Lot Nr. 139-086404/0001


Tibet: Ein Ritual-Dolch, 'Phurbu' oder 'Kila' genannt, aus Eisen (selten!).


Tibet: Ein Ritual-Dolch, 'Phurbu' oder 'Kila' genannt, aus Eisen (selten!). - Antiquitäten

Das Sakral-Objekt 'Phurbu', auch 'Kila' oder 'Ritual-Nagel' genannt, stammt noch aus der Gedankenwelt des Schamanismus der 'Bön-Religion', die vor dem buddhistischen Lamaismus in Tibet vorherrschend war. Mit diesem Ritual-Gerät 'Phurbu' haben Schamanen in Zeremonien Dämonen oder 'das Böse' auf dem Boden 'festgenagelt'. Schamanen verschiedener Stämme (Magar, Gurung u. a.), sowie spezielle Mönche ('Lamas') oder 'Magier'verwenden auch heute noch im gesamten Himalaja-Gebiet den 'Phurbu' für tantrische Riten. Vorliegender 'Phurbu' ist aus Eisen (das ist selten!) und in'klassischer' Form gestaltet: Den oberen Knauf, unter einem halben 'Donnerkeil' ('Vajra'), bilden drei Köpfe des Gottes 'Vajrakila', mit Schädel-Kronen und verschiedenem Gesichts-Ausdruck: freundlich, friedlich und 'schrecklich' (mit Fang-Zähnen). Der Griff-Teil in der Mitte besteht aus zwei gegenläufigen Lotos-Blüten, durch 'endlose Knoten' abgeschlossen. Darunter sitzt der Kopf des mythischen Meeres-Ungeheuers 'Makara', aus dessen Maul die dreischneidige Klinge des 'Phurbu' entspringt. An den Seitenflächen der drei Klingen-Schneiden winden sich je zwei Schlangen ('Nagas') nach oben und mit der unteren Spitze werden die bösen Dämonen 'festgenagelt'. Ein Stück mit alter, guter Gebrauchs-Patina (stark abgegriffen!). Keine Schäden. L: 21,5 cm. 19. Jh.. (ME)

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at

04.05.2016 - 15:19

Startpreis:
EUR 400,-

Tibet: Ein Ritual-Dolch, 'Phurbu' oder 'Kila' genannt, aus Eisen (selten!).


Das Sakral-Objekt 'Phurbu', auch 'Kila' oder 'Ritual-Nagel' genannt, stammt noch aus der Gedankenwelt des Schamanismus der 'Bön-Religion', die vor dem buddhistischen Lamaismus in Tibet vorherrschend war. Mit diesem Ritual-Gerät 'Phurbu' haben Schamanen in Zeremonien Dämonen oder 'das Böse' auf dem Boden 'festgenagelt'. Schamanen verschiedener Stämme (Magar, Gurung u. a.), sowie spezielle Mönche ('Lamas') oder 'Magier'verwenden auch heute noch im gesamten Himalaja-Gebiet den 'Phurbu' für tantrische Riten. Vorliegender 'Phurbu' ist aus Eisen (das ist selten!) und in'klassischer' Form gestaltet: Den oberen Knauf, unter einem halben 'Donnerkeil' ('Vajra'), bilden drei Köpfe des Gottes 'Vajrakila', mit Schädel-Kronen und verschiedenem Gesichts-Ausdruck: freundlich, friedlich und 'schrecklich' (mit Fang-Zähnen). Der Griff-Teil in der Mitte besteht aus zwei gegenläufigen Lotos-Blüten, durch 'endlose Knoten' abgeschlossen. Darunter sitzt der Kopf des mythischen Meeres-Ungeheuers 'Makara', aus dessen Maul die dreischneidige Klinge des 'Phurbu' entspringt. An den Seitenflächen der drei Klingen-Schneiden winden sich je zwei Schlangen ('Nagas') nach oben und mit der unteren Spitze werden die bösen Dämonen 'festgenagelt'. Ein Stück mit alter, guter Gebrauchs-Patina (stark abgegriffen!). Keine Schäden. L: 21,5 cm. 19. Jh.. (ME)

Experte: Prof. Erwin Melchardt Prof. Erwin Melchardt
+43-1-515 60-465

erwin.melchardt@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Antiquitäten
Datum: 04.05.2016 - 15:19
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 26.04. - 04.05.2016