Lot Nr. 778


Michelangelo Pistoletto * - Zeitgenössische Kunst, Teil 1

Michelangelo Pistoletto *

(Biella 1933 geb.)
Porta bianca, 2007, rückseitig signiert, datiert sowie beschriftet Attraverso il Segno Arte, Michelangelo Pistoletto con Gianna Nannini 2007, Druck in Sublimation auf Aluminiumspiegel + Ton, Unikat, 250 x 125 cm, (MCC)

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Fotozertifikat des Künslters

Das Werk ist im Archiv des Künstlers unter der Archiv-Nr. 466 registriert (rückseitig handsigniert)

Provenienz:
Galleria Pieroni, Rom
dort vom heutigen Besitzer erworben - Privatsammlung, Italien

Ausstellungen:
Mailand, Suono e forma - Il Terzo Paradiso (con Gianna Nannini), BunKerart, Februar - April 2007;
Moskau, Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto - Gianna Nannini, NCCA - National Center for Contemporary Arts, November - Dezember 2007;
Minsk, Il Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto e Gianna Nannini, die Nationale Schönheitsschule, Minsk, April- Mai 2008;
Bari, Intramoenia extra Art: Michelangelo Pistoletto - Il Terzo Paradiso/ Gianna Nannini, Castel Svevo, Dezember 2008 - März 2009;
Rom, Il Terzo Paradiso, MAXI, März - August 2011

Im Jahr 2003 schreibt Pistoletto das Manifest ‚Das Dritte Paradies‘ und zeichnet dessen Symbol, das Neue Zeichen der Unendlichkeit, aus einer Neukonfigurtion des mathematischen Unendlichkeitszeichens. Die beiden äußeren Kreise stehen für die Natur und das Künstliche – entgegengesetzte Pole, die überschneidend das Dritte Paradies formen.Der mittlere Kreis ist der mütterliche Schoß einer neuen Denkweise, der Ausdruck des nachhaltigen Zueinanders der natürlichen und der künstlichen Sphäre. Das Zentrum des neuen Unendlichkeitszeichens wird in idealer Weise von der Nabelschnur durchzogen, die vergangene, gegenwärtige und künftige Generationen vereinbart. 2007 begann Gianna Nannini ihre Zusammenarbeit am Dritten Paradies, die zur Installation MAMA-Terzo Paradiso führte. Zwischen 2007 und 2009 wurde dieses Projekt in zahlreichen, allesamt von Achille Bonito Oliva kuratierten Ausstellungen und Veröffentlichungen präsentiert.“Es ist nur konsequent, dass Michelangelo Pistoletto im Übergang vom individuellen zum kollektiven Künstler die Möglichkeit finden sollte, ein kreatives Duo mit einer Künstlerin auf die Beine zu stellen, die aus der immateriellen Sprache der Musik kommt: Gianna Nannini. Wir stehen vor einem dualen Künstler, der ein ästhetisches Gebiet schafft, das sich in verschiedenen Bild- und Klangmomenten artikuliert.“Die Installation besteht aus verschiedenen spiegelnden Teilen aus Aluminium (einem wieder verwendbaren Material, das mit dem Engagement des Künstlers zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit im Einklang ist). Diese sind um einen zentralen Kern arrangiert, „das Unendlichkeitszeichen, welches aus einer Anhäufung bunter Fetzen besteht, die selbstverständlich an Pistolettos „Zoo“ und „Venus in Lumpen“ erinnert (...)Das ganze Feld ist allerdings von einer herzzerreißenden, von Gianna Nanninis verborgener Stimme gesungenen Melodie durchdrungen, die immer wieder ein und dasselbe Wort artikuliert bzw. vor sich hin murmelt: Mama, ein elementares und universelles, allgemeinverständliches Wort, eine Regression aber auch ein mütterliches Versprechen für die Menschheit, wo Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen visuellen Ausdruck im Unendlichkeitszeichen finden. Gianna Nanninis raue Stimme schwankt zwischen ursprünglicher Suggestivität und musikalischer Artikulation, wobei ihr klangvolles Modulieren paradoxerweise niemals eine reine Wiederholung ist. Ihre Stimme wird eher der flatus vocis eines Bildes, das schließlich eine konkrete Form annimmt und dank einer Doppelbildaufnahme auf eine andere Wand abspringt: Hier erscheint Gianna Nannini mit einer Körperhaltung, die einen visuellen Code Pistolettos zeigt, signalisiert und wiederholt – den Buchstaben A, der natürlich für Arte [Kunst] steht.“
(Achille Bonito Oliva, in „La Repubblica“, Michelangelo Pistoletto, L‘invenzione del Terzo Paradiso, 19. November 2007)

