Lot Nr. 505


Carl Moll *


Carl Moll * - Klassische Moderne

(Wien 1861-1945)
„Park bei Neulengbach (Schlosspark Murstetten)“, um monogrammiert CM, auf der Rückseite signiert (in Bleistift)
Carl Moll, Öl auf Holz, 36,2 x 26,3 cm, ger., (K)

Auf der Rückseite Klebeetikett:
Sammlung Dr. Josef Weese Wien VI. Getreidemarkt 9, in Handschrift: N 173 Moll Carl Wien aus dem Park von Murstetten bei Neu Lengbach Nd. Öst. (Studie für Jak. E. Schindler), Öl, Holz...

Das Bild wird in das Werkverzeichnis von Dr. Cornelia Cabuk, Belvedere, Wien, aufgenommen.

Abgebildet:
Carl Moll, Seine Freunde. Sein Leben. Sein Werk, Verlag der Galerie Welz, Salzburg 1985, Tafel 4 (ganzseitige Farbabb.)
Die Schule von Plankenberg, Emil Jakob Schindler und der österreichische Stimmungsexpressionismus , Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums St. Pölten 16.5.-13.10.1991, Graz 1991, S. 13, 84, Kat. Nr. 41, mit Abb.
Carl Moll, Park - bei Neulengbach (Murstetten) - 438-55811-6

Provenienz:
Sammlung Josef Weese (1888-1962), Wien
Friedrich Pfohl Sammlung (1919-2005), Graz
Auktion Dorotheum Wien, 11. März 1975, Lot 97
Privatsammlung, N.Ö.
Auktion Dorotheum Wien, 13. März 1979, Lot 89
Privatsammlung, Wien

Ehemals Leihgabe: Österreichische Galerie Belvedere (auf der Rückseite Klebezettel).

Beschreibung aus der Objektkartei Belvedere:
Carl Moll malte die Ansicht aus dem Schlosspark von Murstetten bei Neulengbach um 1888 als Schüler von Emil Jakob Schindler. Dieser hatte 1885 Schloss Neulengbach bei Plankenberg gemietet, um mit seinem Schülerkreis in der Umgebung zu malen. Das intime Landschaftsmotiv im Stil des österreichischen Stimmungsrealismus zeigt die Rückansicht einer Statue in einem versteckten Winkel des Schlossparks von Murstetten. Das Schloss selbst hat sich nicht erhalten, die barocken Gartenfiguren hingegen befinden sich weiterhin in der Hügellandschaft. Die poetische Ansicht der menschenleeren Gegend lädt zur Kontemplation ein und zeigt Carl Moll auf den Spuren seines Lehrers.
Bei Emil Jakob Schindler...
Im Frühling fuhren sie hinaus in die niederösterreichische Landschaft. Schindler, Olga Wisinger, Maria Egner und Moll, „der Meister, zwei Gesellen und ein Lehrling.“

Moll schloß sich eng an die Familie an, zu deren Freundeskreis auch Hugo Wolf gehörte, der gerade seine Oper „Der Corregidor“ komponiert hatte, die aber erst viel später mit großem Erfolg in Mannheim uraufgeführt werden sollte. „An der Seite Schindlers“, so blickt Carl Moll zurück, „erwachte all das, was in mir verborgen schlummerte. Zehn Jahre lang war es mir vergönnt, an der Seite meines Meisters, im Kreise seiner Familie zu leben und dieses Jahrzehnt hat mich geformt, mir den Weg ins Leben gewiesen. Beim Erleben der Natur machte Schindler nie Worte, es bedurfte dieser auch nicht; wenn er stehen blieb, wo er stehenblieb, wie er schaute, wie er gestaltete, das sagte alles. Seit Schindler weiß ich: Der Sehende ist der reichste aller mit den Sinnen Genußfähige.“ Obwohl oft in materiellen Schwierigkeiten, wagte es Schindler, das Schloß Plankenberg in Niederösterreich, zwischen Neulengbach und Tulln zu mieten. „Hier bestand die Woche aus sieben Sonntagen“, erinnert sich Moll.

aus der oben angeführten Literatur Carl Moll, Seine Freunde. Sein Leben. Sein Werk.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

