Lot Nr. 534


Pietro Fragiacomo


(Triest 1856-1922 Venedig)
Frieden, signiert, datiert P. Fragiacomo 1891, Öl auf Leinwand, 93 x 156 cm, gerahmt, (GG)

Provenienz:
König Umberto I. für die königliche Villa von Monza;
Privatsammlung Italien.

Ausgestellt:
Mailand, Brera, Prima Esposizione Triennale 1891, Nr. .223;
Venedig, XIV. Venedig Biennale 1924, Raum 34 (persönliche Ausstellung), Nr. 1.

Verzeichnet und abgebildet in:
Ausstellungskatalog, Prima Esposizione Triennale, Arturo Demarchi, Mailand 1891, S. 33, Nr. 223;
Cronaca dell’Esposizione di Belle Arti, Brera, A. Miazzoni & C., Mailand S. 38, 43, 51, 57, Erweiterungskatalog Nr. 13 (18.06.1891/ill.);
Vittorio Grubicy de Dragon, Prima Esposizione Triennale. Brera 1891. Milan, 1891, S. 89, 92;
V. Pica, L’Arte Mondiale alle VI Esposizione di Venezia, Emporium, 1901, S. 16;
V. Pica, Artisti contemporanei: Pietro Fragiacomo, vol. XXII, Emporium, 1905, S. 412;
V. Colombo, Le più belle opere d’arte esposte nelle mostre di Brera dal 1869 al 1910. Premio Principe Umberto, Alfieri & Lacroix, Milan, 1911, S. 39;
Ausstellungskatalog der XIX. Venedig Biennale, 1924, S. 107, Nr. 1;
A.M. Comanducci, I pittori Italiani dell’Ottocento, Artisti d’Italia ed., Mailand 1934, S. 253;
M. G. Rutteri, La pittura triestina della seconda metà dell’Ottocento ed i suoi rapporti con gli altri ambienti europei, Triest 1957, S. 208;
L. Rossi, Il pittore Pietro Fragiacomo, 1971-1972, S. 200-201, Nr. 171, Abb. 78;
M. Monteverdi, storia della Pittura italiana dell’Ottocento, Vol. II, Bramante ed., Mailand 1975, Nr. 775;
C. Biamonti, il pittore Pietro Fragicomo, Universität von Triest, Udine 1985, S. 202;
G. Piantoni, F. Leeman, Ottocento/Novecento. Italiaanse Kunst 1870-1910, Ausstellungskatalog, Waanders ed., Zwolle, 1988, S. 94;
W. Abrami, Pietro Fragiacomo, in: I Grandi Vecchi. Dipingere in tarda età, Ausstellungskatalog, Trieste, 1991, S. 38;
P. Pistellato, la pittura in Italia, il Novecento, Electa ed., Mailand 1992, S. 894;
Paolo Campopiano, Pietro Fragiacomo -Poeta lagunare, Cremona, 1996, S. 13-14, 36, Nr. 34;
Andrea Baboni, Pietro Fragiacomo, Fondazione CRTrieste, 2016, S. 182, 343, Nr. 196.

„Pace“ [Frieden] entstand 1891 und gehört zu einer Serie von drei Werken, die den Sonnenuntergang in der Lagune zeigen, die Pietro Fragiacomo faszinierte. Die drei Werke der Serie befinden sich in einer Privatsammlung, darunter auch das Ölgemälde des gleichen Jahres mit dem Titel Pace II und ein Werk in Mischtechnik aus dem Jahre 1898.

Das vorliegende Los wurde 1891 in Mailand auf der ersten Triennale von Brera gezeigt und dort mit dem Preis „Principe Umberto“ ausgezeichnet, der damals mit 4.000 Lira dotiert war. Anschließend erwarb König Umberto I. (1844-1900) das Werk für die Königliche Villa in Monza. Schon zu Fragiacomos Lebzeiten wurde die Bedeutung des vorliegenden Werkes von prominenten Kritikern anerkannt.

Pietro Fragiacomo studierte nur ein Jahr lang an der Kunstakademie in Venedig bei Domenico Bresolin (1813–1900). In dieser Zeit freundete er sich mit seinem Malerkollegen Giacomo Favretto (1849-1887) an. Beide Künstler sind venezianische Maler schlechthin, aber Fragiacomo malte en plein air in der Lagune vor Venedig, während Favretto das tägliche Leben der Venezianer darstellte.

Die Ruhe und Stille dieser Ansicht stehen in venezianischer Tradition. Fragiacomo konzentrierte sich in der Tat auf die Wiedergabe des Lichts und dessen Reflexion auf dem Wasser. Er wollte vor allem das Licht und die Atmosphäre der Lagune einfangen. Hier geben der Sonnenuntergang und sein strahlendes Licht dem Werk ein tiefes Gefühl von Frieden und Harmonie. Ein ähnliches Motiv, das 1898 mit der gleichen friedlichen Atmosphäre unter dem Titel „Riposo“ gemalt wurde, wurde für die Nationalgalerie für Moderne Kunst in Rom erworben.

Zu seinen Lebzeiten war Fragiacomo ein sehr produktiver Künstler. Er malte über 500 Gemälde und stellte in zahlreichen Städten aus, darunter auch auf der Venedig-Biennale von 1895 bis 1922.
„Pace“, das seit Jahrzehnten nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich war, ist ein wiederentdecktes Werk aus Fragiacomos bester Zeit.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
+39-334-777 1603

Gautier.Gendebien@dorotheum.it

23.10.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 100.000,- bis EUR 150.000,-

Pietro Fragiacomo


(Triest 1856-1922 Venedig)
Frieden, signiert, datiert P. Fragiacomo 1891, Öl auf Leinwand, 93 x 156 cm, gerahmt, (GG)

Provenienz:
König Umberto I. für die königliche Villa von Monza;
Privatsammlung Italien.