Fotozertifikat des Künslters

Das Werk ist im Archiv des Künslters unter der Archiv-Nr. 466 registriert (rückseitig handsigniert)

Provenienz:
Galleria Pieroni, Rom
dort vom heutigen Besitzer erworben - Privatsammlung, Italien

Ausstellungen:
Mailand, Suono e forma - Il Terzo Paradiso (con Gianna Nannini), BunKerart, Februar - April 2007;
Moskau, Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto - Gianna Nannini, NCCA - National Center for Contemporary Arts, November - Dezember 2007;
Minsk, Il Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto e Gianna Nannini, die Nationale Schönheitsschule, Minsk, April- Mai 2008;
Bari, Intramoenia extra Art: Michelangelo Pistoletto - Il Terzo Paradiso/ Gianna Nannini, Castel Svevo, Dezember 2008 - März 2009;
Rom, Il Terzo Paradiso, MAXI, März - August 2011

Im Jahr 2004 schreibt Pistoletto das Manifest ‚Das Dritte Paradies‘ und zeichnet dessen Symbol, das Neue Zeichen der Unendlichkeit, aus einer Neukonfiguration des mathematischen Unendlichkeitszeichens. Die beiden äußeren Kreise stehen für die Natur und das Künstliche – entgegengesetzte Pole, die überschneidend das Dritte Paradies formen.Der mittlere Kreis ist der mütterliche Schoß einer neuen Denkweise, der Ausdruck des nachhaltigen Zueinanders der natürlichen und der künstlichen Sphäre. Das Zentrum des neuen Unendlichkeitszeichens wird in idealer Weise von der Nabelschnur durchzogen, die vergangene, gegenwärtige und künftige Generationen vereinbart. 2007 begann Gianna Nannini ihre Zusammenarbeit am Dritten Paradies, die zur Installation MAMA-Terzo Paradiso führte. Zwischen 2007 und 2009 wurde dieses Projekt in zahlreichen, allesamt von Achille Bonito Oliva kuratierten Ausstellungen und Veröffentlichungen präsentiert.“Es ist nur konsequent, dass Michelangelo Pistoletto im Übergang vom individuellen zum kollektiven Künstler die Möglichkeit finden sollte, ein kreatives Duo mit einer Künstlerin auf die Beine zu stellen, die aus der immateriellen Sprache der Musik kommt: Gianna Nannini. Wir stehen vor einem dualen Künstler, der ein ästhetisches Gebiet schafft, das sich in verschiedenen Bild- und Klangmomenten artikuliert.“Die Installation besteht aus verschiedenen spiegelnden Teilen aus Aluminium (einem wieder verwendbaren Material, das mit dem Engagement des Künstlers zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit im Einklang ist). Diese sind um einen zentralen Kern arrangiert, „das Unendlichkeitszeichen, welches aus einer Anhäufung bunter Fetzen besteht, die selbstverständlich an Pistolettos „Zoo“ und „Venus in Lumpen“ erinnert (...)Das ganze Feld ist allerdings von einer herzzerreißenden, von Gianna Nanninis verborgener Stimme gesungenen Melodie durchdrungen, die immer wieder ein und dasselbe Wort artikuliert bzw. vor sich hin murmelt: Mama, ein elementares und universelles, allgemeinverständliches Wort, eine Regression aber auch ein mütterliches Versprechen für die Menschheit, wo Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen visuellen Ausdruck im Unendlichkeitszeichen finden. Gianna Nanninis raue Stimme schwankt zwischen ursprünglicher Suggestivität und musikalischer Artikulation, wobei ihr klangvolles Modulieren paradoxerweise niemals eine reine Wiederholung ist. Ihre Stimme wird eher der flatus vocis eines Bildes, das schließlich eine konkrete Form annimmt und dank einer Doppelbildaufnahme auf eine andere Wand abspringt: Hier erscheint Gianna Nannini mit einer Körperhaltung, die einen visuellen Code Pistolettos zeigt, signalisiert und wiederholt – den Buchstaben A, der natürlich für Arte [Kunst] steht.“
(Achille Bonito Oliva, in „La Repubblica“, Michelangelo Pistoletto, L‘invenzione del Terzo Paradiso, 19. November 2007)

Expertin: Maria Cristina Corsini Maria Cristina Corsini
+39-06-699 23 671

maria.corsini@dorotheum.it

10.06.2015 - 19:00

Schätzwert:
EUR 80.000,- bis EUR 120.000,-
Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200

Auktion:

Zeitgenössische Kunst, Teil 1

Datum:

