Lot Nr. 1084


Roberto Burle-Marx *


Roberto Burle-Marx * - Zeitgenössische Kunst, Teil 2

(Sao Paulo 1909–1994 Rio de Janeiro)
Ohne Titel, signiert, datiert R. Burle Marx 1992, Öl auf Leinwand, 160 x 350 cm, gerahmt, (PP)

Provenienz:
Privatsammlung, München - Geschenk des Künstlers

Aus Sao Paolo ging der als Sohn einer Brasilianerin und eines Deutschen geborene Robert Burle Marx 1928 nach Berlin. [...] Im Botanischen Garten Berlin-Dahlem lernte er die exotische Pflanzenwelt Südamerikas aus einem neuen Blickwinkel kennen und entwickelte ein reges Interesse für den Reiz und die Vielfalt der Vegetation seiner brasilianischen Heimat, wo gerade europäische Pflanzen en vogue waren. Im Herbst 1929 fuhr er zurück nach Rio de Janeiro, um an der dortigen Kunstakademie das Studium der Malerei fortzuführen. Die Liebe zur Pflanze ließ ihn jedoch nicht mehr los, und so erhielt er 1932 in Rio den Auftrag zur Gestaltung des Gartens für die Familie Schwarz, zusammen mit den Architekten Gregory Warchavchic und Lucio Costa, den Pionieren der klassischen Moderne Brasiliens. Damit begann seine steile Karriere. 1938 entstand in Rio de Janeiro mit dem Ministerium für Unterricht und Erziehung das erste moderne Hochhaus Südamerikas, zu dem Le Corbusier geholt wurde, der für das Projekt die besten Architekten Brasiliens zusammenschloss. Burle Marx erhielt den Auftrag, die Außenanlagen zu gestalten. Es folgten öffentliche und private Anlagen in ganz Brasilien. In den fünfziger und sechziger Jahren kam es durch den Bau der neuen Hauptstadt Brasilia, unter dem damaligen Präsidenten Juscelino Kubitschek, zu einer der großen Herausforderungen seines Lebens. Burle Marx plante fast alle Außenanlagen der öffentlichen Gebäude und komponierte zusammen mit Lucio Costa und Oscar Niemeyer die Strukturen des Freiraums der neuen Hauptstadt. [...] Zudem reiste Burle Marx viel, und es entstanden nach seinen Plänen Gärten und Plätze in ganz Südamerika. In den USA plante er verschiedene Anlagen mit den Architekten der klassischen Moderne wie Mies van der Rohe und Richard Neutra. [...] Gleichzeitig entwickelte Roberto stetig seine künstlerische Arbeit weiter, was sich in Ausstellungen in aller Welt niederschlug. 1957 stellte er auf der Weltausstellung in Brüssel aus, 1970 hatte er einen eigenen Pavillon auf der XXV. Biennale in Venedig. Neben seinen Gärten und Anlagen vernachlässigte er nie seine Malerei, ob in Öl, Tempera und Grafik [...]. Die Gemälde entwickelten sich vom Gegenständlichen über den Kubismus zu den für Burle Marx typischen farben- und formenprächtigen, abstrakten Bildern. [...]“ (Bernd Krüger, Jürgen Lehnhoff, Hubert Möhrle: Roberto Burle Marx, in: Garten + Landschaft, 9/89)
1991 zeigte das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive unter dem Titel The Unnatural Art of Garden.

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at

11.06.2015 - 15:00

Erzielter Preis: **
EUR 56.250,-
Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Roberto Burle-Marx *


(Sao Paulo 1909–1994 Rio de Janeiro)
Ohne Titel, signiert, datiert R. Burle Marx 1992, Öl auf Leinwand, 160 x 350 cm, gerahmt, (PP)

Provenienz:
Privatsammlung, München - Geschenk des Künstlers

Aus Sao Paolo ging der als Sohn einer Brasilianerin und eines Deutschen geborene Robert Burle Marx 1928 nach Berlin. [...] Im Botanischen Garten Berlin-Dahlem lernte er die exotische Pflanzenwelt Südamerikas aus einem neuen Blickwinkel kennen und entwickelte ein reges Interesse für den Reiz und die Vielfalt der Vegetation seiner brasilianischen Heimat, wo gerade europäische Pflanzen en vogue waren. Im Herbst 1929 fuhr er zurück nach Rio de Janeiro, um an der dortigen Kunstakademie das Studium der Malerei fortzuführen. Die Liebe zur Pflanze ließ ihn jedoch nicht mehr los, und so erhielt er 1932 in Rio den Auftrag zur Gestaltung des Gartens für die Familie Schwarz, zusammen mit den Architekten Gregory Warchavchic und Lucio Costa, den Pionieren der klassischen Moderne Brasiliens. Damit begann seine steile Karriere. 1938 entstand in Rio de Janeiro mit dem Ministerium für Unterricht und Erziehung das erste moderne Hochhaus Südamerikas, zu dem Le Corbusier geholt wurde, der für das Projekt die besten Architekten Brasiliens zusammenschloss. Burle Marx erhielt den Auftrag, die Außenanlagen zu gestalten. Es folgten öffentliche und private Anlagen in ganz Brasilien. In den fünfziger und sechziger Jahren kam es durch den Bau der neuen Hauptstadt Brasilia, unter dem damaligen Präsidenten Juscelino Kubitschek, zu einer der großen Herausforderungen seines Lebens. Burle Marx plante fast alle Außenanlagen der öffentlichen Gebäude und komponierte zusammen mit Lucio Costa und Oscar Niemeyer die Strukturen des Freiraums der neuen Hauptstadt. [...] Zudem reiste Burle Marx viel, und es entstanden nach seinen Plänen Gärten und Plätze in ganz Südamerika. In den USA plante er verschiedene Anlagen mit den Architekten der klassischen Moderne wie Mies van der Rohe und Richard Neutra. [...] Gleichzeitig entwickelte Roberto stetig seine künstlerische Arbeit weiter, was sich in Ausstellungen in aller Welt niederschlug. 1957 stellte er auf der Weltausstellung in Brüssel aus, 1970 hatte er einen eigenen Pavillon auf der XXV. Biennale in Venedig. Neben seinen Gärten und Anlagen vernachlässigte er nie seine Malerei, ob in Öl, Tempera und Grafik [...]. Die Gemälde entwickelten sich vom Gegenständlichen über den Kubismus zu den für Burle Marx typischen farben- und formenprächtigen, abstrakten Bildern. [...]“ (Bernd Krüger, Jürgen Lehnhoff, Hubert Möhrle: Roberto Burle Marx, in: Garten + Landschaft, 9/89)
1991 zeigte das Museum of Modern Art in New York eine Retrospektive unter dem Titel The Unnatural Art of Garden.

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst, Teil 2
Datum: 11.06.2015 - 15:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 30.05. - 11.06.2015


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.