Lot Nr. 386 -


Paul Bril


(Antwerpen 1554–1626 Rom)
Bergige Flusslandschaft mit einem Einsiedler,
Öl auf Leinwand, 77 x 106 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Großbritannien

Wir danken Francesca Cappelletti für die Bestätigung der Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Paul Bril. Sie datiert es um 1595–1598.

Paul Bril wurde in Antwerpen ausgebildet und reiste vor 1582 nach Italien. Sein älterer Bruder Matthijs (um 1550–1583) hatte bereits in Rom Fuß gefasst, wo er von Papst Gregor XIII. mit der Gestaltung von Freskendekorationen im Vatikan beauftragt worden war. Als Bril in Rom eintraf, unterstützte er seinen Bruder dabei. Matthijs verstarb 1583 unerwartet, und sein Bruder übernahm die Leitung der päpstlichen Aufträge sowohl im Vatikan als auch in mehreren Kirchen und Villen in und um Rom. Ab 1590 begann Bril auch für private Auftraggeber zu arbeiten und schuf Kabinettbilder mit Landschaften auf Kupfer oder Holz. Diese frühen Werke zeichnen sich für gewöhnlich durch einen hohen Augenpunkt, steile Felsvorsprünge, miniaturhafte Details und eine stilisierte Farbigkeit aus und knüpfen damit eindeutig an die Antwerpener Landschaftstradition an.

Das vorliegende Gemälde ist typisch für Brils Stil dieser Periode. Bei dem nicht näher identifizierten Thema dürfte es sich entweder um einen in die Wildnis gezogenen Heiligen oder um einen antiken Philosophen handeln, der sich harmonisch in die belebte Landschaft einfügt.

Experte: Damian Brenninkmeyer Damian Brenninkmeyer
+43 1 515 60 403

damian.brenninkmeyer@dorotheum.at

30.04.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 60.000,- bis EUR 80.000,-

Paul Bril


(Antwerpen 1554–1626 Rom)
Bergige Flusslandschaft mit einem Einsiedler,
Öl auf Leinwand, 77 x 106 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Großbritannien

Wir danken Francesca Cappelletti für die Bestätigung der Zuschreibung des vorliegenden Gemäldes an Paul Bril. Sie datiert es um 1595–1598.

Paul Bril wurde in Antwerpen ausgebildet und reiste vor 1582 nach Italien. Sein älterer Bruder Matthijs (um 1550–1583) hatte bereits in Rom Fuß gefasst, wo er von Papst Gregor XIII. mit der Gestaltung von Freskendekorationen im Vatikan beauftragt worden war. Als Bril in Rom eintraf, unterstützte er seinen Bruder dabei. Matthijs verstarb 1583 unerwartet, und sein Bruder übernahm die Leitung der päpstlichen Aufträge sowohl im Vatikan als auch in mehreren Kirchen und Villen in und um Rom. Ab 1590 begann Bril auch für private Auftraggeber zu arbeiten und schuf Kabinettbilder mit Landschaften auf Kupfer oder Holz. Diese frühen Werke zeichnen sich für gewöhnlich durch einen hohen Augenpunkt, steile Felsvorsprünge, miniaturhafte Details und eine stilisierte Farbigkeit aus und knüpfen damit eindeutig an die Antwerpener Landschaftstradition an.

Das vorliegende Gemälde ist typisch für Brils Stil dieser Periode. Bei dem nicht näher identifizierten Thema dürfte es sich entweder um einen in die Wildnis gezogenen Heiligen oder um einen antiken Philosophen handeln, der sich harmonisch in die belebte Landschaft einfügt.

Experte: Damian Brenninkmeyer Damian Brenninkmeyer
+43 1 515 60 403

damian.brenninkmeyer@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
old.masters@dorotheum.at

+43 1 515 60 403
Auktion: Alte Meister
Datum: 30.04.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 20.04. - 30.04.2019