Lot Nr. 1470


Große Imperiale Vase mit dem Porträt "König Friedrich Wilhelm III. von Preussen",


Porzellan, Wandung mit preußisch blauem Fond, breitem goldenen Öffnungsrand, Bordüre mit glanzgoldenen Dekoren auf mattgoldenem Band, Schulter mit mattgoldenem Lanzettfries und glanzgoldener Binnenzeichnung, Baluster vorderseitig mit Medaillon und dem Porträt König Friedrich Wilhelm III. den Kopf nach links gewandt, in dunkelblauer Uniform mit silbernen Epauletten, hohem roten Kragen mit goldenen Tressen, dekoriert mit 5 Orden, u. a. dem Schwarzen Adlerorden, vor braunem Fond, umrahmt von mattgoldenem Bogenfries auf glanzgoldenem Fond, flankiert von goldradierten Eichelzweigen mittig verbunden, rückseitig der goldradierte preussische Adler mit Monogramm RFW, goldradierte Umrahmung mit Lorbeerfestons und Schrägbändern auf glanzgoldenem Fond, ebenso flankiert von goldradierten Eichelzweigen mittig verbunden, Ansatz mit mattgoldenem Bogenfries auf glanzgoldenem Fond, Fußrand mit goldradierten Lorbeerfestons und Schrägbändern auf glanzgoldenem Fond, quadratische glanzgoldene Plinthe, breite glanzgoldene Henkeln mit mattgoldenen Rosettenansatz, darunter mattgoldradierte Akanthusblattgebinde mit seitlichen Lorbeerzweigen, Höhe 63,5 cm, Öffnungsrand unterseitig und 1 Plinthenecke mit kleiner restaurierter Stelle, KPM-Berlin, unterglasurblaue Zeptermarke um 1840, Modell Münchner Vase Nr. 2 (Ru)

Lit.:
E. Köllmann, M. Jarchow, Berliner Porzellan II, S 583, Abb. 548,549, S 587, Abb. 554, 555;

Friedrich Wilhelm III.,Potsdam 3.8.1770-7.6.1840 Berlin, Sohn von König Friedrich Wilhelm II. und Friederike von Hessen- Darmstadt. Er war seit 1797 König von Preußen und als Markgraf von Brandenburg zudem Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches bis zu dessen Auflösung im Jahre 1806. Er entstammte dem deutschen Fürstenhaus Hohenzollern. Er führte die Neutralitätspolitik im Sinne des Basler Friedens weiter, die aber zur außenpolitischen Isolierung und Abhängigkeit von Napoleon I. führte; konnte dadurch 1803 und 1805/06 Preußen erheblich vergrößern. Trat 1806 überstürzt in den Krieg gegen Napoleon ein, der ihn nach der Niederlage bei Jena und Auerstedt zum demütigenden Frieden von Tilsit 1807 zwang. Am 24.12.1793 heiratete Friedrich Wilhelm Luise zu Mecklenburg-Strelitz. Die Zuneigung dieser Frau wurde dem Kronprinzen, der bisher wenig Liebe erfahren hatte, zu einer glücklichen Erfahrung. Im Kronprinzenpalais Unter den Linden in Berlin, wo er auch als König wohnen blieb, und im bescheidenen Schloß Paretz bei Potsdam führte Friedrich Wilhelm ein fast schon bürgerliches Leben und eine vorbildhafte Ehe. Die zentrale Gestalt der preußischen Geschichte war jedoch sein Onkel, Friedrich II., der Große. Das Porträt auf der Vase wurde von Paul Ernst Gebauer, Lietzen 23.5.1782- 7.7.1865 Berlin, gemalt. Titel: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Uniform und Ordensschmuck, datiert 1838. Ernst Gebauer war ein preußischer Porträt- und Hofmaler. Besonders bekannt sind seine Werke aus den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Fremdherrschaft. König Friedrich Wilhelm III. ließ seine Ausbildung fördern.

