Lot Nr. 1269


Adolf Kosarek


Adolf Kosarek - Gemälde des 19. Jahrhunderts

(Heraletz 1830 – 1859 Prag)
Ein Sommertag, Gegend bei Königinhof (1854), Öl auf Leinwand, 72,8 x 121,5 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
ehemals Sammlung des Malers Gustav Kratzmann;
Privatbesitz, Deutschland.

Ausgestellt:
Kunst-Ausstellung der Gesellschaft patriot. Kunstfreunde, Prag 1854, Kat. Nr. 289

Literatur:
Katalog der Kunst-Ausstellung der Gesellschaft patriot. Kunstfreunde, Prag 1854, Kat. Nr. 289
Toman P., Adolf Kosárek, Prag 1926, S. 11 und 15
Halasová L., Štech V. V., Adolf Kosárek, Prag 1959, S. 27; S. 100, Kat. Nr. 80
Reitharová E., Adolf Kosárek, Prag 1984, S. 44 (Ein Sommertag – Landschaft aus der Gegend bei Königgrätz)
Blažícˇková – Horová N., Adolf Kosárek (1830 – 1859), Prag 1990, S. 15; S. 67, Kat. Nr. 82

Adolf Kosárek ist die bedeutendste Gestalt der böhmischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Bereits seine ersten Arbeiten, die er 1853 bei der Ausstellung des Kunstvereins für Böhmen ausstellte, nahm die Prager Kritik als Arbeit eines Künstlers mit großem Talent wahr, der für die böhmische Malerei eine große Bedeutung erlangen sollte. Innerhalb von nur sechs Jahren seit seines ersten öffentlichen Auftritts bewies Kosárek, der sich der so sehr erträumten künstlerischen Laufbahn nur dank der Unterstützung des Prager Erzbischofs Friedrich Josef Schwarzenberg widmen konnte, ein landschaftsmalerisches Werk zu schaffen im Stande war, dessen Weiterentwicklung der vorzeitige Tod des Malers beendete. Das Bild Ein Sommertag – Gegend bei Königinhof stellt ein wichtiges Bindungsglied zur Erkenntnis des Schaffens von Kosárek um die Jahre 1853 und 1854 dar. Der junge, erst vierundzwanzigjährige Maler, stellte dieses mehr als 150 Jahre verschollene Bild bei der Jahresausstellung des Kunstvereins für Böhmen im Jahr 1854 zusammen mit zwei weiteren Bildern aus – Im Walde und Motiv aus der Gegend bei Pardubitz. Obwohl das Bild in den zeitgenössischen Kritiken nicht beschrieben wurde, können wir das Bild durch einen Vergleich mit Kosáreks Schaffen aus den Jahren 1853 und 1854 mit dem genannten Werk überzeugend identifizieren. Beim Vergleich mit dem um ein Jahr älteren Bild Abenddämmerung ist bereits ein großes Weiterkommen bei Kosáreks Maler- und Kompositionsfähigkeiten erkenntlich. Er wiederholt zwar noch einmal das Motiv der Kiefern, aber gleichzeitig sehen wir eine Verschiebung zur Monumentalisierung der Landschaft, die er gerade bei den Bildern Ein Sommertag – Gegend bei Königinhof und Motiv aus der Gegend bei Pardubitz zum ersten Mal in der breiten Landschaftsdarstellung öffnete. Gerade mit dem Motiv aus der Gegend bei Pardubitz hat dieses Bild am meisten gemeinsam. Die übereinstimmend aufgefasste Komposition, der identische Aufbau des ersten Plans, die malerisch übereinstimmend gelösten Details oder das identische Verstehen der Aufgabe des Lichts für die Modellierung der Landschaft verweisen auf die zeitgenössische Gegenwart beider Werke.

