben Spitzen weiss gefärbt sind. Vier Spitzen tragen die Grundfarbe des etwas bräunlichen Schwarz. Alle sieben Spitzen sind - wie auch alle Kanten an der Maske und die senkrechte Narben-Linie auf der Stirn - mit Linien aus eisernen Ziernägeln verziert. Die vielen Dekor-Nägel sind zum Teil altersbedingt angerostet. Außerdem zeigt das gut gebrauchte Stück stellenweisen Farbabrieb (im Kaolin-Weiss) und einen älteren Riss auf Stirn und Scheitel (mit einer versuchten Original-Reparatur). Die Vorderseite belegt eine längere Verwendung dieses seltenen Masken-Typs, wie auch die Glanz-Patina auf der hinteren Innenseite.
H: 34 cm; B: 24 cm.
1. Hälfte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Österreichische Privatsammlung.

Lit.:
‘Afrikanische Kunst’ von Stefan Eisenhofer & Karin Guggeis, Abb. 75.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at

20.02.2017 - 14:00

Rufpreis:
EUR 1.200,-

Bete oder Ngere, Elfenbeinküste: Ein seltener und ungewöhnlicher Masken-Typ, mit 7 gebogenen Spitzen, die vom äußeren Rand der Maske in die vordere Mitte ragen.


Eine sehr ausgefallene Maske der Bete (möglicherweise auch den Ngere oder Niabwa zuzuordnen). Charakteristisch für diese Ethnien (und ihre kleineren Nachbarn) sind Masken, aus deren Gesichtern Teile wie ‘Hauer’, ‘Hörner’ oder ‘Spitzen’ (wie in diesem Fall) markant und überbetont hervortreten.
Vorliegende Maske ist aus schwerem, hartem Holz. Ihr Stirn-Teil kragt weit nach vorne aus. Sie trägt betonte Augenbrauen, geschlitzte, vorgewölbte ‘Kaffeebohnen-Augen’, eine breite Nase und einen abgerundet nach vor ragenden Mund. Die auffallenden sieben Spitzen vor dem Gesicht sind einzeln geschnitzt und mit einem Streifen aus lokal gewebtem, starkem Stoff am (extra ausgeschnittenen) Rand des Masken-Gesichts befestigt. Der Stoff ist mit einem Gemisch aus Ruß und Wasser schwarz gefärbt, und mit vielen Ziernägeln straff um den Maskenrand gespannt. So hält dieser Stoffstreifen die Spitzen in Position. Die ganze Maske ist an ihrer Vorderseite schwarzbraun gefärbt. Die Stirn, die Augen und die Partie um den Mund sind mittels Kaolin weiss akzentuiert. Wie auch drei der sieben Spitzen weiss gefärbt sind. Vier Spitzen tragen die Grundfarbe des etwas bräunlichen Schwarz. Alle sieben Spitzen sind - wie auch alle Kanten an der Maske und die senkrechte Narben-Linie auf der Stirn - mit Linien aus eisernen Ziernägeln verziert. Die vielen Dekor-Nägel sind zum Teil altersbedingt angerostet. Außerdem zeigt das gut gebrauchte Stück stellenweisen Farbabrieb (im Kaolin-Weiss) und einen älteren Riss auf Stirn und Scheitel (mit einer versuchten Original-Reparatur). Die Vorderseite belegt eine längere Verwendung dieses seltenen Masken-Typs, wie auch die Glanz-Patina auf der hinteren Innenseite.
H: 34 cm; B: 24 cm.
1. Hälfte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Österreichische Privatsammlung.

Lit.:
‘Afrikanische Kunst’ von Stefan Eisenhofer & Karin Guggeis, Abb. 75.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Tribal Art - Afrika, Orient, Asien, Indonesien, Ozeanien
Datum: 20.02.2017 - 14:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 11.02. - 20.02.2017