Lot Nr. 75


Fausto Zonaro Kopie


(1854–1929)
“La Coda del Diavolo”, nach dem derzeit verschollenen, gleichnamigen Gemälde von Fausto Zonaro, signiert R. Conegliano, Öl auf Leinwand, 81,5 x 129 cm, gerahmt, (W)

Provenienz:
Galerie Stern, Düsseldorf, 18. März 1933, Los 100;
Privatsammlung Deutschland.

Vergleiche:
Rodolfo Falchi, Ubaldo Spigno, Le tre stagioni pittoriche di Fausto Zonaro,
Turin 1993, Abb. 7 und 8.

Wir danken Valerie Wadsworth-Falchi für die wissenschaftliche Unterstützung.

Bei dem vorliegenden Los handelt es sich um eine Kopie nach dem derzeit verschollenen Werk “La Coda del Diavolo” von Fausto Zonaro. Das Original ist in einer schwarz-weiß Fotografie von Elisa Zonaro dokumentiert, es befindet sich im Archiv der Comune di Masi bei Padua, dem Geburtsort Zonaros. Das Gemälde zeigt fröhlich beschwingte Mädchen im adretten Sommergewand wohl bei einem beliebten Fangenspiel, dessen Herausforderung darin besteht, dass die erste Person die letzte möglichst rasch fangen soll ohne ein Loch in die Menschenschlange zu reißen. Das Spektakel wird von zwei Knaben beobachtet. Es handelt sich um das Gegenstück zu Zonaros Werk „Nach dem Spiel“ oder „Dopo il gioco“, das am 20. April 2010, Los 82 erfolgreich im Dorotheum versteigt wurde. In diesem haben sich die Mädchen nach anstrengendem Spiel in der Wiese liegend ausgestreckt.
Fausto Zonaro dürfte diese 1886 und 1887 entstandenen Werke sehr geschätzt haben, denn er nahm sie nach Konstantinopel mit und behielt sie für seinen 19-jährigen Aufenthalt bei sich in seinem Wohnhaus. Sie sind auch in seiner letzten dortigen Ausstellung 1908-1909 gelistet. Nach der Rückkehr nach Italien waren die Kisten, die einen Teil seiner Gemälde beinhalteten am Hafen von Neapel tagelang dem Regen ausgesetzt. Dies hatte zur Folge, dass die Bilder teilweise irreparabel zerstört wurden. Eine dieser Kisten aber könnte auch das Original “La Coda del Diavolo” enthalten haben. Es besteht aber noch die Hoffnung, dass es wieder aufgefunden wird, wie es bei dem Pendant „Dopo il gioco“ glücklicherweise der Fall war.
Im vorliegenden Bild reduziert der unbekannte Künstler R. Conegliano die Anzahl der Mädchen in der Reihenfolge von ursprünglich zwölf auf neun, sodass die letzten zwei nicht mehr dargestellt sind. Die Komposition gibt die Dynamik des Fangenspiels wieder und vermittelt die charmante fröhliche Stimmung des Gemäldes.

Expertin: Dr. Christl Wolf Dr. Christl Wolf
+43-1-515 60-377

19c.paintings@dorotheum.at

29.04.2019 - 17:00

Erzielter Preis: **
EUR 7.168,-
Schätzwert:
EUR 7.000,- bis EUR 9.000,-

Fausto Zonaro Kopie


(1854–1929)
“La Coda del Diavolo”, nach dem derzeit verschollenen, gleichnamigen Gemälde von Fausto Zonaro, signiert R. Conegliano, Öl auf Leinwand, 81,5 x 129 cm, gerahmt, (W)

Provenienz:
Galerie Stern, Düsseldorf, 18. März 1933, Los 100;
Privatsammlung Deutschland.

Vergleiche:
Rodolfo Falchi, Ubaldo Spigno, Le tre stagioni pittoriche di Fausto Zonaro,
Turin 1993, Abb. 7 und 8.

Wir danken Valerie Wadsworth-Falchi für die wissenschaftliche Unterstützung.

Bei dem vorliegenden Los handelt es sich um eine Kopie nach dem derzeit verschollenen Werk “La Coda del Diavolo” von Fausto Zonaro. Das Original ist in einer schwarz-weiß Fotografie von Elisa Zonaro dokumentiert, es befindet sich im Archiv der Comune di Masi bei Padua, dem Geburtsort Zonaros. Das Gemälde zeigt fröhlich beschwingte Mädchen im adretten Sommergewand wohl bei einem beliebten Fangenspiel, dessen Herausforderung darin besteht, dass die erste Person die letzte möglichst rasch fangen soll ohne ein Loch in die Menschenschlange zu reißen. Das Spektakel wird von zwei Knaben beobachtet. Es handelt sich um das Gegenstück zu Zonaros Werk „Nach dem Spiel“ oder „Dopo il gioco“, das am 20. April 2010, Los 82 erfolgreich im Dorotheum versteigt wurde. In diesem haben sich die Mädchen nach anstrengendem Spiel in der Wiese liegend ausgestreckt.
Fausto Zonaro dürfte diese 1886 und 1887 entstandenen Werke sehr geschätzt haben, denn er nahm sie nach Konstantinopel mit und behielt sie für seinen 19-jährigen Aufenthalt bei sich in seinem Wohnhaus. Sie sind auch in seiner letzten dortigen Ausstellung 1908-1909 gelistet. Nach der Rückkehr nach Italien waren die Kisten, die einen Teil seiner Gemälde beinhalteten am Hafen von Neapel tagelang dem Regen ausgesetzt. Dies hatte zur Folge, dass die Bilder teilweise irreparabel zerstört wurden. Eine dieser Kisten aber könnte auch das Original “La Coda del Diavolo” enthalten haben. Es besteht aber noch die Hoffnung, dass es wieder aufgefunden wird, wie es bei dem Pendant „Dopo il gioco“ glücklicherweise der Fall war.
Im vorliegenden Bild reduziert der unbekannte Künstler R. Conegliano die Anzahl der Mädchen in der Reihenfolge von ursprünglich zwölf auf neun, sodass die letzten zwei nicht mehr dargestellt sind. Die Komposition gibt die Dynamik des Fangenspiels wieder und vermittelt die charmante fröhliche Stimmung des Gemäldes.

Expertin: Dr. Christl Wolf Dr. Christl Wolf
+43-1-515 60-377

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 29.04.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 20.04. - 29.04.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.