Lot Nr. 479


Giacomo Balla *


(Turin 1871–1958 Rom)
Studio per mosaico (con motivo compenetrato), ca. 1929, signiert Balla, Tempera und Gold auf Karton (auf der Rückseite eines Fotos ausgeführt), 16 x 23,2 cm, ger., (MCC)

Fotozertifikat:
Archivio Elena Gigli, Rom, 14. März 2016, Archiv-Nr. 2016-642

Provenienz:
Atelier Balla, Rom,
Sammlung Prof. G. Corsi, Rom
Privatsammlung, Italien

Als Giacomo Balla 1912 bei den Löwensteins in Düsseldorf zu Gast war, um dort deren Haus am Rhein zu verzieren, entwickelte der Künstler jenes Thema, welches später „Compenetrazioni iridescenti“ genannt werden sollte. Den Ausgangspunkt boten hierzu seine Irisstudien. Immense Weiten von Pflanzen und Wiesen wechseln sich in langen, weiten Ebenen ab; durch die Qualität des Lichts, wird alles umso mehr verschleiert und mysteriös, und das Subjekt immer weniger real (...). Analyse und Synthese werden somit zu einem bildlichen Weg seiner „interpenetrazioni“ (gegenseitigen Durchdringungen). Balla erstellte das vorliegende Projekt für ein Mosaik, indem er blaue und gelbe (beziehungsweise rosane und blaue) Linien in einer Reihe von Studien entwickelte, bis hin zum vorliegenden Werk. Hier wird nun das Schema der gelben Dreiecke und blauen Quadern von einem goldenen Rechteck umrahmt und ähnelt dem kleinen Mosaik, das 1929 erstellt und von Maurizio Fagiolo dell'Arco in Edinburgh ausgestellt wurde (...). Diese Studie scheint die finale Version zu sein, denn sowohl die internen geometrischen Strukturen als auch der Rahmen haben dieselbe Farbgebung. Die historische Fotografie des analysierten Mosaikprojektes ist im Bio-Ikonografischen Archiv der Nationalen Galerie für Moderne Kunst in Rom erhalten.

Aus dem Aufsatz von Elena Gigli, Rom, 14 März 2016

31.05.2016 - 19:00

Erzielter Preis: **
EUR 15.000,-
Schätzwert:
EUR 12.000,- bis EUR 15.000,-

Giacomo Balla *


(Turin 1871–1958 Rom)
Studio per mosaico (con motivo compenetrato), ca. 1929, signiert Balla, Tempera und Gold auf Karton (auf der Rückseite eines Fotos ausgeführt), 16 x 23,2 cm, ger., (MCC)

Fotozertifikat:
Archivio Elena Gigli, Rom, 14. März 2016, Archiv-Nr. 2016-642

Provenienz:
Atelier Balla, Rom,
Sammlung Prof. G. Corsi, Rom
Privatsammlung, Italien

Als Giacomo Balla 1912 bei den Löwensteins in Düsseldorf zu Gast war, um dort deren Haus am Rhein zu verzieren, entwickelte der Künstler jenes Thema, welches später „Compenetrazioni iridescenti“ genannt werden sollte. Den Ausgangspunkt boten hierzu seine Irisstudien. Immense Weiten von Pflanzen und Wiesen wechseln sich in langen, weiten Ebenen ab; durch die Qualität des Lichts, wird alles umso mehr verschleiert und mysteriös, und das Subjekt immer weniger real (...). Analyse und Synthese werden somit zu einem bildlichen Weg seiner „interpenetrazioni“ (gegenseitigen Durchdringungen). Balla erstellte das vorliegende Projekt für ein Mosaik, indem er blaue und gelbe (beziehungsweise rosane und blaue) Linien in einer Reihe von Studien entwickelte, bis hin zum vorliegenden Werk. Hier wird nun das Schema der gelben Dreiecke und blauen Quadern von einem goldenen Rechteck umrahmt und ähnelt dem kleinen Mosaik, das 1929 erstellt und von Maurizio Fagiolo dell'Arco in Edinburgh ausgestellt wurde (...). Diese Studie scheint die finale Version zu sein, denn sowohl die internen geometrischen Strukturen als auch der Rahmen haben dieselbe Farbgebung. Die historische Fotografie des analysierten Mosaikprojektes ist im Bio-Ikonografischen Archiv der Nationalen Galerie für Moderne Kunst in Rom erhalten.

Aus dem Aufsatz von Elena Gigli, Rom, 14 März 2016


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 31.05.2016 - 19:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 21.05. - 31.05.2016


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.