Lot Nr. 86


Tekke Khaly,


Westturkestan, ca. 226 x 200 cm, 17. Jh.; Der frühe Hauptteppich mit braunrotem Fond und fünf horizontalen Reihen von je zehn Tekke-Güls, feingliedrigen "Kurbaghe"-Nebengüls und den sternbelegten Oktogonen, zählt zeichnerisch und farbtechnisch zu den besten überlieferten Stücken dieser Gruppe. Hat sich im Laufe der Jahrhunderte das stammestypische Tekke-Gül nicht merklich verändert, gilt hier das besondere Augenmerk auf die ungewöhnliche Bordüre mit den achteckigen "Schelpe"-Güls und deren Zwischenornamenten. Die Schelpe-Motive sind hier nur mit einem wuchtigen, achtstrahligen Stern bemustert, entgegen der ansonsten vier Kleineren. Uns sind nur zwei weitere Teppiche mit ähnlichen Borten bekannt. Ein Fragment wurde anlässlich der Sotheby's Auktion in der Thompson Sammlung versteigert. Ein weiterer Teppich mit fast identer Bordüre ist bei "Wie Blumen in der Wüste" publiziert, wo dieses Schelpe-Gül mit dem Einzelstern, auch später als Logo für die 7. ICOC (International Conference on Oriental Carpets) übernommen wurde. Der Khaly ist trotz seines hohen Alters in gutem Zustand mit, eher nach oben hin, leichten Gebrauchsspuren und neu umwickelten Seitenkanten. Es sind weiters keine nennenswerten Reparaturen auszumachen. Beide Enden knapp reduziert und noch mit geringen Kelimresten am linken unteren Ende präsent.

weiterführende Lit.:
Auction catalogue Sotheby's 1993, Rugs and Carpets, Turkmen and Antique Carpets from the collection of Dr. and Mrs. Jon Thompson, Lot 12; Katalog zur Ausstellung der 7. ICOC im Hamburgischen Museum für Völkerkunde, Wie Blumen in der Wüste, No 20.

Experte: Wolfgang Matschek Wolfgang Matschek
+43-1-515 60-314

teppiche@dorotheum.at

09.04.2019 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 12.500,-
Schätzwert:
EUR 15.000,- bis EUR 20.000,-
Rufpreis:
EUR 8.000,-

Tekke Khaly,


Westturkestan, ca. 226 x 200 cm, 17. Jh.; Der frühe Hauptteppich mit braunrotem Fond und fünf horizontalen Reihen von je zehn Tekke-Güls, feingliedrigen "Kurbaghe"-Nebengüls und den sternbelegten Oktogonen, zählt zeichnerisch und farbtechnisch zu den besten überlieferten Stücken dieser Gruppe. Hat sich im Laufe der Jahrhunderte das stammestypische Tekke-Gül nicht merklich verändert, gilt hier das besondere Augenmerk auf die ungewöhnliche Bordüre mit den achteckigen "Schelpe"-Güls und deren Zwischenornamenten. Die Schelpe-Motive sind hier nur mit einem wuchtigen, achtstrahligen Stern bemustert, entgegen der ansonsten vier Kleineren. Uns sind nur zwei weitere Teppiche mit ähnlichen Borten bekannt. Ein Fragment wurde anlässlich der Sotheby's Auktion in der Thompson Sammlung versteigert. Ein weiterer Teppich mit fast identer Bordüre ist bei "Wie Blumen in der Wüste" publiziert, wo dieses Schelpe-Gül mit dem Einzelstern, auch später als Logo für die 7. ICOC (International Conference on Oriental Carpets) übernommen wurde. Der Khaly ist trotz seines hohen Alters in gutem Zustand mit, eher nach oben hin, leichten Gebrauchsspuren und neu umwickelten Seitenkanten. Es sind weiters keine nennenswerten Reparaturen auszumachen. Beide Enden knapp reduziert und noch mit geringen Kelimresten am linken unteren Ende präsent.

weiterführende Lit.:
Auction catalogue Sotheby's 1993, Rugs and Carpets, Turkmen and Antique Carpets from the collection of Dr. and Mrs. Jon Thompson, Lot 12; Katalog zur Ausstellung der 7. ICOC im Hamburgischen Museum für Völkerkunde, Wie Blumen in der Wüste, No 20.

Experte: Wolfgang Matschek Wolfgang Matschek
+43-1-515 60-314

teppiche@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Turkmenische Teppiche - eine Sammlung aus Schleswig-Holstein
Datum: 09.04.2019 - 16:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 03.04. - 09.04.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.