Lot Nr. 576


Fritz Bamberger


(Würzburg 1814-1873 Bad Soden)
Motiv aus Andalusien, signiert, datiert F. Bamberger f. 1851, Öl auf Leinwand, 69 x 102 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Kunsthandlung J. P. Schneider, Frankfurt (laut rückseitigem Klebezettel und Stempel);
Van Ham, Köln, 17. Mai 2013, Los 682;
Privatsammlung Deutschland.

Fritz Bamberger, 1814 in Würzburg geboren, ist vor allem als Landschaftsmaler bekannt. Dabei bildete die spanische Landschaft den Mittelpunkt seines Schaffens.
Bedingt durch den Beruf seiner Eltern, sie waren Hof- und Kammermusiker, reiste Bamberger schon früh durch ganz Deutschland. Sein Talent für die Malerei wurde früh erkannt und auch gefördert. So war er schon mit 17 Jahren Schüler von Primavesi. Malte Bamberger anfangs noch Ansichten des Mains und des Rheins oder Motive aus Frankreich und England, so sollte er bald abseits der damals üblichen Touristenpfade den Stoff seines Hauptwerks finden. So reiste er mit dem reichen jungen Herrn Karl du Fay nach Spanien, ein Land, das als Bildmotiv noch wenig bekannt war. Die dortige Landschaft sollte Bamberger nicht mehr loslassen, und so folgten zwei weitere Reisen nach Spanien. Auch im vorliegenden Los schafft er es meisterhaft die Stimmung der spanischen Landschaft bei untergehenden Sonne einzufangen. Beeinflusst wurde Bamberger dabei von Carl Rottmanns Griechenlandzyklus, der schon zu seinen Lebzeiten in der Pinakothek ausgestellt war aber auch von Eduard Schleich d. Ä.
Die auf Reisen gesammelten Skizzen wollte Bamberger zurück in seinem Atelier in Frankfurt verarbeiten. Da sich dort allerdings vier seiner Brüder zu einem erfolgreichen Gesangsquartett zusammengefunden hatten, flüchtete er vor ihrer Ablenkung nach München. Ein Glücksfall für seine Karriere, wie sich später erwies. So wurde Bamberger vom bayrischen König mit Aufträgen überhäuft und wurde auch 1870 dafür mit einem Professortitel belohnt. Von München aus unternahm er auch etliche Ausflüge in die bayrischen Alpen und Oberitalien. Als sich sein Gesundheitszustand jedoch verschlechterte, zog er sich in den Taunus zurück und verstarb dort nach kurzem Aufenthalt 1873.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

23.10.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 9.000,- bis EUR 12.000,-

Fritz Bamberger


(Würzburg 1814-1873 Bad Soden)
Motiv aus Andalusien, signiert, datiert F. Bamberger f. 1851, Öl auf Leinwand, 69 x 102 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Kunsthandlung J. P. Schneider, Frankfurt (laut rückseitigem Klebezettel und Stempel);
Van Ham, Köln, 17. Mai 2013, Los 682;
Privatsammlung Deutschland.

Fritz Bamberger, 1814 in Würzburg geboren, ist vor allem als Landschaftsmaler bekannt. Dabei bildete die spanische Landschaft den Mittelpunkt seines Schaffens.
Bedingt durch den Beruf seiner Eltern, sie waren Hof- und Kammermusiker, reiste Bamberger schon früh durch ganz Deutschland. Sein Talent für die Malerei wurde früh erkannt und auch gefördert. So war er schon mit 17 Jahren Schüler von Primavesi. Malte Bamberger anfangs noch Ansichten des Mains und des Rheins oder Motive aus Frankreich und England, so sollte er bald abseits der damals üblichen Touristenpfade den Stoff seines Hauptwerks finden. So reiste er mit dem reichen jungen Herrn Karl du Fay nach Spanien, ein Land, das als Bildmotiv noch wenig bekannt war. Die dortige Landschaft sollte Bamberger nicht mehr loslassen, und so folgten zwei weitere Reisen nach Spanien. Auch im vorliegenden Los schafft er es meisterhaft die Stimmung der spanischen Landschaft bei untergehenden Sonne einzufangen. Beeinflusst wurde Bamberger dabei von Carl Rottmanns Griechenlandzyklus, der schon zu seinen Lebzeiten in der Pinakothek ausgestellt war aber auch von Eduard Schleich d. Ä.
Die auf Reisen gesammelten Skizzen wollte Bamberger zurück in seinem Atelier in Frankfurt verarbeiten. Da sich dort allerdings vier seiner Brüder zu einem erfolgreichen Gesangsquartett zusammengefunden hatten, flüchtete er vor ihrer Ablenkung nach München. Ein Glücksfall für seine Karriere, wie sich später erwies. So wurde Bamberger vom bayrischen König mit Aufträgen überhäuft und wurde auch 1870 dafür mit einem Professortitel belohnt. Von München aus unternahm er auch etliche Ausflüge in die bayrischen Alpen und Oberitalien. Als sich sein Gesundheitszustand jedoch verschlechterte, zog er sich in den Taunus zurück und verstarb dort nach kurzem Aufenthalt 1873.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 23.10.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 12.10. - 23.10.2019