Lot Nr. 809


Kurt (Kappa) Kocherscheidt *


(Klagenfurt 1943–1992)
Ohne Titel, monogrammiert, datiert K 89, Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm, auf Keilrahmen, (K)

Ganzseitige Farbabb:
Sammlung Ulmer, 1996, Seite 80

Ausgestellt und publiziert:
Kurt Kocherscheidt, Das fortlaufende Bild – The Continuing Image, MAK Wien, 25. Juni – 5. Oktober 2003, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2003, S. 101

Provenienz:
Privatsammlung, Deutschland – direkt vom Künstler

Oswald Wiener erklärte mir in Berlin bei einem Bier, das er mir in seinem „Matalla“ spendierte, dass das Tafelbild endgültig tot sei. Um 1975 begann ich wieder in größerem Umfang zu malen. In meiner damals sehr isolierten Situation empfand ich meine Tätigkeit ein wenig wie die Wiedererfindung des Rades. Langsam begann sich die Bilder zu verselbständigen, von mir unabhängig zu werden. Die Gegenstände verloren sich, die Perspektive und die räumlich-körperliche Darstellung verschwanden, während der bislang noch nicht klar formulierte Gedanke, dass nämlich das Kunstwerk und sein Entwurf an getrennten Adressen wohnen, Gestalt annahm. Eine schwere Krankheit und die Versuchung sowie die Unmöglichkeit, sie mit meinen Mitteln zu beschreiben, bestärkten diese Einsicht. Die Autonomie der Bilder begreift sich auch als Distanz von der Befindlichkeit des Künstlers. Die Bilder rücken in die Nähe von Musik. „... das Geräusch der Oberflächen, das Dröhnen der Bild- und Farbflächen, das Tempo der Zeichen“
(Wolfgang Rihm)
Kurt Kocherscheidt, Dezember 1991 – aus der oben angeführten Literatur

02.06.2016 - 18:00

Erzielter Preis: **
EUR 30.000,-
Schätzwert:
EUR 14.000,- bis EUR 18.000,-

Kurt (Kappa) Kocherscheidt *


(Klagenfurt 1943–1992)
Ohne Titel, monogrammiert, datiert K 89, Öl auf Leinwand, 180 x 140 cm, auf Keilrahmen, (K)

Ganzseitige Farbabb:
Sammlung Ulmer, 1996, Seite 80

Ausgestellt und publiziert:
Kurt Kocherscheidt, Das fortlaufende Bild – The Continuing Image, MAK Wien, 25. Juni – 5. Oktober 2003, Verlag der Buchhandlung Walther König, Köln 2003, S. 101

Provenienz:
Privatsammlung, Deutschland – direkt vom Künstler

Oswald Wiener erklärte mir in Berlin bei einem Bier, das er mir in seinem „Matalla“ spendierte, dass das Tafelbild endgültig tot sei. Um 1975 begann ich wieder in größerem Umfang zu malen. In meiner damals sehr isolierten Situation empfand ich meine Tätigkeit ein wenig wie die Wiedererfindung des Rades. Langsam begann sich die Bilder zu verselbständigen, von mir unabhängig zu werden. Die Gegenstände verloren sich, die Perspektive und die räumlich-körperliche Darstellung verschwanden, während der bislang noch nicht klar formulierte Gedanke, dass nämlich das Kunstwerk und sein Entwurf an getrennten Adressen wohnen, Gestalt annahm. Eine schwere Krankheit und die Versuchung sowie die Unmöglichkeit, sie mit meinen Mitteln zu beschreiben, bestärkten diese Einsicht. Die Autonomie der Bilder begreift sich auch als Distanz von der Befindlichkeit des Künstlers. Die Bilder rücken in die Nähe von Musik. „... das Geräusch der Oberflächen, das Dröhnen der Bild- und Farbflächen, das Tempo der Zeichen“
(Wolfgang Rihm)
Kurt Kocherscheidt, Dezember 1991 – aus der oben angeführten Literatur


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst, Teil 2
Datum: 02.06.2016 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 21.05. - 02.06.2016


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.