Lot Nr. 1


Tekke Khaly Fragment,


Westturkestan, ca. 201 x 115 cm, 17./18. Jh; As2, V 35, H 65 = ca. 2.275 Kn/qdm; Das stark in Mitleidenschaft gezogene Fragment eines einstigen Hauptteppichs mit ursprünglichen 4 x 10 Tekke-Güls und Tschemtsche-Sekundärmotiven ist eines der ältesten Stücke in dieser Sammlung. Die Besonderheit an diesem Teppich liegt bei der weißgrundigen Hauptbordüre, welche bei Tekke-Khalys wohl einmalig ist. An den Schmalseiten finden sich stark stilisierte Ranken aus Lotusblüten und Lanzettblättern, welche in verschiedenen Varianten auch bei den Teppichen der "Adler"-Gruppen anzutreffen sind - verglichen mit dem bekannten "Pfadschbacher"-Teppich, jedoch hier in noch archaischer Form. Für die Darstellung einer Hochzeitskarawane mit Kamelen und je einem Jungtier an der Längsborte ist uns kein Vergleichsstück bekannt! Der Teppich wurde in der Mitte vertikal geschnitten und mit einer fehlenden Gülreihe, mustermäßig wieder zusammengefügt. Mit kahlen Flor- und einigen mit Leinenstoff unterlegten Fehlstellen ist das Stück auch ringsum reduziert. Dennoch handelt es sich hier um ein sehr seltenes Fragment und Forschungsobjekt, welches noch für viel Diskussionsstoff sorgen sollte.

weiterführende Lit.:
Rautenstengel/Azadi, Studien zur Teppichkultur der Turkmenen, Abb.: 60.

Experte: Wolfgang Matschek Wolfgang Matschek
+43-1-515 60-271, -314

Wolfgang.Matschek@dorotheum.at

09.04.2019 - 16:00

Schätzwert:
EUR 2.400,- bis EUR 3.200,-
Rufpreis:
EUR 1.800,-

Tekke Khaly Fragment,


Westturkestan, ca. 201 x 115 cm, 17./18. Jh; As2, V 35, H 65 = ca. 2.275 Kn/qdm; Das stark in Mitleidenschaft gezogene Fragment eines einstigen Hauptteppichs mit ursprünglichen 4 x 10 Tekke-Güls und Tschemtsche-Sekundärmotiven ist eines der ältesten Stücke in dieser Sammlung. Die Besonderheit an diesem Teppich liegt bei der weißgrundigen Hauptbordüre, welche bei Tekke-Khalys wohl einmalig ist. An den Schmalseiten finden sich stark stilisierte Ranken aus Lotusblüten und Lanzettblättern, welche in verschiedenen Varianten auch bei den Teppichen der "Adler"-Gruppen anzutreffen sind - verglichen mit dem bekannten "Pfadschbacher"-Teppich, jedoch hier in noch archaischer Form. Für die Darstellung einer Hochzeitskarawane mit Kamelen und je einem Jungtier an der Längsborte ist uns kein Vergleichsstück bekannt! Der Teppich wurde in der Mitte vertikal geschnitten und mit einer fehlenden Gülreihe, mustermäßig wieder zusammengefügt. Mit kahlen Flor- und einigen mit Leinenstoff unterlegten Fehlstellen ist das Stück auch ringsum reduziert. Dennoch handelt es sich hier um ein sehr seltenes Fragment und Forschungsobjekt, welches noch für viel Diskussionsstoff sorgen sollte.

weiterführende Lit.:
Rautenstengel/Azadi, Studien zur Teppichkultur der Turkmenen, Abb.: 60.

Experte: Wolfgang Matschek Wolfgang Matschek
+43-1-515 60-271, -314

Wolfgang.Matschek@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Turkmenische Teppiche - eine Sammlung aus Schleswig-Holstein
Datum: 09.04.2019 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 03.04. - 09.04.2019