10.06.2015 - 19:00

Auktionsort:

Wien | Palais Dorotheum

Besichtigung:

30.05. - 10.06.2015

Michelangelo Pistoletto *

(Biella 1933 geb.)
Porta bianca, 2007, rückseitig signiert, datiert sowie beschriftet Attraverso il Segno Arte, Michelangelo Pistoletto con Gianna Nannini 2007, Druck in Sublimation auf Aluminiumspiegel + Ton, Unikat, 250 x 125 cm, (MCC)

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Fotozertifikat des Künslters

Das Werk ist im Archiv des Künstlers unter der Archiv-Nr. 466 registriert (rückseitig handsigniert)

Provenienz:
Galleria Pieroni, Rom
dort vom heutigen Besitzer erworben - Privatsammlung, Italien

Ausstellungen:
Mailand, Suono e forma - Il Terzo Paradiso (con Gianna Nannini), BunKerart, Februar - April 2007;
Moskau, Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto - Gianna Nannini, NCCA - National Center for Contemporary Arts, November - Dezember 2007;
Minsk, Il Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto e Gianna Nannini, die Nationale Schönheitsschule, Minsk, April- Mai 2008;
Bari, Intramoenia extra Art: Michelangelo Pistoletto - Il Terzo Paradiso/ Gianna Nannini, Castel Svevo, Dezember 2008 - März 2009;
Rom, Il Terzo Paradiso, MAXI, März - August 2011

Im Jahr 2003 schreibt Pistoletto das Manifest ‚Das Dritte Paradies‘ und zeichnet dessen Symbol, das Neue Zeichen der Unendlichkeit, aus einer Neukonfigurtion des mathematischen Unendlichkeitszeichens. Die beiden äußeren Kreise stehen für die Natur und das Künstliche – entgegengesetzte Pole, die überschneidend das Dritte Paradies formen.Der mittlere Kreis ist der mütterliche Schoß einer neuen Denkweise, der Ausdruck des nachhaltigen Zueinanders der natürlichen und der künstlichen Sphäre. Das Zentrum des neuen Unendlichkeitszeichens wird in idealer Weise von der Nabelschnur durchzogen, die vergangene, gegenwärtige und künftige Generationen vereinbart. 2007 begann Gianna Nannini ihre Zusammenarbeit am Dritten Paradies, die zur Installation MAMA-Terzo Paradiso führte. Zwischen 2007 und 2009 wurde dieses Projekt in zahlreichen, allesamt von Achille Bonito Oliva kuratierten Ausstellungen und Veröffentlichungen präsentiert.“Es ist nur konsequent, dass Michelangelo Pistoletto im Übergang vom individuellen zum kollektiven Künstler die Möglichkeit finden sollte, ein kreatives Duo mit einer Künstlerin auf die Beine zu stellen, die aus der immateriellen Sprache der Musik kommt: Gianna Nannini. Wir stehen vor einem dualen Künstler, der ein ästhetisches Gebiet schafft, das sich in verschiedenen Bild- und Klangmomenten artikuliert.“Die Installation besteht aus verschiedenen spiegelnden Teilen aus Aluminium (einem wieder verwendbaren Material, das mit dem Engagement des Künstlers zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit im Einklang ist). Diese sind um einen zentralen Kern arrangiert, „das Unendlichkeitszeichen, welches aus einer Anhäufung bunter Fetzen besteht, die selbstverständlich an Pistolettos „Zoo“ und „Venus in Lumpen“ erinnert (...)Das ganze Feld ist allerdings von einer herzzerreißenden, von Gianna Nanninis verborgener Stimme gesungenen Melodie durchdrungen, die immer wieder ein und dasselbe Wort artikuliert bzw. vor sich hin murmelt: Mama, ein elementares und universelles, allgemeinverständliches Wort, eine Regression aber auch ein mütterliches Versprechen für die Menschheit, wo Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen visuellen Ausdruck im Unendlichkeitszeichen finden. Gianna Nanninis raue Stimme schwankt zwischen ursprünglicher Suggestivität und musikalischer Artikulation, wobei ihr klangvolles Modulieren paradoxerweise niemals eine reine Wiederholung ist. Ihre Stimme wird eher der flatus vocis eines Bildes, das schließlich eine konkrete Form annimmt und dank einer Doppelbildaufnahme auf eine andere Wand abspringt: Hier erscheint Gianna Nannini mit einer Körperhaltung, die einen visuellen Code Pistolettos zeigt, signalisiert und wiederholt – den Buchstaben A, der natürlich für Arte [Kunst] steht.“
(Achille Bonito Oliva, in „La Repubblica“, Michelangelo Pistoletto, L‘invenzione del Terzo Paradiso, 19. November 2007)

