Lot Nr. 223


Rupprecht Geiger *


(München 1908–2009)
526/68, 1968, auf dem Keilrahmen signiert, betiteltGeiger, Acryl auf Leinwand, 120 x 110 cm, in Plexiglasbox

Provenienz:
Nachlass Fritz Becker, Düsseldorf

Literatur:
Helmut Friedel, Pia Dornacher, Julia Geiger, Rupprecht Geiger Werkverzeichnis 1942-2002, Gemälde und Objekte, Architekturbezogene Kunst, München/ Berlin 2003, Nr. 501

„Man muss der Farbe helfen, um sie sichtbar zu machen“
Rupprecht Geiger

„Gleich zu Beginn seiner malerischen Laufbahn erhebt Rupprecht Geiger die Farbe zum zentralen Thema seines künstlerischen Schaffens. Über fast sieben Jahrzehnte erforscht er mit außergewöhnlicher Konsequenz ihre Darstellungsmöglichkeiten. Im Laufe der Zeit reduziert er immer mehr sein Formenvokabular auf einfachste geometrische Gebilde, um die Wahrnehmung der Farbe nicht zu beeinträchtigen. Er experimentiert nicht nur mit den verschiedenen Formen des Farbauftrags, sondern zieht unterschiedliche Farbpigmente und Bindemittel heran. In Farbräumen versucht Geiger die Farbe von äußeren Strömungen zu isolieren. Dabei geht es ihm immer um die Farbe und deren Erkennbarkeit.“ (Julia Geiger, Leiterin des Archivs Willi und Rupprecht Geiger)

Besonders faszinieren Rupprecht Geiger die Tagesleuchtfarben, die er ab Mitte der sechziger Jahre verwendet und die ursprünglich beim amerikanischen Militär als Signalfarben eingesetzt wurden. Um ihre Farbintensität nochmals zu steigern trägt er die Farbe mit der Spritzpistole auf. Die geometrischen Formen seiner Werke, den gedrückten Kreis und das hereinhängende Rechteck, bezeichnet Geiger als Exponenten. Die Grundidee der Exponenten besteht darin, die Farbe in besonderer Weise zu aktivieren und letzten Endes zu verselbständigen. Die Farbe verwandelt das Objekt und führt dazu, dass das Werk scheinbar schwerelos wirkt.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

05.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 30.000,- bis EUR 40.000,-

Rupprecht Geiger *


(München 1908–2009)
526/68, 1968, auf dem Keilrahmen signiert, betiteltGeiger, Acryl auf Leinwand, 120 x 110 cm, in Plexiglasbox

Provenienz:
Nachlass Fritz Becker, Düsseldorf

Literatur:
Helmut Friedel, Pia Dornacher, Julia Geiger, Rupprecht Geiger Werkverzeichnis 1942-2002, Gemälde und Objekte, Architekturbezogene Kunst, München/ Berlin 2003, Nr. 501

„Man muss der Farbe helfen, um sie sichtbar zu machen“
Rupprecht Geiger

„Gleich zu Beginn seiner malerischen Laufbahn erhebt Rupprecht Geiger die Farbe zum zentralen Thema seines künstlerischen Schaffens. Über fast sieben Jahrzehnte erforscht er mit außergewöhnlicher Konsequenz ihre Darstellungsmöglichkeiten. Im Laufe der Zeit reduziert er immer mehr sein Formenvokabular auf einfachste geometrische Gebilde, um die Wahrnehmung der Farbe nicht zu beeinträchtigen. Er experimentiert nicht nur mit den verschiedenen Formen des Farbauftrags, sondern zieht unterschiedliche Farbpigmente und Bindemittel heran. In Farbräumen versucht Geiger die Farbe von äußeren Strömungen zu isolieren. Dabei geht es ihm immer um die Farbe und deren Erkennbarkeit.“ (Julia Geiger, Leiterin des Archivs Willi und Rupprecht Geiger)

Besonders faszinieren Rupprecht Geiger die Tagesleuchtfarben, die er ab Mitte der sechziger Jahre verwendet und die ursprünglich beim amerikanischen Militär als Signalfarben eingesetzt wurden. Um ihre Farbintensität nochmals zu steigern trägt er die Farbe mit der Spritzpistole auf. Die geometrischen Formen seiner Werke, den gedrückten Kreis und das hereinhängende Rechteck, bezeichnet Geiger als Exponenten. Die Grundidee der Exponenten besteht darin, die Farbe in besonderer Weise zu aktivieren und letzten Endes zu verselbständigen. Die Farbe verwandelt das Objekt und führt dazu, dass das Werk scheinbar schwerelos wirkt.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 05.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 05.06.2019