Expertin: Ursula Rohringer Ursula Rohringer
+43-1-515 60-382

ursula.rohringer@dorotheum.at

02.05.2019 - 14:00

Schätzwert:
EUR 50.000,- bis EUR 70.000,-

Große Imperiale Vase mit dem Porträt "König Friedrich Wilhelm III. von Preussen",


Porzellan, Wandung mit preußisch blauem Fond, breitem goldenen Öffnungsrand, Bordüre mit glanzgoldenen Dekoren auf mattgoldenem Band, Schulter mit mattgoldenem Lanzettfries und glanzgoldener Binnenzeichnung, Baluster vorderseitig mit Medaillon und dem Porträt König Friedrich Wilhelm III. den Kopf nach links gewandt, in dunkelblauer Uniform mit silbernen Epauletten, hohem roten Kragen mit goldenen Tressen, dekoriert mit 5 Orden, u. a. dem Schwarzen Adlerorden, vor braunem Fond, umrahmt von mattgoldenem Bogenfries auf glanzgoldenem Fond, flankiert von goldradierten Eichelzweigen mittig verbunden, rückseitig der goldradierte preussische Adler mit Monogramm RFW, goldradierte Umrahmung mit Lorbeerfestons und Schrägbändern auf glanzgoldenem Fond, ebenso flankiert von goldradierten Eichelzweigen mittig verbunden, Ansatz mit mattgoldenem Bogenfries auf glanzgoldenem Fond, Fußrand mit goldradierten Lorbeerfestons und Schrägbändern auf glanzgoldenem Fond, quadratische glanzgoldene Plinthe, breite glanzgoldene Henkeln mit mattgoldenen Rosettenansatz, darunter mattgoldradierte Akanthusblattgebinde mit seitlichen Lorbeerzweigen, Höhe 63,5 cm, Öffnungsrand unterseitig und 1 Plinthenecke mit kleiner restaurierter Stelle, KPM-Berlin, unterglasurblaue Zeptermarke um 1840, Modell Münchner Vase Nr. 2 (Ru)

Lit.:
E. Köllmann, M. Jarchow, Berliner Porzellan II, S 583, Abb. 548,549, S 587, Abb. 554, 555;

Friedrich Wilhelm III.,Potsdam 3.8.1770-7.6.1840 Berlin, Sohn von König Friedrich Wilhelm II. und Friederike von Hessen- Darmstadt. Er war seit 1797 König von Preußen und als Markgraf von Brandenburg zudem Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches bis zu dessen Auflösung im Jahre 1806. Er entstammte dem deutschen Fürstenhaus Hohenzollern. Er führte die Neutralitätspolitik im Sinne des Basler Friedens weiter, die aber zur außenpolitischen Isolierung und Abhängigkeit von Napoleon I. führte; konnte dadurch 1803 und 1805/06 Preußen erheblich vergrößern. Trat 1806 überstürzt in den Krieg gegen Napoleon ein, der ihn nach der Niederlage bei Jena und Auerstedt zum demütigenden Frieden von Tilsit 1807 zwang. Am 24.12.1793 heiratete Friedrich Wilhelm Luise zu Mecklenburg-Strelitz. Die Zuneigung dieser Frau wurde dem Kronprinzen, der bisher wenig Liebe erfahren hatte, zu einer glücklichen Erfahrung. Im Kronprinzenpalais Unter den Linden in Berlin, wo er auch als König wohnen blieb, und im bescheidenen Schloß Paretz bei Potsdam führte Friedrich Wilhelm ein fast schon bürgerliches Leben und eine vorbildhafte Ehe. Die zentrale Gestalt der preußischen Geschichte war jedoch sein Onkel, Friedrich II., der Große. Das Porträt auf der Vase wurde von Paul Ernst Gebauer, Lietzen 23.5.1782- 7.7.1865 Berlin, gemalt. Titel: König Friedrich Wilhelm III. von Preußen in Uniform und Ordensschmuck, datiert 1838. Ernst Gebauer war ein preußischer Porträt- und Hofmaler. Besonders bekannt sind seine Werke aus den Befreiungskriegen gegen die napoleonische Fremdherrschaft. König Friedrich Wilhelm III. ließ seine Ausbildung fördern.

Expertin: Ursula Rohringer Ursula Rohringer
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Auktion: Antiquitäten und Möbel
Datum: 02.05.2019 - 14:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 20.04. - 02.05.2019