Lot Nr. 1505


Josef Albers *


Josef Albers * - Zeitgenössische Kunst

(Bottrop 1888–1976 New Haven) Homage to the Square: “Spring In”, monogrammiert, datiert A62, rückseitig betitelt, signiert, datiert Albers 1962, sowie mit Angaben der verwendeten Materialien bzw. Farben, Öl auf Masonite, 60 x 60 cm, gerahmt, (PP)

Das Werk ist bei der Josef und Anni Albers Foundation unter der Nr. #1962.1.88 registriert und wird in den sich in Vorbereitung befindenden Catalogue raisonné of paintings by Josef Albers, durch die Foundation aufgenommen (Brief von Nicholas Fox Weber, 25. April 2009, Josef und Anni Albers Foundation liegt vor)

Provenienz:
Sidney Janis Gallery, New York
Privatsammlung, Italien

Ausstellung:
Josef Albers: The American Years, The Washington Gallery of Modern Art, Washington, Oktober - Dezember 1965 (rückseitig Aufkleber)

Das vorliegende Werk Homage to the Square: Spring in von Josef Albers ist eines seiner Werke, der berühmten Serie Homage to the Square (Huldigung an das Quadrat). Josef Albers absolvierte u.A. ein Studium am Bauhaus in Weimar, an welchem er ab 1923 pädagogisch tätig war. 1933 wird dieses von den Nationalsozialisten geschlossen; in Folge wird ihm eine Stelle am Black Mountain College in Ashville in North Carolina angeboten, was für ihn Anlass zum Umzug in die USA wird. Dieser markiert den Beginn eines neuen Abschnitts im Werk Josef Albers‘. Er beginnt den wechselseitigen Effekt von Kolorit, Form, Linie und Fläche auszutesten, unter Einbeziehung der Subjektivität optischer Wahrnehmung. Sein Ziel ist es, die Bilder von jedem Betrachter durch dessen individuelle Wahrnehmung neu erschaffen zu lassen. Der Hauptakteur in diesem Geschehen ist die Farbe mit ihrer Eigensprachlichkeit. Josef Albers spielt mit der Interaktion von Farbe in unterschiedlichen Zusammenstellungen und ihrer Veränderung in der Wirkung. Dazu hat er den Text Interaction of Color verfasst, eine bemerkenswerte Darstellung seiner Farbtheorie. Seine Intention war es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Farben je nach Zusammensetzung in der Wahrnehmung ähnlich werden können oder ein und dieselbe Farbe von Grund auf anders werden kann. Die Grundfläche der Bilder seiner Serie „Homage to the Square“ verstand er als Präsentierfläche für Farbe. Eine neutrale Form, die nichts zeigen sollte von Erfahrung in Bezug auf Geschichte oder Örtlichkeit, sondern für die Farbe eine Bühne sein sollte, wo sie für sich selbst sprechen konnte. Alle Bilder bestehen aus drei oder vier ineinander gesetzten Quadraten in unterschiedlichen Farben. Durch genaue mathematische Formatberechnung entsteht eine flache und dreidimensionale Wirkung gleichermaßen. Eine rein konzentrische Anordnung würde nicht dieselbe Spannung evozieren. Die Arbeiten werden so zu Ikonen, die zu Meditation animieren. Diese Idee hatte für Josef Albers einen hohen Stellenwert, denn er war selbst großer Ikonen-Sammler und Verehrer von Objekten mit der Eigenschaft, zu Meditation anzuregen. Inspiration zur Serie war die Architektur Mittelamerikas, welche er auf vielen Reisen studierte und in Collagen aus Postkarten und Fotographien dokumentierte. In diesen sind treppenartige Formen zu sehen, Formen innerhalb von Formen, zurückweichende und uns zugekehrte, Licht und Schatten. Der Kunst alter Kulturen entnahm Josef Albers die Vorstellung, wie viel in einfachen, regelmäßigen Formen zu entdecken ist. Zu den bedeutenden Schülern von Josef Albers zählen Cy Twombly, John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Kenneth Noland. (Nicholas Fox Weber, in Rosemarie Schwarzwälder (Hg.): Kulturen, Wien 1990.)

