Lot Nr. 646


Giulio Paolini *


(Genua 1940 geb.)
Più vero del vero, 1995, schwarzer Bleistift, Plexiglaskasten, weiße Leinwand, Graphit und Collage mit 9 Blättern an einer Wand. Plexiglas: 100 x 130 cm; Leinwand: 50 x 65 cm; Graphitrechteck an der Wand: 150 x 200 cm + 9 Blätter (variable Gesamtgröße), (MCC)

Fotozertifikat des Künstlers.

Provenienz:
Atelier Giulio Paolini
Galleria Gian Enzo Sperone, Rom
Sammlung E. Menzio, Monaco (Klebezettel auf der Rückseite eines Blattes)
Europäische Privatsammlung

Ausgestellt:
Rom, Giulio Paolini, Galleria Gian Enzo Sperone, April 1995.

Literatur:
Giulio Paolini, Von heute bis gestern/da oggi a ieri, Katalog der Ausstellung in der Neuen Galerie im Landesmuseum Joanneum, Graz, Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit, 1998, S. 320, mit Abb.;
Gian Enzo Sperone. Torino, Roma, New York, 35 anni di mostre tra Europa e America, Hopefulmonster, Turin, 2000, Bd. II, S. 447, mit Abb.;
Giulio Paolini, Quattro passi nel museo senza muse, Giulio Einaudi, Turin, 2006, S. 75, mit Abb.;
Maddalena Disch, Giulio Paolini catalogo ragionato, Skira, 2008, Bd. II, 1983–1999, Nr. 755, mit Abb.

„In der Mitte eines Schaukastens aus Plexiglas, der ein präpariertes Tuch enthält, nähert ein schwarzer Stift sich der Leinwand, ohne jedoch seine Oberfläche zu berühren, als ob er innehalten möchte, bevor es zur Berührung kommt. Der Schaukasten ist umgeben von einem etwas größeren Rahmen, der mit einem Stift an die Wand gemalt ist. Je nach verfügbarem Platz, gehören ein paar Zeichenblätter zu der Arbeit, einige davon mit bleistiftgezeichneten Andeutungen vermeintlicher Vierecke, die verstreut und stufenweise vom Inneren des Schaukastens nach außen hin verteilt sind. ‚Wahrer als wahr – will sagen, der Moment der Wahrheit’, konstruiert nicht so sehr durch die Spuren, die die Stifte noch auf der Oberfläche der Leinwände zurücklassen werden, als durch die Tatsache, dass der Stift direkt auf sein Ziel gerichtet ist, um die reine Möglichkeit dieses zukünftigen Ereignisses einzufangen und festzuhalten.“
Der Künstler im Gespräch mit M. Disch, Dezember 2005

01.06.2016 - 19:00

Erzielter Preis: **
EUR 139.400,-
Schätzwert:
EUR 180.000,- bis EUR 220.000,-

Giulio Paolini *


(Genua 1940 geb.)
Più vero del vero, 1995, schwarzer Bleistift, Plexiglaskasten, weiße Leinwand, Graphit und Collage mit 9 Blättern an einer Wand. Plexiglas: 100 x 130 cm; Leinwand: 50 x 65 cm; Graphitrechteck an der Wand: 150 x 200 cm + 9 Blätter (variable Gesamtgröße), (MCC)

Fotozertifikat des Künstlers.

Provenienz:
Atelier Giulio Paolini
Galleria Gian Enzo Sperone, Rom
Sammlung E. Menzio, Monaco (Klebezettel auf der Rückseite eines Blattes)
Europäische Privatsammlung

Ausgestellt:
Rom, Giulio Paolini, Galleria Gian Enzo Sperone, April 1995.

Literatur:
Giulio Paolini, Von heute bis gestern/da oggi a ieri, Katalog der Ausstellung in der Neuen Galerie im Landesmuseum Joanneum, Graz, Cantz Verlag, Ostfildern-Ruit, 1998, S. 320, mit Abb.;
Gian Enzo Sperone. Torino, Roma, New York, 35 anni di mostre tra Europa e America, Hopefulmonster, Turin, 2000, Bd. II, S. 447, mit Abb.;
Giulio Paolini, Quattro passi nel museo senza muse, Giulio Einaudi, Turin, 2006, S. 75, mit Abb.;
Maddalena Disch, Giulio Paolini catalogo ragionato, Skira, 2008, Bd. II, 1983–1999, Nr. 755, mit Abb.

„In der Mitte eines Schaukastens aus Plexiglas, der ein präpariertes Tuch enthält, nähert ein schwarzer Stift sich der Leinwand, ohne jedoch seine Oberfläche zu berühren, als ob er innehalten möchte, bevor es zur Berührung kommt. Der Schaukasten ist umgeben von einem etwas größeren Rahmen, der mit einem Stift an die Wand gemalt ist. Je nach verfügbarem Platz, gehören ein paar Zeichenblätter zu der Arbeit, einige davon mit bleistiftgezeichneten Andeutungen vermeintlicher Vierecke, die verstreut und stufenweise vom Inneren des Schaukastens nach außen hin verteilt sind. ‚Wahrer als wahr – will sagen, der Moment der Wahrheit’, konstruiert nicht so sehr durch die Spuren, die die Stifte noch auf der Oberfläche der Leinwände zurücklassen werden, als durch die Tatsache, dass der Stift direkt auf sein Ziel gerichtet ist, um die reine Möglichkeit dieses zukünftigen Ereignisses einzufangen und festzuhalten.“
Der Künstler im Gespräch mit M. Disch, Dezember 2005


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst, Teil 1
Datum: 01.06.2016 - 19:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 21.05. - 01.06.2016


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.