Lot Nr. 37


Georg Kolbe


(Waldheim/Sachsen 1877–1947 Berlin)
Max Liebermann, Künstlermonogramm GK (auf dem Sockel) und gestempelt mit dem Gießerstempel H. NOACK BERLIN FRIEDENAU, Bronze mit dunkelbrauner Patina, 30 x 18 x 19 cm (Bronzeguss) auf Steinsockel 12,5 x 15,5 x 16 cm

Es gibt sechs bzw. sieben im Jahr 1929 entworfene und drei posthume Güsse. Alle wurden bei Noack ausgeführt.

Provenienz:
Rheinische Privatsammlung

Echtheitsbestätigung:
Dr. Julia Wallner, Georg-Kolbe Museum, Berlin

Literatur:
H. Ostwald, Das Liebermann-Buch, Berlin, 1930, Nr. 142 (ein anderer Abguss abgebildet S. 287)
A. Hentzen, „Georg Kolbe – Berlin“, in Deutsche Kunst und Dekoration, September 1930, S. 362–372
U. Berger, Georg Kolbe – Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin, 1990, Nr. 123, S. 318 (ein anderer Abguss abgebildet S. 319)

Max Liebermann, der zahlreiche Selbstporträts angefertigte, beauftragte den Bildhauer Georg Kolbe mit der Gestaltung seiner Porträtbüste. Als Gegengabe für einen Bronzeguss durfte sich Georg Kolbe ein Werk des Berliner Malers aussuchen – seine Wahl fiel auf ein Mitte der 20er Jahre entstandenes Pastell mit einer Allee.
Georg Kolbe stellt den über achtzigjährigen Maler Max Liebermann mit leicht nach vorne geneigtem Kopf dar. Seine feine Beobachtungsgabe wird in dem faltenreichen Gesicht durch die hochgezogenen Augenbrauen verdeutlicht.
Die Akademie der Künste in Berlin zeigte im Frühjahr 1929 erstmalig das Porträt ihres damaligen Präsidenten Max Liebermann. Wie die Jüdische Allgemeine Zeitung vom 13. Februar 1935 berichtete, gehörte Georg Kolbe zu den wenigen Freunden, die am 11. Februar 1935 an der Beisetzung Max Liebermanns teilnahmen.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
+49-211-210 77 47

petra.schaepers@dorotheum.de

04.06.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 26.000,- bis EUR 30.000,-

Georg Kolbe


(Waldheim/Sachsen 1877–1947 Berlin)
Max Liebermann, Künstlermonogramm GK (auf dem Sockel) und gestempelt mit dem Gießerstempel H. NOACK BERLIN FRIEDENAU, Bronze mit dunkelbrauner Patina, 30 x 18 x 19 cm (Bronzeguss) auf Steinsockel 12,5 x 15,5 x 16 cm

Es gibt sechs bzw. sieben im Jahr 1929 entworfene und drei posthume Güsse. Alle wurden bei Noack ausgeführt.

Provenienz:
Rheinische Privatsammlung

Echtheitsbestätigung:
Dr. Julia Wallner, Georg-Kolbe Museum, Berlin

Literatur:
H. Ostwald, Das Liebermann-Buch, Berlin, 1930, Nr. 142 (ein anderer Abguss abgebildet S. 287)
A. Hentzen, „Georg Kolbe – Berlin“, in Deutsche Kunst und Dekoration, September 1930, S. 362–372
U. Berger, Georg Kolbe – Leben und Werk, mit dem Katalog der Kolbe-Plastiken im Georg-Kolbe-Museum, Berlin, 1990, Nr. 123, S. 318 (ein anderer Abguss abgebildet S. 319)

Max Liebermann, der zahlreiche Selbstporträts angefertigte, beauftragte den Bildhauer Georg Kolbe mit der Gestaltung seiner Porträtbüste. Als Gegengabe für einen Bronzeguss durfte sich Georg Kolbe ein Werk des Berliner Malers aussuchen – seine Wahl fiel auf ein Mitte der 20er Jahre entstandenes Pastell mit einer Allee.
Georg Kolbe stellt den über achtzigjährigen Maler Max Liebermann mit leicht nach vorne geneigtem Kopf dar. Seine feine Beobachtungsgabe wird in dem faltenreichen Gesicht durch die hochgezogenen Augenbrauen verdeutlicht.
Die Akademie der Künste in Berlin zeigte im Frühjahr 1929 erstmalig das Porträt ihres damaligen Präsidenten Max Liebermann. Wie die Jüdische Allgemeine Zeitung vom 13. Februar 1935 berichtete, gehörte Georg Kolbe zu den wenigen Freunden, die am 11. Februar 1935 an der Beisetzung Max Liebermanns teilnahmen.

Expertin: Dr. Petra Maria Schäpers Dr. Petra Maria Schäpers
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Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

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Auktion: Klassische Moderne
Datum: 04.06.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 25.05. - 04.06.2019