Ausgestellt:
Mailand, Brera, Prima Esposizione Triennale 1891, Nr. .223;
Venedig, XIV. Venedig Biennale 1924, Raum 34 (persönliche Ausstellung), Nr. 1.

Verzeichnet und abgebildet in:
Ausstellungskatalog, Prima Esposizione Triennale, Arturo Demarchi, Mailand 1891, S. 33, Nr. 223;
Cronaca dell’Esposizione di Belle Arti, Brera, A. Miazzoni & C., Mailand S. 38, 43, 51, 57, Erweiterungskatalog Nr. 13 (18.06.1891/ill.);
Vittorio Grubicy de Dragon, Prima Esposizione Triennale. Brera 1891. Milan, 1891, S. 89, 92;
V. Pica, L’Arte Mondiale alle VI Esposizione di Venezia, Emporium, 1901, S. 16;
V. Pica, Artisti contemporanei: Pietro Fragiacomo, vol. XXII, Emporium, 1905, S. 412;
V. Colombo, Le più belle opere d’arte esposte nelle mostre di Brera dal 1869 al 1910. Premio Principe Umberto, Alfieri & Lacroix, Milan, 1911, S. 39;
Ausstellungskatalog der XIX. Venedig Biennale, 1924, S. 107, Nr. 1;
A.M. Comanducci, I pittori Italiani dell’Ottocento, Artisti d’Italia ed., Mailand 1934, S. 253;
M. G. Rutteri, La pittura triestina della seconda metà dell’Ottocento ed i suoi rapporti con gli altri ambienti europei, Triest 1957, S. 208;
L. Rossi, Il pittore Pietro Fragiacomo, 1971-1972, S. 200-201, Nr. 171, Abb. 78;
M. Monteverdi, storia della Pittura italiana dell’Ottocento, Vol. II, Bramante ed., Mailand 1975, Nr. 775;
C. Biamonti, il pittore Pietro Fragicomo, Universität von Triest, Udine 1985, S. 202;
G. Piantoni, F. Leeman, Ottocento/Novecento. Italiaanse Kunst 1870-1910, Ausstellungskatalog, Waanders ed., Zwolle, 1988, S. 94;
W. Abrami, Pietro Fragiacomo, in: I Grandi Vecchi. Dipingere in tarda età, Ausstellungskatalog, Trieste, 1991, S. 38;
P. Pistellato, la pittura in Italia, il Novecento, Electa ed., Mailand 1992, S. 894;
Paolo Campopiano, Pietro Fragiacomo -Poeta lagunare, Cremona, 1996, S. 13-14, 36, Nr. 34;
Andrea Baboni, Pietro Fragiacomo, Fondazione CRTrieste, 2016, S. 182, 343, Nr. 196.

„Pace“ [Frieden] entstand 1891 und gehört zu einer Serie von drei Werken, die den Sonnenuntergang in der Lagune zeigen, die Pietro Fragiacomo faszinierte. Die drei Werke der Serie befinden sich in einer Privatsammlung, darunter auch das Ölgemälde des gleichen Jahres mit dem Titel Pace II und ein Werk in Mischtechnik aus dem Jahre 1898.

Das vorliegende Los wurde 1891 in Mailand auf der ersten Triennale von Brera gezeigt und dort mit dem Preis „Principe Umberto“ ausgezeichnet, der damals mit 4.000 Lira dotiert war. Anschließend erwarb König Umberto I. (1844-1900) das Werk für die Königliche Villa in Monza. Schon zu Fragiacomos Lebzeiten wurde die Bedeutung des vorliegenden Werkes von prominenten Kritikern anerkannt.

Pietro Fragiacomo studierte nur ein Jahr lang an der Kunstakademie in Venedig bei Domenico Bresolin (1813–1900). In dieser Zeit freundete er sich mit seinem Malerkollegen Giacomo Favretto (1849-1887) an. Beide Künstler sind venezianische Maler schlechthin, aber Fragiacomo malte en plein air in der Lagune vor Venedig, während Favretto das tägliche Leben der Venezianer darstellte.

Die Ruhe und Stille dieser Ansicht stehen in venezianischer Tradition. Fragiacomo konzentrierte sich in der Tat auf die Wiedergabe des Lichts und dessen Reflexion auf dem Wasser. Er wollte vor allem das Licht und die Atmosphäre der Lagune einfangen. Hier geben der Sonnenuntergang und sein strahlendes Licht dem Werk ein tiefes Gefühl von Frieden und Harmonie. Ein ähnliches Motiv, das 1898 mit der gleichen friedlichen Atmosphäre unter dem Titel „Riposo“ gemalt wurde, wurde für die Nationalgalerie für Moderne Kunst in Rom erworben.

Zu seinen Lebzeiten war Fragiacomo ein sehr produktiver Künstler. Er malte über 500 Gemälde und stellte in zahlreichen Städten aus, darunter auch auf der Venedig-Biennale von 1895 bis 1922.
„Pace“, das seit Jahrzehnten nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich war, ist ein wiederentdecktes Werk aus Fragiacomos bester Zeit.

Experte: Gautier Gendebien Gautier Gendebien
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Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 23.10.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 12.10. - 23.10.2019