Lot Nr. 211


Georges Mathieu *


(Boulogne-sur-Mer 1921–2012 Boulogne-Billancourt)
Charans, 1970, signiert und datiert 70; auf der Rückseite betitelt, Öl auf Leinwand, 65 x 92 cm, gerahmt

Wir danken Jean-Marie Cusinberche für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Werkes.

Provenienz:
Galleria Il Milione, Mailand (rücks. Klebezettel und Stempel)
Europäische Privatsammlung

Mathieus malerische Handschrift basiert auf einer bestimmten Anzahl an wesentlichen Zeichen, welche aufzulisten und zu definieren von Interesse wäre, um den Versuch zu wagen, etwas Licht in das dunkle Mysterium dieses Künstlers zu bringen.
Diese dynamischen Zeichen agieren entweder simultan oder konsekutiv als eine Art Sprungbrett, Abschussrampe und Flugbahn für den Werdegang seiner Werke.
Um 1965 verspürte der Künstler erstmals, dass die Unverwechselbarkeit seiner Handschrift das Risiko eines allzu exzessiven Automatismus’ in sich barg.
Klaren Kopfes wie immer beschloss er also, diesem Risiko zu begegnen, indem er stattdessen ein System von klaren vertikalen und horizontalen Linien und statischen Elementen in Form von klar definierten Flächen in sein Werk einführte.
Diese Hindernisse, welche Mathieu als Gegenpol zu seiner eigenen Virtuosität geschaffen hatte, ermöglichten die Entstehung neuer Bildreihen […].
Die disziplinierte Zurückhaltung, die der Ursprung zahlreicher erfolgreicher Werke war, verlor mit der Zeit an Strenge und gab so Raum für ein explosives Werk, bei welchem Mathieu freier und inspirierter als je zuvor wirkt.
Paul Seylaz

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it

05.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 36.000,- bis EUR 50.000,-

Georges Mathieu *


(Boulogne-sur-Mer 1921–2012 Boulogne-Billancourt)
Charans, 1970, signiert und datiert 70; auf der Rückseite betitelt, Öl auf Leinwand, 65 x 92 cm, gerahmt

Wir danken Jean-Marie Cusinberche für die freundliche Unterstützung bei der Katalogisierung des vorliegenden Werkes.

Provenienz:
Galleria Il Milione, Mailand (rücks. Klebezettel und Stempel)
Europäische Privatsammlung

Mathieus malerische Handschrift basiert auf einer bestimmten Anzahl an wesentlichen Zeichen, welche aufzulisten und zu definieren von Interesse wäre, um den Versuch zu wagen, etwas Licht in das dunkle Mysterium dieses Künstlers zu bringen.
Diese dynamischen Zeichen agieren entweder simultan oder konsekutiv als eine Art Sprungbrett, Abschussrampe und Flugbahn für den Werdegang seiner Werke.
Um 1965 verspürte der Künstler erstmals, dass die Unverwechselbarkeit seiner Handschrift das Risiko eines allzu exzessiven Automatismus’ in sich barg.
Klaren Kopfes wie immer beschloss er also, diesem Risiko zu begegnen, indem er stattdessen ein System von klaren vertikalen und horizontalen Linien und statischen Elementen in Form von klar definierten Flächen in sein Werk einführte.
Diese Hindernisse, welche Mathieu als Gegenpol zu seiner eigenen Virtuosität geschaffen hatte, ermöglichten die Entstehung neuer Bildreihen […].
Die disziplinierte Zurückhaltung, die der Ursprung zahlreicher erfolgreicher Werke war, verlor mit der Zeit an Strenge und gab so Raum für ein explosives Werk, bei welchem Mathieu freier und inspirierter als je zuvor wirkt.
Paul Seylaz

Experte: Alessandro Rizzi Alessandro Rizzi
+39-02-303 52 41

alessandro.rizzi@dorotheum.it


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 05.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 05.06.2019