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Lot Nr. 13


Bambara (oder Bamana), Mali: Ein alter ‘Tschiwara-Tanzaufsatz’ in Form einer männlichen Antilope. Stil: Region von Segu.


Diese Tanzaufsätze der Bambara gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Objekten afrikanischer Kunst. Bei den Bambara (auch Bamana genannt), Ackerbauern in der Savanne von Mali, tanzen je zwei junge Männer vor der Aussaat mit solchen Antilopen-Aufsätzen ‘Tschiwara’ (auch ‘Ci-wara’) auf ihren Köpfen und in bodenlangen, schwarzen Faser-Kostümen. Um die Fruchtbarkeit der Felder zu sichern und zu stärken. Beim Tanz werden die ‘Tschiwara’ auf geflochtene Kappen gebunden.
Der hier angebotene Antilopen-Tanzaufsatz ist ein gutes, altes Beispiel für den ‘klassischen’, hohen, vertikalen Typ einer ‘Tschiwara’. Er stellt eine männliche Pferde-Antilope dar. Aus einem Stück hartem, braunem Holz geschnitzt und ursprünglich schwarz gefärbt. Mit zwei fast geraden, nur ganz oben leicht gebogenen und im Relief beschnitzten Hörnern. Mit einem langen, schmalen Kopf, an der Nase gelocht (ursprünglich für einen Metall-Ring oder eine rote Baumwoll-Quaste). Die Ohren sind auch lang und schmal. Sie sind unten gelocht- ebenfalls zum ursprünglichen Anbringen von Ringen oder Zier-Quasten. Die Mähne der Pferde-Antilope ist in zwei schwungvollen Bögen mit durchbrochenen Zacken eindrucksvoll und traditionell richtig gestaltet. Der Kopf, die Mähne und der Körper tragen lineare und kleine, dreieckige Kerbschnitt-Verzierungen. Der Sockel, auf dem die Antilope steht, ist vierfach gelocht, zum Anbinden des Tanzaufsatzes auf die Flecht-Kappe des Tänzers. Ein stilistisch perfektes, altes Beispiel eines ‘Tschiwara-Typs’ aus der Region von Segu am Niger-Fluss, im nördlichen Siedlungsgebiet der Bambara.
Mit altersbedingten, kleinen Schäden: Die äußersten Spitzen beider Hörner sind abgebrochen (mit Resten einer älteren Original-Reparatur), der Sockel ist bereits einmal quer gebrochen (geklebt), sowie einige minimale, zarte Risse an Sockel, Beinen, Körper, Mähne und Hals der Antilope. Dafür zeigt dieses Objekt aber gute, alte Gebrauchsspuren und eine schwarze, krustig-glänzende Patina!
H: 83 cm.
1. Hälfte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Privatsammlung Ungarn.

Lit.:
’Bamana. Afrikanische Kunst aus Mali’ von Jean-Paul Colleyn, Katalog Museum Rietberg Zürich, Abb. 185, 187, 188, 189, 190, 191, 192.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at

20.02.2017 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 1.250,-
Rufpreis:
EUR 800,-

Bambara (oder Bamana), Mali: Ein alter ‘Tschiwara-Tanzaufsatz’ in Form einer männlichen Antilope. Stil: Region von Segu.


Diese Tanzaufsätze der Bambara gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Objekten afrikanischer Kunst. Bei den Bambara (auch Bamana genannt), Ackerbauern in der Savanne von Mali, tanzen je zwei junge Männer vor der Aussaat mit solchen Antilopen-Aufsätzen ‘Tschiwara’ (auch ‘Ci-wara’) auf ihren Köpfen und in bodenlangen, schwarzen Faser-Kostümen. Um die Fruchtbarkeit der Felder zu sichern und zu stärken. Beim Tanz werden die ‘Tschiwara’ auf geflochtene Kappen gebunden.
Der hier angebotene Antilopen-Tanzaufsatz ist ein gutes, altes Beispiel für den ‘klassischen’, hohen, vertikalen Typ einer ‘Tschiwara’. Er stellt eine männliche Pferde-Antilope dar. Aus einem Stück hartem, braunem Holz geschnitzt und ursprünglich schwarz gefärbt. Mit zwei fast geraden, nur ganz oben leicht gebogenen und im Relief beschnitzten Hörnern. Mit einem langen, schmalen Kopf, an der Nase gelocht (ursprünglich für einen Metall-Ring oder eine rote Baumwoll-Quaste). Die Ohren sind auch lang und schmal. Sie sind unten gelocht- ebenfalls zum ursprünglichen Anbringen von Ringen oder Zier-Quasten. Die Mähne der Pferde-Antilope ist in zwei schwungvollen Bögen mit durchbrochenen Zacken eindrucksvoll und traditionell richtig gestaltet. Der Kopf, die Mähne und der Körper tragen lineare und kleine, dreieckige Kerbschnitt-Verzierungen. Der Sockel, auf dem die Antilope steht, ist vierfach gelocht, zum Anbinden des Tanzaufsatzes auf die Flecht-Kappe des Tänzers. Ein stilistisch perfektes, altes Beispiel eines ‘Tschiwara-Typs’ aus der Region von Segu am Niger-Fluss, im nördlichen Siedlungsgebiet der Bambara.
Mit altersbedingten, kleinen Schäden: Die äußersten Spitzen beider Hörner sind abgebrochen (mit Resten einer älteren Original-Reparatur), der Sockel ist bereits einmal quer gebrochen (geklebt), sowie einige minimale, zarte Risse an Sockel, Beinen, Körper, Mähne und Hals der Antilope. Dafür zeigt dieses Objekt aber gute, alte Gebrauchsspuren und eine schwarze, krustig-glänzende Patina!
H: 83 cm.
1. Hälfte 20. Jh.. (ME)

Provenienz:
Privatsammlung Ungarn.

Lit.:
’Bamana. Afrikanische Kunst aus Mali’ von Jean-Paul Colleyn, Katalog Museum Rietberg Zürich, Abb. 185, 187, 188, 189, 190, 191, 192.

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Tribal Art - Afrika, Orient, Asien, Indonesien, Ozeanien
Datum: 20.02.2017 - 14:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 11.02. - 20.02.2017


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.