Lot Nr. 56


Teppich aus der Villa Primavesi in Hinterbrühl oder dem Primavesi Appartment in Wien


, Entwurf Maria Likarz-Strausszugeschrieben, Wien um 1925, Wolle, handgewebt, 340 x 240 cm. (DRAX)

Provenienz:
Sigmund und Mary Primavesi - Erbschaft durch Tod von Mary Primavesi 1949 - ununterbrochener Familienbesitz bis 2018

Lit.:
umfangreiches Kovolut an Familiendokumenten wie Geburts-und Sterbeurkunden, Besitz- und Verlassenschaftsprotokollen, Rechnungen und Fotografien zu Sigmund und Mary (Maria) Primavesi sowie weiteren Mitgliedern der Familie Primavesi. Vergleiche Entwürfe von Maria Likarz-Strauss im MAK-Archiv in: Ch. Thun-Hohenstein - A. Völker, Die unbekannte Wiener Werkstätte. Stickereien und Spitzen 1906 bis 1930, Wien 2017, p. 122 Maria Likarz (1893-1971) arbeitete schon während ihres Studiums bei Josef Hoffmann an der Kunstgewerbeschule für die Wiener Werkstätte, deren Mitarbeiterin sie - mit einer Unterbrechung auf Burg Giebichenstein 1916 bis 1920 Design First 19

Sigmund Primavesi wurde 1852 in die weit verzweigte Familie der Industriellen und Bankiers Primavesi geboren, die ihren Stammsitz im mährischen Olmütz hatte. Der war ein Verwandter von Otto Primavesi, dem großen Mäzen und Financier der von Josef Hoffmann und Koloman Moser 1903 gegründeten Wiener Werkstätte. Nach dem Weggang von deren ersten Financier Fritz Wärrndorfer übernahm Otto 1915 gemeinsam mit seiner Frau Mäda die Geschicke es vor dem Bankrott stehenden Unternehmen. Beide führten es bis 1926 mit äußerstem Engagement weiter. Otto, aber auch andere Mitglieder der Primavesi-Familie waren mit den wichtigsten Künstlern der Zeit befreundet und insbesondere große Förderer von Josef Hoffmann und Gustav Klimt.
1922 heiratete Sigmund Primavesi Maria (Mary), auf die nach seinem Tod 1938 sein Besitz überging. Im Verlassenschaft-Protokoll nach Mary vom 23.09.1949 wird unter anderem der 511 2/3 %-Anteil an den, damals von Leihgabe im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie befindlichen Entwürfen von Gustav Klimt zum Wandfries am Palais Stoclet in Brüssel aufgelistet. Sie sind heute im Besitz des MAK.
Mary Primavesi starb 1949 kinderlos und ihr Erbe wurde auf fünf Mitglieder ihrer Familie aufgeteilt.

27.03.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 12.000,- bis EUR 18.000,-

Teppich aus der Villa Primavesi in Hinterbrühl oder dem Primavesi Appartment in Wien


, Entwurf Maria Likarz-Strausszugeschrieben, Wien um 1925, Wolle, handgewebt, 340 x 240 cm. (DRAX)

Provenienz:
Sigmund und Mary Primavesi - Erbschaft durch Tod von Mary Primavesi 1949 - ununterbrochener Familienbesitz bis 2018

Lit.:
umfangreiches Kovolut an Familiendokumenten wie Geburts-und Sterbeurkunden, Besitz- und Verlassenschaftsprotokollen, Rechnungen und Fotografien zu Sigmund und Mary (Maria) Primavesi sowie weiteren Mitgliedern der Familie Primavesi. Vergleiche Entwürfe von Maria Likarz-Strauss im MAK-Archiv in: Ch. Thun-Hohenstein - A. Völker, Die unbekannte Wiener Werkstätte. Stickereien und Spitzen 1906 bis 1930, Wien 2017, p. 122 Maria Likarz (1893-1971) arbeitete schon während ihres Studiums bei Josef Hoffmann an der Kunstgewerbeschule für die Wiener Werkstätte, deren Mitarbeiterin sie - mit einer Unterbrechung auf Burg Giebichenstein 1916 bis 1920 Design First 19

Sigmund Primavesi wurde 1852 in die weit verzweigte Familie der Industriellen und Bankiers Primavesi geboren, die ihren Stammsitz im mährischen Olmütz hatte. Der war ein Verwandter von Otto Primavesi, dem großen Mäzen und Financier der von Josef Hoffmann und Koloman Moser 1903 gegründeten Wiener Werkstätte. Nach dem Weggang von deren ersten Financier Fritz Wärrndorfer übernahm Otto 1915 gemeinsam mit seiner Frau Mäda die Geschicke es vor dem Bankrott stehenden Unternehmen. Beide führten es bis 1926 mit äußerstem Engagement weiter. Otto, aber auch andere Mitglieder der Primavesi-Familie waren mit den wichtigsten Künstlern der Zeit befreundet und insbesondere große Förderer von Josef Hoffmann und Gustav Klimt.
1922 heiratete Sigmund Primavesi Maria (Mary), auf die nach seinem Tod 1938 sein Besitz überging. Im Verlassenschaft-Protokoll nach Mary vom 23.09.1949 wird unter anderem der 511 2/3 %-Anteil an den, damals von Leihgabe im Österreichischen Museum für Kunst und Industrie befindlichen Entwürfen von Gustav Klimt zum Wandfries am Palais Stoclet in Brüssel aufgelistet. Sie sind heute im Besitz des MAK.
Mary Primavesi starb 1949 kinderlos und ihr Erbe wurde auf fünf Mitglieder ihrer Familie aufgeteilt.


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Design First
Datum: 27.03.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 19.03. - 27.03.2019