Katalogergänzung/Salesroom Notice:
wir danken Dr. Michael Simek,Dorotheum Prag, für die wissenschaftliche Unterstützung.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

23.10.2014 - 18:00

Erzielter Preis: **
EUR 149.400,-
Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Adolf Kosarek


(Heraletz 1830 – 1859 Prag)
Ein Sommertag, Gegend bei Königinhof (1854), Öl auf Leinwand, 72,8 x 121,5 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
ehemals Sammlung des Malers Gustav Kratzmann;
Privatbesitz, Deutschland.

Ausgestellt:
Kunst-Ausstellung der Gesellschaft patriot. Kunstfreunde, Prag 1854, Kat. Nr. 289

Literatur:
Katalog der Kunst-Ausstellung der Gesellschaft patriot. Kunstfreunde, Prag 1854, Kat. Nr. 289
Toman P., Adolf Kosárek, Prag 1926, S. 11 und 15
Halasová L., Štech V. V., Adolf Kosárek, Prag 1959, S. 27; S. 100, Kat. Nr. 80
Reitharová E., Adolf Kosárek, Prag 1984, S. 44 (Ein Sommertag – Landschaft aus der Gegend bei Königgrätz)
Blažícˇková – Horová N., Adolf Kosárek (1830 – 1859), Prag 1990, S. 15; S. 67, Kat. Nr. 82

Adolf Kosárek ist die bedeutendste Gestalt der böhmischen Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts. Bereits seine ersten Arbeiten, die er 1853 bei der Ausstellung des Kunstvereins für Böhmen ausstellte, nahm die Prager Kritik als Arbeit eines Künstlers mit großem Talent wahr, der für die böhmische Malerei eine große Bedeutung erlangen sollte. Innerhalb von nur sechs Jahren seit seines ersten öffentlichen Auftritts bewies Kosárek, der sich der so sehr erträumten künstlerischen Laufbahn nur dank der Unterstützung des Prager Erzbischofs Friedrich Josef Schwarzenberg widmen konnte, ein landschaftsmalerisches Werk zu schaffen im Stande war, dessen Weiterentwicklung der vorzeitige Tod des Malers beendete. Das Bild Ein Sommertag – Gegend bei Königinhof stellt ein wichtiges Bindungsglied zur Erkenntnis des Schaffens von Kosárek um die Jahre 1853 und 1854 dar. Der junge, erst vierundzwanzigjährige Maler, stellte dieses mehr als 150 Jahre verschollene Bild bei der Jahresausstellung des Kunstvereins für Böhmen im Jahr 1854 zusammen mit zwei weiteren Bildern aus – Im Walde und Motiv aus der Gegend bei Pardubitz. Obwohl das Bild in den zeitgenössischen Kritiken nicht beschrieben wurde, können wir das Bild durch einen Vergleich mit Kosáreks Schaffen aus den Jahren 1853 und 1854 mit dem genannten Werk überzeugend identifizieren. Beim Vergleich mit dem um ein Jahr älteren Bild Abenddämmerung ist bereits ein großes Weiterkommen bei Kosáreks Maler- und Kompositionsfähigkeiten erkenntlich. Er wiederholt zwar noch einmal das Motiv der Kiefern, aber gleichzeitig sehen wir eine Verschiebung zur Monumentalisierung der Landschaft, die er gerade bei den Bildern Ein Sommertag – Gegend bei Königinhof und Motiv aus der Gegend bei Pardubitz zum ersten Mal in der breiten Landschaftsdarstellung öffnete. Gerade mit dem Motiv aus der Gegend bei Pardubitz hat dieses Bild am meisten gemeinsam. Die übereinstimmend aufgefasste Komposition, der identische Aufbau des ersten Plans, die malerisch übereinstimmend gelösten Details oder das identische Verstehen der Aufgabe des Lichts für die Modellierung der Landschaft verweisen auf die zeitgenössische Gegenwart beider Werke.

Katalogergänzung/Salesroom Notice:
wir danken Dr. Michael Simek,Dorotheum Prag, für die wissenschaftliche Unterstützung.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 23.10.2014 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 11.10. - 23.10.2014


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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