Lot Nr. 227 -


Otto Piene *


(Bad Laasphe 1928–2014 Berlin)
Lovely Princess, 1983, auf der Rückseite betitelt, signiert, datiert Piene 83, Öl auf Leinwand, 68 x 96 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Schweiz - direkt vom Künstler erworben

Seine ersten Rauchzeichnungen schuf Otto Piene 1959 auf hellem Büttenpapier. Das Weiß des Papieres, wie auch bei Lovely Princess das Weiß der Leinwand, soll das Licht suggerieren, das mit seiner Kraft alles überstrahlt. Die entzündeten Pigmente und Fixative, die Piene auf seine Untergründe aufbringt rufen den optischen Schwung der Ruß-Volumen hervor und sind das Resultat der leicht ausfließenden Umrisse, der Hell-Dunkelmodulationen.
Die Feuergouachen, die sich im Jahr 1961 aus den Rauchzeichnungen heraus entwickelten, bekommen durch das Gelieren der Farbpigmente zu Farbkrusten eine zusätzliche optische Wirkung. Die plastischen Hell-Dunkel Modulationen assoziieren Gedanken an Organisches, an Kerne oder Blüten und gehen auf das von ZERO angestrebte Anliegen der Rückbindung des Menschen an die Natur zurück. Dies löst Otto Piene durch seine Arbeit mit den natürlichen Pigmenten und dem initiieren analoger Prozesse, dem Bestreichen der Leinwand und der Verwendung des Naturelements Feuer ein. Das Ergebnis der Feuergouachen, die Entscheidung des Gelingens oder Misslingens der Arbeit, führt auf das gezielte Aufbringen der verschiedenen Materialien, auf höchste Konzentration und auf Entscheidungen innerhalb weniger Sekunden zurück. Der Aufbau kann gleich sein, doch das Ergebnis variiert durch die Kraft der Natur.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

05.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 40.000,- bis EUR 50.000,-

Otto Piene *


(Bad Laasphe 1928–2014 Berlin)
Lovely Princess, 1983, auf der Rückseite betitelt, signiert, datiert Piene 83, Öl auf Leinwand, 68 x 96 cm, gerahmt

Provenienz:
Privatsammlung, Schweiz - direkt vom Künstler erworben

Seine ersten Rauchzeichnungen schuf Otto Piene 1959 auf hellem Büttenpapier. Das Weiß des Papieres, wie auch bei Lovely Princess das Weiß der Leinwand, soll das Licht suggerieren, das mit seiner Kraft alles überstrahlt. Die entzündeten Pigmente und Fixative, die Piene auf seine Untergründe aufbringt rufen den optischen Schwung der Ruß-Volumen hervor und sind das Resultat der leicht ausfließenden Umrisse, der Hell-Dunkelmodulationen.
Die Feuergouachen, die sich im Jahr 1961 aus den Rauchzeichnungen heraus entwickelten, bekommen durch das Gelieren der Farbpigmente zu Farbkrusten eine zusätzliche optische Wirkung. Die plastischen Hell-Dunkel Modulationen assoziieren Gedanken an Organisches, an Kerne oder Blüten und gehen auf das von ZERO angestrebte Anliegen der Rückbindung des Menschen an die Natur zurück. Dies löst Otto Piene durch seine Arbeit mit den natürlichen Pigmenten und dem initiieren analoger Prozesse, dem Bestreichen der Leinwand und der Verwendung des Naturelements Feuer ein. Das Ergebnis der Feuergouachen, die Entscheidung des Gelingens oder Misslingens der Arbeit, führt auf das gezielte Aufbringen der verschiedenen Materialien, auf höchste Konzentration und auf Entscheidungen innerhalb weniger Sekunden zurück. Der Aufbau kann gleich sein, doch das Ergebnis variiert durch die Kraft der Natur.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Zeitgenössische Kunst I
Datum: 05.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 05.06.2019