Lot Nr. 63 -


Oskar Laske *


(Czernowitz 1874-1951 Wien) Jahrmarkt des Lebens, Opus 123, signiert: O. Laske, betitelt und bezeichnet, 1936,Öl und Tempera auf Leinwand, ca. 150 x 140 cm, Restaurierungen, gerahmt (SLS) Ruf 26.000

Provenienz:
Kunstsammlung Brau Union Österreich.

Registriert:
L. Schulz-Laske/E. Kesselbauer-Laske (Hg.), Oskar Laske: Der künstlerische Nachlaß. Gedächtnisausstellung Wien, Künstlerhaus, März-Juni 1952, Wien 1952, S. 8, Nr. 123.

Ausgestellt:
Wiener Secession, Herbstausstellung, 1936 (vgl. H. Ankwiez-Kleehoven, Herbstausstellungen, in: Die Bühne, Nr. 437, Dez. 1936, S. 31). Haus der Deutschen Kunst, Große Deutsche Kunstausstellung, München 1937 (rückseitige Klebeetiketten mit Bezeichnung und Signatur von Oskar Laske). Künstlerhaus Salzburg, Weihnachtsschau, 1950. Künstlerhaus Wien 1951, Nr. 1342 (rückseitiges Künstlerhausetikett, von Mag. Paul Rachler bestätigt).

Literatur:
Vgl. C. Reiter, Oskar Laske (1874-1951). Ein vielseitiger Individualist, Salzburg 1995, S. 56f. sowie Tafel 11: Oskar Laske, Der Jahrmarkt des Lebens, 1941, Lithographie in Farbe, Albertina Wien, Grafische Sammlung (Inv. Nr. DG1942/19).
Vgl. O. Laske, Leben und Taten des Malers Oskar Laske, 1941-1951, Albertina Wien, Grafische Sammlung, Nachlass des Künstlers, 14 Bände, Band 6, S. 16. Vgl. Kovacek & Zetter (Hg.), Oskar Laske. Der phantastische Erzähler, Wien 2002, Abb. 3.

Die satirische Komposition "Der Jahrmarkt des Lebens" malte Oskar Laske im Jahr 1936, die vermittelte kritische Botschaft ist hingegen noch nach über 80 Jahren und wohl auch ein zeitlos brisantes Thema: die Käuflichkeit in all ihren Dimensionen. Laske formuliert es in seiner Selbstbiographie so: "Jahrmarkt des Lebens - Man sieht die Börse der Welt, die sorgfältig mit Verkaufsbuden bedeckt ist. Kauf und Verkauf von Würden, Ämtern, Ehrenzeichen, auch Kronen, von Männern, die Frauen kaufen und verhandeln, Frauen, die Männer einhandeln, auch Kriegsgerät, dem Nächsten zum Verderb, für Geld ist alle zu haben und dazwischen schlängeln sich Bestechungsketten hindurch …“ Ein sich im Hintergrund erhebender Turm, bezeichnet mit „Bourse“ bildet das kompositionelle und inhaltliche Zentrum des Bildes. Die in Einzelszenen verstreuten Menschen, die kritisch, ironisch aber auch karikierend und humorvoll dargestellt sind, werden durch die Börse als Dreh- und Angelpunkt dieser fragwürdigen Finanztransaktionen beherrscht. 

Ein zeitgenössisches Foto mit Oskar Laske in seinem Atelier zeigt vorliegendes Bild im Hintergrund.

Experte: MMag. Stefan L. Schnöll MMag. Stefan L. Schnöll
+43-664-8106100

Stefan.schnoell@dorotheum.at

07.05.2019 - 14:00

Erzielter Preis: **
EUR 176.949,-
Schätzwert:
EUR 50.000,- bis EUR 70.000,-
Rufpreis:
EUR 26.000,-

Oskar Laske *


(Czernowitz 1874-1951 Wien) Jahrmarkt des Lebens, Opus 123, signiert: O. Laske, betitelt und bezeichnet, 1936,Öl und Tempera auf Leinwand, ca. 150 x 140 cm, Restaurierungen, gerahmt (SLS) Ruf 26.000

Provenienz:
Kunstsammlung Brau Union Österreich.

Registriert:
L. Schulz-Laske/E. Kesselbauer-Laske (Hg.), Oskar Laske: Der künstlerische Nachlaß. Gedächtnisausstellung Wien, Künstlerhaus, März-Juni 1952, Wien 1952, S. 8, Nr. 123.

Ausgestellt:
Wiener Secession, Herbstausstellung, 1936 (vgl. H. Ankwiez-Kleehoven, Herbstausstellungen, in: Die Bühne, Nr. 437, Dez. 1936, S. 31). Haus der Deutschen Kunst, Große Deutsche Kunstausstellung, München 1937 (rückseitige Klebeetiketten mit Bezeichnung und Signatur von Oskar Laske). Künstlerhaus Salzburg, Weihnachtsschau, 1950. Künstlerhaus Wien 1951, Nr. 1342 (rückseitiges Künstlerhausetikett, von Mag. Paul Rachler bestätigt).

Literatur:
Vgl. C. Reiter, Oskar Laske (1874-1951). Ein vielseitiger Individualist, Salzburg 1995, S. 56f. sowie Tafel 11: Oskar Laske, Der Jahrmarkt des Lebens, 1941, Lithographie in Farbe, Albertina Wien, Grafische Sammlung (Inv. Nr. DG1942/19).
Vgl. O. Laske, Leben und Taten des Malers Oskar Laske, 1941-1951, Albertina Wien, Grafische Sammlung, Nachlass des Künstlers, 14 Bände, Band 6, S. 16. Vgl. Kovacek & Zetter (Hg.), Oskar Laske. Der phantastische Erzähler, Wien 2002, Abb. 3.

Die satirische Komposition "Der Jahrmarkt des Lebens" malte Oskar Laske im Jahr 1936, die vermittelte kritische Botschaft ist hingegen noch nach über 80 Jahren und wohl auch ein zeitlos brisantes Thema: die Käuflichkeit in all ihren Dimensionen. Laske formuliert es in seiner Selbstbiographie so: "Jahrmarkt des Lebens - Man sieht die Börse der Welt, die sorgfältig mit Verkaufsbuden bedeckt ist. Kauf und Verkauf von Würden, Ämtern, Ehrenzeichen, auch Kronen, von Männern, die Frauen kaufen und verhandeln, Frauen, die Männer einhandeln, auch Kriegsgerät, dem Nächsten zum Verderb, für Geld ist alle zu haben und dazwischen schlängeln sich Bestechungsketten hindurch …“ Ein sich im Hintergrund erhebender Turm, bezeichnet mit „Bourse“ bildet das kompositionelle und inhaltliche Zentrum des Bildes. Die in Einzelszenen verstreuten Menschen, die kritisch, ironisch aber auch karikierend und humorvoll dargestellt sind, werden durch die Börse als Dreh- und Angelpunkt dieser fragwürdigen Finanztransaktionen beherrscht. 

Ein zeitgenössisches Foto mit Oskar Laske in seinem Atelier zeigt vorliegendes Bild im Hintergrund.

Experte: MMag. Stefan L. Schnöll MMag. Stefan L. Schnöll
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Auktion: Frühlingsauktion I
Datum: 07.05.2019 - 14:00
Auktionsort: Linz
Besichtigung: 25.04. - 07.05.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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