Lot Nr. 713


Günther Uecker * - Zeitgenössische Kunst, Teil 1

Günther Uecker *

(Wendorf 1930 geb.)
Ohne Titel, 1968, signiert datiert Uecker 68 und mit Widmung versehen “für Hüppi”, Nägel, Hammer, Silber- und Dispersionsfarbe auf 2-teiliger Holzkiste, 91 x 130 x 67,5 cm (ausgeklappt), (PS)

Sehen Sie dieses plastische Objekt in diesem kurzen VIDEO.

Fotozertifikat mit Signatur des Künstlers (9 Seiten siehe Abb. Seite 43)

Provenienz:
Alfonso Hüppi, Schweiz- direkt vom Künstler
Privatsammlung, Deutschland- dort vom jetzigen Besitzer erworben

Ausgestellt:
Kunsthalle Baden Baden 1968, Gerhard Richter und Günther Uecker - Museen können bewohnbare Orte sein.

„ Im April 1968 lebten Richter und ich in der Kunsthalle Baden Baden. Diese Ausstellung unseres persönlichen Lebensbereichs war ein Beispiel für die Auflösung bestehender Museumspraktiken.“
(Günther Uecker)

Die Arbeit war im Rahmen einer Performance/Installation der Kunsthalle Baden Baden im Jahre 1968 ausgestellt. Die „Besetzung“ und „Erstürmung“ der Kunsthalle 1968 durch Günther Uecker und Gerhard Richter- beide hatten zu diesem Zeitpunkt jeweils eine eigene Ausstellung in der Kunsthalle - markiert eine Trendwende in Ueckers Werk.

Die Aufmerksamkeit des Betrachters lenkt Günther Uecker bei seinen Werken aus den späten sechziger Jahren auf die Struktur, die Bewegung und die Lichtwirkung. Mit der Kiste, den Nägeln, dem Hammer verschiebt der Künstler die für ihn charakteristischen Arbeitsmittel aus dem praktischen Leben in den ästhetischen Bereich, womit er eine sinnfällige Beziehung zwischen alltäglicher Wirklichkeit und Kunst herstellt. Die Nägel sind sein Werkmittel, zugleich aber auch Formelemente, die sich zu Strukturen zusammen schließen, Muster und Bewegungszüge bilden, wodurch sich der einzelne Nagel im Nagelfeld verliert und sich ein strukturiertes Bildfeld ergibt. Ueckers Hände, was der Zusatz in der Widmung „mit meinen eigenen Händen gemacht“ unterstreicht, umschließen als Kistenausschnitte das von außen nach innen in die Kiste geschlagene Nagelfeld. Die Handausschnitte brechen die Geschlossenheit der Kistenform auf, um selbst als hölzerne Ausschnitte zusammen mit dem Hammer wiederum an das Innere des Kistendeckels genagelt zu werden. Die Werkzeuge bleiben vereint als weiteres Strukturbild am Werk zurück.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

10.06.2015 - 19:00

Erzielter Preis: **
EUR 295.800,-
Schätzwert:
EUR 270.000,- bis EUR 320.000,-
Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200

Auktion:

Zeitgenössische Kunst, Teil 1

Datum:

10.06.2015 - 19:00

Auktionsort:

Wien | Palais Dorotheum

Besichtigung:

30.05. - 10.06.2015



** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.

Günther Uecker *

(Wendorf 1930 geb.)
Ohne Titel, 1968, signiert datiert Uecker 68 und mit Widmung versehen “für Hüppi”, Nägel, Hammer, Silber- und Dispersionsfarbe auf 2-teiliger Holzkiste, 91 x 130 x 67,5 cm (ausgeklappt), (PS)

Sehen Sie dieses plastische Objekt in diesem kurzen VIDEO.

Fotozertifikat mit Signatur des Künstlers (9 Seiten siehe Abb. Seite 43)

Provenienz:
Alfonso Hüppi, Schweiz- direkt vom Künstler
Privatsammlung, Deutschland- dort vom jetzigen Besitzer erworben

Ausgestellt:
Kunsthalle Baden Baden 1968, Gerhard Richter und Günther Uecker - Museen können bewohnbare Orte sein.

