Lot Nr. 652


Carlo Magini


Carlo Magini - Alte Meister

(Fano 1720–1806)
Schinken auf einem Teller, Brot, Früchte, eine erloschene Kerze und Tonkrüge auf einem Tisch;
Salami auf einem Teller, Wein, eine Orange und Tongefäße auf weißem Tischtuch,
Öl auf Leinwand, je 48 x 64 cm, gerahmt (2)

In den vorliegenden Gemälden zeigt sich die in Stillleben Carlo Maginis charakteristische scheinbar willkürliche Anordnung von alltäglichen und einfachen Küchengegenständen und Speisen. Maginis Oeuvre wurde erstmals in den 1950er Jahren von Roberto Longhi und Zauli Naldi einer umfassenden Analyse unterzogen (vgl. R. Longhi, L. Zauli, „Carlo Magini, pittore di nature morte del sec. XVIII“, in: Paragone, 1954, Heft 5). Seither zählt der Künstler zu den wichtigsten und führenden italienischen Stilllebenmalern des 18. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seinem spanischen Zeitgenossen Luis Meléndez, erhob er die Darstellung einfacher Küchenutensilien und Speisen auf einen Rang, der nur von wenigen Künstlern zuvor erreicht worden war.
In allen seinen Werken setzt der Künstler die Objekte und Speisen raffiniert und sorgsam in Relation zueinander, so dass die Verschiedenartigkeit der Oberflächen und Texturen ebenso hervorgehoben wird, wie das Spiel des Lichtes auf den Gegenständen. Das Licht ist in Werken Maginis häufig, wie auch in den vorliegenden Gemälden, klar und hell genug, um die einzelnen Objekte deutlich abzugrenzen, gleichzeitig aber nicht zu intensiv, sodass keines davon seine dreidimensionale Qualität verliert.
Zahlreiche Elemente in den vorliegenden Stillleben sind auch aus anderen Arbeiten Maginis bekannt, so dass angenommen werden kann, dass der Künstler gewisse Gegenstände in seiner Werkstatt behielt und sie für seine Kompositionen verschiedenartig kombinierte und anordnete. Sein Repertoire an Objekten war nicht besonders groß, aber die Kombination derselben lieferte ihm schier unbegrenzte kompositorische Möglichkeiten.
Geboren in Fano bereiste Magini im Laufe seines Schaffens ganz Italien, dokumentiert sind seine Aufenthalte in Perugia, Rom, Bologna, Venedig, Florenz, Pesaro und Urbino. Seine Arbeiten befinden sich unter anderem heute in Sammlungen in Forlì, Bergamo, Faenza und München.

17.04.2013 - 18:00

Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 60.000,-

Carlo Magini


(Fano 1720–1806)
Schinken auf einem Teller, Brot, Früchte, eine erloschene Kerze und Tonkrüge auf einem Tisch;
Salami auf einem Teller, Wein, eine Orange und Tongefäße auf weißem Tischtuch,
Öl auf Leinwand, je 48 x 64 cm, gerahmt (2)

In den vorliegenden Gemälden zeigt sich die in Stillleben Carlo Maginis charakteristische scheinbar willkürliche Anordnung von alltäglichen und einfachen Küchengegenständen und Speisen. Maginis Oeuvre wurde erstmals in den 1950er Jahren von Roberto Longhi und Zauli Naldi einer umfassenden Analyse unterzogen (vgl. R. Longhi, L. Zauli, „Carlo Magini, pittore di nature morte del sec. XVIII“, in: Paragone, 1954, Heft 5). Seither zählt der Künstler zu den wichtigsten und führenden italienischen Stilllebenmalern des 18. Jahrhunderts. Gemeinsam mit seinem spanischen Zeitgenossen Luis Meléndez, erhob er die Darstellung einfacher Küchenutensilien und Speisen auf einen Rang, der nur von wenigen Künstlern zuvor erreicht worden war.
In allen seinen Werken setzt der Künstler die Objekte und Speisen raffiniert und sorgsam in Relation zueinander, so dass die Verschiedenartigkeit der Oberflächen und Texturen ebenso hervorgehoben wird, wie das Spiel des Lichtes auf den Gegenständen. Das Licht ist in Werken Maginis häufig, wie auch in den vorliegenden Gemälden, klar und hell genug, um die einzelnen Objekte deutlich abzugrenzen, gleichzeitig aber nicht zu intensiv, sodass keines davon seine dreidimensionale Qualität verliert.
Zahlreiche Elemente in den vorliegenden Stillleben sind auch aus anderen Arbeiten Maginis bekannt, so dass angenommen werden kann, dass der Künstler gewisse Gegenstände in seiner Werkstatt behielt und sie für seine Kompositionen verschiedenartig kombinierte und anordnete. Sein Repertoire an Objekten war nicht besonders groß, aber die Kombination derselben lieferte ihm schier unbegrenzte kompositorische Möglichkeiten.
Geboren in Fano bereiste Magini im Laufe seines Schaffens ganz Italien, dokumentiert sind seine Aufenthalte in Perugia, Rom, Bologna, Venedig, Florenz, Pesaro und Urbino. Seine Arbeiten befinden sich unter anderem heute in Sammlungen in Forlì, Bergamo, Faenza und München.


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 17.04.2013 - 18:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 06.04. - 17.04.2013