Lot Nr. 1 -


Alfons Walde *


(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)
„Almen im Schnee“ (Trattalm am Kitzbühler Horn), 1932, signiert A. Walde, Rückseite Klebezettel (Fragment): Alfons Walde (gedruckt), in der Handschrift des Künstlers: „Almen im Schnee“ (Trattalm am Kitzbühler Horn) 1932 Kitzbühel Tirol, Öl auf Karton, 36 x 30 cm, in Orig.-Künstlerrahmen

Verzeichnet:
Alfons Walde Archiv unter der Nr. D-LA-553

Provenienz:
Privatsammlung, Kanada

Mit dem Landschaftsbild-Wettbewerb 1924 war für Walde ein Ansatzpunkt gegeben, der ihn zu einfacher, großräumig gesehener Natursicht geführt hatte. Die volle Kraft der expressiven Nachkriegsbilder und die ganze Schwere der wahrgenommenen Naturform ist nun in seinen Kompositionen eingebunden. Die weiten Hügelketten im Weichbild Kitzbühels und die im Hintergrund aufragende Barriere des Wilden Kaisers werden zur Landschaftsdemonstration schlechthin. Fast urtümlich und amorph in ihrer Massigkeit wirken die Flächen und Volumen, die immer zu modellierter Plastizität neigen, aber mit ungeheurem Empfinden abgewogen erscheinen: Die Attribute dieser Landschaft, die Häuser, die Hütten, die Dächer oder Schattenstellen sind bewusst einkomponiert, sind nicht des Effekts willen drapiert. In der weichen, zum Teil pastosen trockenen Malweise gelangen immer wieder neue Nuancierungen, neue Wechselspiele von Lichtwerten, die vibrierend über aller Naturform stehen. Landschaft bedeutete ihm auch Kontrast zum Himmel, selten führte er die Berge bis hinaus zum oberen Bildrahmen, stets wurde das Blau des Himmels in seiner Intensität zu einem bildmitbestimmenden Element. Der kompositionellen Steigerung vom leicht erhöhten Vordergrund über den tiefen eingedrückten Mittelgrund bis zum wieder hoch kulissenartig aufsteigenden Bergmassiv im Hintergrund bediente sich Walde bei seinen Landschaftsdarstellungen. Seitlich begrenzte Kompositionen gestaltete er bei diesen Motiven kaum, die Panoramawirkung dominiert, Die Almen im Schnee, die Trattalmen oder die vielen kleinen Sujets mit Almhütten, erdrückt von der Schwere des Schnees, sind wahrhaftig existente…
Gert Ammann, Alfons Walde, Tyrolia-Verlag, 2001

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at

04.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 120.000,- bis EUR 170.000,-

Alfons Walde *


(Oberndorf 1891–1958 Kitzbühel)
„Almen im Schnee“ (Trattalm am Kitzbühler Horn), 1932, signiert A. Walde, Rückseite Klebezettel (Fragment): Alfons Walde (gedruckt), in der Handschrift des Künstlers: „Almen im Schnee“ (Trattalm am Kitzbühler Horn) 1932 Kitzbühel Tirol, Öl auf Karton, 36 x 30 cm, in Orig.-Künstlerrahmen

Verzeichnet:
Alfons Walde Archiv unter der Nr. D-LA-553

Provenienz:
Privatsammlung, Kanada

Mit dem Landschaftsbild-Wettbewerb 1924 war für Walde ein Ansatzpunkt gegeben, der ihn zu einfacher, großräumig gesehener Natursicht geführt hatte. Die volle Kraft der expressiven Nachkriegsbilder und die ganze Schwere der wahrgenommenen Naturform ist nun in seinen Kompositionen eingebunden. Die weiten Hügelketten im Weichbild Kitzbühels und die im Hintergrund aufragende Barriere des Wilden Kaisers werden zur Landschaftsdemonstration schlechthin. Fast urtümlich und amorph in ihrer Massigkeit wirken die Flächen und Volumen, die immer zu modellierter Plastizität neigen, aber mit ungeheurem Empfinden abgewogen erscheinen: Die Attribute dieser Landschaft, die Häuser, die Hütten, die Dächer oder Schattenstellen sind bewusst einkomponiert, sind nicht des Effekts willen drapiert. In der weichen, zum Teil pastosen trockenen Malweise gelangen immer wieder neue Nuancierungen, neue Wechselspiele von Lichtwerten, die vibrierend über aller Naturform stehen. Landschaft bedeutete ihm auch Kontrast zum Himmel, selten führte er die Berge bis hinaus zum oberen Bildrahmen, stets wurde das Blau des Himmels in seiner Intensität zu einem bildmitbestimmenden Element. Der kompositionellen Steigerung vom leicht erhöhten Vordergrund über den tiefen eingedrückten Mittelgrund bis zum wieder hoch kulissenartig aufsteigenden Bergmassiv im Hintergrund bediente sich Walde bei seinen Landschaftsdarstellungen. Seitlich begrenzte Kompositionen gestaltete er bei diesen Motiven kaum, die Panoramawirkung dominiert, Die Almen im Schnee, die Trattalmen oder die vielen kleinen Sujets mit Almhütten, erdrückt von der Schwere des Schnees, sind wahrhaftig existente…
Gert Ammann, Alfons Walde, Tyrolia-Verlag, 2001

Expertin: Mag. Elke Königseder Mag. Elke Königseder
+43-1-515 60-358

elke.koenigseder@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Klassische Moderne
Datum: 04.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 04.06.2019