„ Im April 1968 lebten Richter und ich in der Kunsthalle Baden Baden. Diese Ausstellung unseres persönlichen Lebensbereichs war ein Beispiel für die Auflösung bestehender Museumspraktiken.“
(Günther Uecker)

Die Arbeit war im Rahmen einer Performance/Installation der Kunsthalle Baden Baden im Jahre 1968 ausgestellt. Die „Besetzung“ und „Erstürmung“ der Kunsthalle 1968 durch Günther Uecker und Gerhard Richter- beide hatten zu diesem Zeitpunkt jeweils eine eigene Ausstellung in der Kunsthalle - markiert eine Trendwende in Ueckers Werk.

Die Aufmerksamkeit des Betrachters lenkt Günther Uecker bei seinen Werken aus den späten sechziger Jahren auf die Struktur, die Bewegung und die Lichtwirkung. Mit der Kiste, den Nägeln, dem Hammer verschiebt der Künstler die für ihn charakteristischen Arbeitsmittel aus dem praktischen Leben in den ästhetischen Bereich, womit er eine sinnfällige Beziehung zwischen alltäglicher Wirklichkeit und Kunst herstellt. Die Nägel sind sein Werkmittel, zugleich aber auch Formelemente, die sich zu Strukturen zusammen schließen, Muster und Bewegungszüge bilden, wodurch sich der einzelne Nagel im Nagelfeld verliert und sich ein strukturiertes Bildfeld ergibt. Ueckers Hände, was der Zusatz in der Widmung „mit meinen eigenen Händen gemacht“ unterstreicht, umschließen als Kistenausschnitte das von außen nach innen in die Kiste geschlagene Nagelfeld. Die Handausschnitte brechen die Geschlossenheit der Kistenform auf, um selbst als hölzerne Ausschnitte zusammen mit dem Hammer wiederum an das Innere des Kistendeckels genagelt zu werden. Die Werkzeuge bleiben vereint als weiteres Strukturbild am Werk zurück.

Fotozertifikat mit Signatur des Künstlers (9 Seiten siehe Abb. Seite 43)

Provenienz:
Alfonso Hüppi, Schweiz- direkt vom Künstler
Privatsammlung, Deutschland- dort vom jetzigen Besitzer erworben

Ausgestellt:
Kunsthalle Baden Baden 1968, Gerhard Richter und Günther Uecker - Museen können bewohnbare Orte sein.

„ Im April 1968 lebten Richter und ich in der Kunsthalle Baden Baden. Diese Ausstellung unseres persönlichen Lebensbereichs war ein Beispiel für die Auflösung bestehender Museumspraktiken.“
(Günther Uecker)

Die Arbeit war im Rahmen einer Performance/Installation der Kunsthalle Baden Baden im Jahre 1968 ausgestellt. Die „Besetzung“ und „Erstürmung“ der Kunsthalle 1968 durch Günther Uecker und Gerhard Richter- beide hatten zu diesem Zeitpunkt jeweils eine eigene Ausstellung in der Kunsthalle - markiert eine Trendwende in Ueckers Werk.

Die Aufmerksamkeit des Betrachters lenkt Günther Uecker bei seinen Werken aus den späten sechziger Jahren auf die Struktur, die Bewegung und die Lichtwirkung. Mit der Kiste, den Nägeln, dem Hammer verschiebt der Künstler die für ihn charakteristischen Arbeitsmittel aus dem praktischen Leben in den ästhetischen Bereich, womit er eine sinnfällige Beziehung zwischen alltäglicher Wirklichkeit und Kunst herstellt. Die Nägel sind sein Werkmittel, zugleich aber auch Formelemente, die sich zu Strukturen zusammen schließen, Muster und Bewegungszüge bilden, wodurch sich der einzelne Nagel im Nagelfeld verliert und sich ein strukturiertes Bildfeld ergibt. Ueckers Hände, was der Zusatz in der Widmung „mit meinen eigenen Händen gemacht“ unterstreicht, umschließen als Kistenausschnitte das von außen nach innen in die Kiste geschlagene Nagelfeld. Die Handausschnitte brechen die Geschlossenheit der Kistenform auf, um selbst als hölzerne Ausschnitte zusammen mit dem Hammer wiederum an das Innere des Kistendeckels genagelt zu werden. Die Werkzeuge bleiben vereint als weiteres Strukturbild am Werk zurück.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de