Fotozertifikat des Künslters

Das Werk ist im Archiv des Künslters unter der Archiv-Nr. 466 registriert (rückseitig handsigniert)

Provenienz:
Galleria Pieroni, Rom
dort vom heutigen Besitzer erworben - Privatsammlung, Italien

Ausstellungen:
Mailand, Suono e forma - Il Terzo Paradiso (con Gianna Nannini), BunKerart, Februar - April 2007;
Moskau, Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto - Gianna Nannini, NCCA - National Center for Contemporary Arts, November - Dezember 2007;
Minsk, Il Terzo Paradiso - Michelangelo Pistoletto e Gianna Nannini, die Nationale Schönheitsschule, Minsk, April- Mai 2008;
Bari, Intramoenia extra Art: Michelangelo Pistoletto - Il Terzo Paradiso/ Gianna Nannini, Castel Svevo, Dezember 2008 - März 2009;
Rom, Il Terzo Paradiso, MAXI, März - August 2011

Im Jahr 2004 schreibt Pistoletto das Manifest ‚Das Dritte Paradies‘ und zeichnet dessen Symbol, das Neue Zeichen der Unendlichkeit, aus einer Neukonfiguration des mathematischen Unendlichkeitszeichens. Die beiden äußeren Kreise stehen für die Natur und das Künstliche – entgegengesetzte Pole, die überschneidend das Dritte Paradies formen.Der mittlere Kreis ist der mütterliche Schoß einer neuen Denkweise, der Ausdruck des nachhaltigen Zueinanders der natürlichen und der künstlichen Sphäre. Das Zentrum des neuen Unendlichkeitszeichens wird in idealer Weise von der Nabelschnur durchzogen, die vergangene, gegenwärtige und künftige Generationen vereinbart. 2007 begann Gianna Nannini ihre Zusammenarbeit am Dritten Paradies, die zur Installation MAMA-Terzo Paradiso führte. Zwischen 2007 und 2009 wurde dieses Projekt in zahlreichen, allesamt von Achille Bonito Oliva kuratierten Ausstellungen und Veröffentlichungen präsentiert.“Es ist nur konsequent, dass Michelangelo Pistoletto im Übergang vom individuellen zum kollektiven Künstler die Möglichkeit finden sollte, ein kreatives Duo mit einer Künstlerin auf die Beine zu stellen, die aus der immateriellen Sprache der Musik kommt: Gianna Nannini. Wir stehen vor einem dualen Künstler, der ein ästhetisches Gebiet schafft, das sich in verschiedenen Bild- und Klangmomenten artikuliert.“Die Installation besteht aus verschiedenen spiegelnden Teilen aus Aluminium (einem wieder verwendbaren Material, das mit dem Engagement des Künstlers zugunsten ökologischer Nachhaltigkeit im Einklang ist). Diese sind um einen zentralen Kern arrangiert, „das Unendlichkeitszeichen, welches aus einer Anhäufung bunter Fetzen besteht, die selbstverständlich an Pistolettos „Zoo“ und „Venus in Lumpen“ erinnert (...)Das ganze Feld ist allerdings von einer herzzerreißenden, von Gianna Nanninis verborgener Stimme gesungenen Melodie durchdrungen, die immer wieder ein und dasselbe Wort artikuliert bzw. vor sich hin murmelt: Mama, ein elementares und universelles, allgemeinverständliches Wort, eine Regression aber auch ein mütterliches Versprechen für die Menschheit, wo Vergangenheit und Zukunft ihren eigenen visuellen Ausdruck im Unendlichkeitszeichen finden. Gianna Nanninis raue Stimme schwankt zwischen ursprünglicher Suggestivität und musikalischer Artikulation, wobei ihr klangvolles Modulieren paradoxerweise niemals eine reine Wiederholung ist. Ihre Stimme wird eher der flatus vocis eines Bildes, das schließlich eine konkrete Form annimmt und dank einer Doppelbildaufnahme auf eine andere Wand abspringt: Hier erscheint Gianna Nannini mit einer Körperhaltung, die einen visuellen Code Pistolettos zeigt, signalisiert und wiederholt – den Buchstaben A, der natürlich für Arte [Kunst] steht.“
(Achille Bonito Oliva, in „La Repubblica“, Michelangelo Pistoletto, L‘invenzione del Terzo Paradiso, 19. November 2007)

Expertin: Maria Cristina Corsini Maria Cristina Corsini
+39-06-699 23 671

maria.corsini@dorotheum.it