Lot Nr. 174


Pavle Paja Jovanovic *


(Vrsac 1859–1957 Wien)
Bildnis des Hutfabrikanten August Hückel (1838–1917), signiert, datiert und bezeichnet P. Joanowitsch Wien 1914, rechts oben geritzt Aug. Hückel, rückseitig bezeichnet August Hückel 1914, 76 Jahre alt,
Öl auf Leinwand, 130 x 94 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Privatbesitz Deutschland.

Wir danken Dr. Petar Petrovic für die Bestätigung der Echtheit anhand eines Fotos.

Pavle Paja Jovanovic, der mitten im Banat geboren wurde, zeigte schon früh großes Interesse für die Malerei und zog schon in jungen Jahren nach Wien. Er studierte von 1877–1880 an der Akademie für bildende Künste Malerei, danach spezialisierte er sich in seinem Studium auf die Historienmalerei, von 1880-1881 bei Leopold Carl Müller. Er unternahm Reisen nach Albanien, Montenegro, Dalmatien, Bosnien und Herzegowina und in seine Heimat Serbien. 1883 stellte er erfolgreich in London aus, wo ihn die „French“ Gallery unter Vertrag nahm. Aufgrund seines finanziellen Erfolgs war es ihm möglich ausgedehnte Reisen durch den Kaukasus und weite Teile des Balkans zu übernehmen. 1893 trat er als korrespondierendes Mitglied der Serbischen königlichen Akademie bei. Ab 1905 widmete er sich vor allem der Porträtmalerei, die deutlich vom akademischen Realismus geprägt ist. Auftraggeber dieser Werke stammten hauptsächlich aus der wohlhabenden Klientel, darunter Bankiers, Industrielle und Vertreter der internationalen politischen, künstlerischen oder kulturellen Elite. Wie auch der Dargestellte im vorliegenden Los. Es zeigt den k. und k. Hutfabrikanten August Hückel (1838-1917), der im Jahr 1868 gemeinsam mit seinen zwei Brüdern Johann (1843-1917) und Carl (1850-1919) den väterlichen Betrieb übernahm. Die Firma J. Hückel’s Söhne war der erste Betrieb, der die nötigen Haarstoffe für die Hutfabrikation selbst herstellte. Im Jahre 1893 wurde die Firma mit dem Titel k. und k. Hof-Hutfabrikant ausgezeichnet. Der Industrielle ist sitzend im Herrenzimmer dargestellt, sodass die Würde des Dargestellten auf besondere Weise zum Ausdruck kommt.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

29.04.2019 - 17:00

Erzielter Preis: **
EUR 20.300,-
Schätzwert:
EUR 12.000,- bis EUR 18.000,-

Pavle Paja Jovanovic *


(Vrsac 1859–1957 Wien)
Bildnis des Hutfabrikanten August Hückel (1838–1917), signiert, datiert und bezeichnet P. Joanowitsch Wien 1914, rechts oben geritzt Aug. Hückel, rückseitig bezeichnet August Hückel 1914, 76 Jahre alt,
Öl auf Leinwand, 130 x 94 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Privatbesitz Deutschland.

Wir danken Dr. Petar Petrovic für die Bestätigung der Echtheit anhand eines Fotos.

Pavle Paja Jovanovic, der mitten im Banat geboren wurde, zeigte schon früh großes Interesse für die Malerei und zog schon in jungen Jahren nach Wien. Er studierte von 1877–1880 an der Akademie für bildende Künste Malerei, danach spezialisierte er sich in seinem Studium auf die Historienmalerei, von 1880-1881 bei Leopold Carl Müller. Er unternahm Reisen nach Albanien, Montenegro, Dalmatien, Bosnien und Herzegowina und in seine Heimat Serbien. 1883 stellte er erfolgreich in London aus, wo ihn die „French“ Gallery unter Vertrag nahm. Aufgrund seines finanziellen Erfolgs war es ihm möglich ausgedehnte Reisen durch den Kaukasus und weite Teile des Balkans zu übernehmen. 1893 trat er als korrespondierendes Mitglied der Serbischen königlichen Akademie bei. Ab 1905 widmete er sich vor allem der Porträtmalerei, die deutlich vom akademischen Realismus geprägt ist. Auftraggeber dieser Werke stammten hauptsächlich aus der wohlhabenden Klientel, darunter Bankiers, Industrielle und Vertreter der internationalen politischen, künstlerischen oder kulturellen Elite. Wie auch der Dargestellte im vorliegenden Los. Es zeigt den k. und k. Hutfabrikanten August Hückel (1838-1917), der im Jahr 1868 gemeinsam mit seinen zwei Brüdern Johann (1843-1917) und Carl (1850-1919) den väterlichen Betrieb übernahm. Die Firma J. Hückel’s Söhne war der erste Betrieb, der die nötigen Haarstoffe für die Hutfabrikation selbst herstellte. Im Jahre 1893 wurde die Firma mit dem Titel k. und k. Hof-Hutfabrikant ausgezeichnet. Der Industrielle ist sitzend im Herrenzimmer dargestellt, sodass die Würde des Dargestellten auf besondere Weise zum Ausdruck kommt.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 29.04.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 20.04. - 29.04.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.