Lot Nr. 111


Bernardo Strozzi Werkstatt


Bernardo Strozzi Werkstatt - Meisterzeichnungen und Druckgraphik bis 1900, Aquarelle, Miniaturen

(1581-1644) Le tre Parche (Die drei Parzen), Feder in Braun, braun und grau laviert, mit Weißhöhungen, auf grundiertem Papier, 20,5 x 23,3 cm, auf Unterlage kaschiert, Passep., o. R., (Sch)

Provenienz: Europäische Privatsammlung.

Vergleichende Literatur: Luisa Mortari, Bernardo Strozzi, Rom 1995, Kat. 453, 455, 456, 67 v., Abb. S. 50, 181-182, 225.

Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich vermutlich um eine Vorzeichnung oder einen "ricordo" für das Gemälde "Le tre Parche" in der Sammlung Bononmi, Mailand (vgl. Mortari 1995, Kat. 453, Abb. S. 50, 181-82; Öl auf Leinwand, 144 x 130 cm). Dargestellt sind die drei Schicksalsgöttinnen des menschlichen Lebens: die erste, Klotho, spinnt den Lebensfaden, die zweite, Lachesis, verwebt ihn, während die dritte, Atropos, die Unabwendbare, ihn durchschneidet und damit das Lebensende des Menschen bestimmt. Sie werden mit ihren Attributen Spindel und Rocken, Losstäbchen und Schere dargestellt. Mortari (1995) nennt neben dem Gemälde in Mailand zwei weitere Versionen in London (Sammlung Heim, Öl auf Leinwand, 140 x 167 cm, Kat. 455) und Mailand (Privatsammlung, Öl auf Leinwand, 130 x 144 cm, Kat. 456). Aufgrund der groben und naturalistischen Darstellungsweise der Figuren sowie der dunklen Palette, datiert Mortari die Gemälde um das Jahr 1635 bzw. die ersten Jahre seiner ersten venezianischen Periode. Strozzi hatte sich sichtlich mehrere Male mit der Komposition des Themas auseinandergesetzt. Es ist also wahrscheinlich, dass er, um das Thema eines Entwurfs festzuhalten, nicht nur Detailstudien sondern auch einen "ricordo" nach dem Gemälde anfertigte, auf den er für spätere Versionen zurückgreifen kontte. Es könnte sich daher bei unserer Zeichnung um einen solchen "ricordo" handeln. Die Lichtführung in dem Gemälde wurde durch Weißhöhungen angedeutet, die dunklen Partien und Schatten in grauer Lavierung angelegt. Es ist bisher nur eine Detailstudie zu dem Gemälde mit dem Kopf der Atropos bekannt (Mortari 1995, Kat. 67 v.), die sich in Rotterdam, Museum Boymans-van

Provenienz: Europäische Privatsammlung. Vergleichende Literatur: Luisa Mortari, Bernardo Strozzi, Rom 1995, Kat. 453, 455, 456, 67 v., Abb. S. 50, 181-182, 225. Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich vermutlich um eine Vorzeichnung oder einen "ri

Expertin: Mag. Astrid-Christina Schierz Mag. Astrid-Christina Schierz
+43-1-515 60-546

astrid.schierz@dorotheum.at

28.04.2014 - 17:00

Schätzwert:
EUR 3.000,- bis EUR 4.000,-

Bernardo Strozzi Werkstatt


(1581-1644) Le tre Parche (Die drei Parzen), Feder in Braun, braun und grau laviert, mit Weißhöhungen, auf grundiertem Papier, 20,5 x 23,3 cm, auf Unterlage kaschiert, Passep., o. R., (Sch)

Provenienz: Europäische Privatsammlung.

Vergleichende Literatur: Luisa Mortari, Bernardo Strozzi, Rom 1995, Kat. 453, 455, 456, 67 v., Abb. S. 50, 181-182, 225.

Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich vermutlich um eine Vorzeichnung oder einen "ricordo" für das Gemälde "Le tre Parche" in der Sammlung Bononmi, Mailand (vgl. Mortari 1995, Kat. 453, Abb. S. 50, 181-82; Öl auf Leinwand, 144 x 130 cm). Dargestellt sind die drei Schicksalsgöttinnen des menschlichen Lebens: die erste, Klotho, spinnt den Lebensfaden, die zweite, Lachesis, verwebt ihn, während die dritte, Atropos, die Unabwendbare, ihn durchschneidet und damit das Lebensende des Menschen bestimmt. Sie werden mit ihren Attributen Spindel und Rocken, Losstäbchen und Schere dargestellt. Mortari (1995) nennt neben dem Gemälde in Mailand zwei weitere Versionen in London (Sammlung Heim, Öl auf Leinwand, 140 x 167 cm, Kat. 455) und Mailand (Privatsammlung, Öl auf Leinwand, 130 x 144 cm, Kat. 456). Aufgrund der groben und naturalistischen Darstellungsweise der Figuren sowie der dunklen Palette, datiert Mortari die Gemälde um das Jahr 1635 bzw. die ersten Jahre seiner ersten venezianischen Periode. Strozzi hatte sich sichtlich mehrere Male mit der Komposition des Themas auseinandergesetzt. Es ist also wahrscheinlich, dass er, um das Thema eines Entwurfs festzuhalten, nicht nur Detailstudien sondern auch einen "ricordo" nach dem Gemälde anfertigte, auf den er für spätere Versionen zurückgreifen kontte. Es könnte sich daher bei unserer Zeichnung um einen solchen "ricordo" handeln. Die Lichtführung in dem Gemälde wurde durch Weißhöhungen angedeutet, die dunklen Partien und Schatten in grauer Lavierung angelegt. Es ist bisher nur eine Detailstudie zu dem Gemälde mit dem Kopf der Atropos bekannt (Mortari 1995, Kat. 67 v.), die sich in Rotterdam, Museum Boymans-van

Provenienz: Europäische Privatsammlung. Vergleichende Literatur: Luisa Mortari, Bernardo Strozzi, Rom 1995, Kat. 453, 455, 456, 67 v., Abb. S. 50, 181-182, 225. Bei der vorliegenden Zeichnung handelt es sich vermutlich um eine Vorzeichnung oder einen "ri

Expertin: Mag. Astrid-Christina Schierz Mag. Astrid-Christina Schierz
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astrid.schierz@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Meisterzeichnungen und Druckgraphik bis 1900, Aquarelle, Miniaturen
Datum: 28.04.2014 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 18.04. - 28.04.2014