24.11.2015 - 18:00

Erzielter Preis: **
EUR 35.560,-
Schätzwert:
EUR 35.000,- bis EUR 50.000,-

Carl Moll *


(Wien 1861-1945)
„Park bei Neulengbach (Schlosspark Murstetten)“, um monogrammiert CM, auf der Rückseite signiert (in Bleistift)
Carl Moll, Öl auf Holz, 36,2 x 26,3 cm, ger., (K)

Auf der Rückseite Klebeetikett:
Sammlung Dr. Josef Weese Wien VI. Getreidemarkt 9, in Handschrift: N 173 Moll Carl Wien aus dem Park von Murstetten bei Neu Lengbach Nd. Öst. (Studie für Jak. E. Schindler), Öl, Holz...

Das Bild wird in das Werkverzeichnis von Dr. Cornelia Cabuk, Belvedere, Wien, aufgenommen.

Abgebildet:
Carl Moll, Seine Freunde. Sein Leben. Sein Werk, Verlag der Galerie Welz, Salzburg 1985, Tafel 4 (ganzseitige Farbabb.)
Die Schule von Plankenberg, Emil Jakob Schindler und der österreichische Stimmungsexpressionismus , Katalog des Niederösterreichischen Landesmuseums St. Pölten 16.5.-13.10.1991, Graz 1991, S. 13, 84, Kat. Nr. 41, mit Abb.
Carl Moll, Park - bei Neulengbach (Murstetten) - 438-55811-6

Provenienz:
Sammlung Josef Weese (1888-1962), Wien
Friedrich Pfohl Sammlung (1919-2005), Graz
Auktion Dorotheum Wien, 11. März 1975, Lot 97
Privatsammlung, N.Ö.
Auktion Dorotheum Wien, 13. März 1979, Lot 89
Privatsammlung, Wien

Ehemals Leihgabe: Österreichische Galerie Belvedere (auf der Rückseite Klebezettel).

Beschreibung aus der Objektkartei Belvedere:
Carl Moll malte die Ansicht aus dem Schlosspark von Murstetten bei Neulengbach um 1888 als Schüler von Emil Jakob Schindler. Dieser hatte 1885 Schloss Neulengbach bei Plankenberg gemietet, um mit seinem Schülerkreis in der Umgebung zu malen. Das intime Landschaftsmotiv im Stil des österreichischen Stimmungsrealismus zeigt die Rückansicht einer Statue in einem versteckten Winkel des Schlossparks von Murstetten. Das Schloss selbst hat sich nicht erhalten, die barocken Gartenfiguren hingegen befinden sich weiterhin in der Hügellandschaft. Die poetische Ansicht der menschenleeren Gegend lädt zur Kontemplation ein und zeigt Carl Moll auf den Spuren seines Lehrers.
Bei Emil Jakob Schindler...
Im Frühling fuhren sie hinaus in die niederösterreichische Landschaft. Schindler, Olga Wisinger, Maria Egner und Moll, „der Meister, zwei Gesellen und ein Lehrling.“

Moll schloß sich eng an die Familie an, zu deren Freundeskreis auch Hugo Wolf gehörte, der gerade seine Oper „Der Corregidor“ komponiert hatte, die aber erst viel später mit großem Erfolg in Mannheim uraufgeführt werden sollte. „An der Seite Schindlers“, so blickt Carl Moll zurück, „erwachte all das, was in mir verborgen schlummerte. Zehn Jahre lang war es mir vergönnt, an der Seite meines Meisters, im Kreise seiner Familie zu leben und dieses Jahrzehnt hat mich geformt, mir den Weg ins Leben gewiesen. Beim Erleben der Natur machte Schindler nie Worte, es bedurfte dieser auch nicht; wenn er stehen blieb, wo er stehenblieb, wie er schaute, wie er gestaltete, das sagte alles. Seit Schindler weiß ich: Der Sehende ist der reichste aller mit den Sinnen Genußfähige.“ Obwohl oft in materiellen Schwierigkeiten, wagte es Schindler, das Schloß Plankenberg in Niederösterreich, zwischen Neulengbach und Tulln zu mieten. „Hier bestand die Woche aus sieben Sonntagen“, erinnert sich Moll.

aus der oben angeführten Literatur Carl Moll, Seine Freunde. Sein Leben. Sein Werk.

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 24.11.2015 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 14.11. - 24.11.2015


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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