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at

16.05.2013 - 19:00

Erzielter Preis: **
EUR 244.300,-
Schätzwert:
EUR 160.000,- bis EUR 220.000,-

Josef Albers *


(Bottrop 1888–1976 New Haven) Homage to the Square: “Spring In”, monogrammiert, datiert A62, rückseitig betitelt, signiert, datiert Albers 1962, sowie mit Angaben der verwendeten Materialien bzw. Farben, Öl auf Masonite, 60 x 60 cm, gerahmt, (PP)

Das Werk ist bei der Josef und Anni Albers Foundation unter der Nr. #1962.1.88 registriert und wird in den sich in Vorbereitung befindenden Catalogue raisonné of paintings by Josef Albers, durch die Foundation aufgenommen (Brief von Nicholas Fox Weber, 25. April 2009, Josef und Anni Albers Foundation liegt vor)

Provenienz:
Sidney Janis Gallery, New York
Privatsammlung, Italien

Ausstellung:
Josef Albers: The American Years, The Washington Gallery of Modern Art, Washington, Oktober - Dezember 1965 (rückseitig Aufkleber)

Das vorliegende Werk Homage to the Square: Spring in von Josef Albers ist eines seiner Werke, der berühmten Serie Homage to the Square (Huldigung an das Quadrat). Josef Albers absolvierte u.A. ein Studium am Bauhaus in Weimar, an welchem er ab 1923 pädagogisch tätig war. 1933 wird dieses von den Nationalsozialisten geschlossen; in Folge wird ihm eine Stelle am Black Mountain College in Ashville in North Carolina angeboten, was für ihn Anlass zum Umzug in die USA wird. Dieser markiert den Beginn eines neuen Abschnitts im Werk Josef Albers‘. Er beginnt den wechselseitigen Effekt von Kolorit, Form, Linie und Fläche auszutesten, unter Einbeziehung der Subjektivität optischer Wahrnehmung. Sein Ziel ist es, die Bilder von jedem Betrachter durch dessen individuelle Wahrnehmung neu erschaffen zu lassen. Der Hauptakteur in diesem Geschehen ist die Farbe mit ihrer Eigensprachlichkeit. Josef Albers spielt mit der Interaktion von Farbe in unterschiedlichen Zusammenstellungen und ihrer Veränderung in der Wirkung. Dazu hat er den Text Interaction of Color verfasst, eine bemerkenswerte Darstellung seiner Farbtheorie. Seine Intention war es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Farben je nach Zusammensetzung in der Wahrnehmung ähnlich werden können oder ein und dieselbe Farbe von Grund auf anders werden kann. Die Grundfläche der Bilder seiner Serie „Homage to the Square“ verstand er als Präsentierfläche für Farbe. Eine neutrale Form, die nichts zeigen sollte von Erfahrung in Bezug auf Geschichte oder Örtlichkeit, sondern für die Farbe eine Bühne sein sollte, wo sie für sich selbst sprechen konnte. Alle Bilder bestehen aus drei oder vier ineinander gesetzten Quadraten in unterschiedlichen Farben. Durch genaue mathematische Formatberechnung entsteht eine flache und dreidimensionale Wirkung gleichermaßen. Eine rein konzentrische Anordnung würde nicht dieselbe Spannung evozieren. Die Arbeiten werden so zu Ikonen, die zu Meditation animieren. Diese Idee hatte für Josef Albers einen hohen Stellenwert, denn er war selbst großer Ikonen-Sammler und Verehrer von Objekten mit der Eigenschaft, zu Meditation anzuregen. Inspiration zur Serie war die Architektur Mittelamerikas, welche er auf vielen Reisen studierte und in Collagen aus Postkarten und Fotographien dokumentierte. In diesen sind treppenartige Formen zu sehen, Formen innerhalb von Formen, zurückweichende und uns zugekehrte, Licht und Schatten. Der Kunst alter Kulturen entnahm Josef Albers die Vorstellung, wie viel in einfachen, regelmäßigen Formen zu entdecken ist. Zu den bedeutenden Schülern von Josef Albers zählen Cy Twombly, John Cage, Robert Rauschenberg, Donald Judd und Kenneth Noland. (Nicholas Fox Weber, in Rosemarie Schwarzwälder (Hg.): Kulturen, Wien 1990.)

Expertin: Mag. Patricia Pálffy Mag. Patricia Pálffy
+43-1-515 60-386

patricia.palffy@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst
Datum: 16.05.2013 - 19:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 04.05. - 16.05.2013


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.