Lot Nr. 588


Johann Baptist Reiter


(Urfahr 1813-1890 Wien)
Schaufensterbummel in der Schleifmühlgasse Ecke Wienstraße (heute Rechte Wienzeile), signiert Reiter, Öl auf Leinwand, 42 x 34 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Europäische Privatsammlung.

Wir danken Dr. Lothar Schultes für die wissenschaftliche Unterstützung.

Johann Baptist Reiter, 1813 in Linz-Urfahr geborgen, ging nach seiner Ausbildung im väterlichen Tischlereibetrieb an die Wiener Akademie. Dort wurde er stark von Leopold Kupelwieser beeinflusst, der ihn auch intensiv unterstützte und Aufträge und Stipendien vermitteln. Im Laufe der 1840er Jahre wurde Reiter mit seinen realistischen Porträts und Genrebildern zunehmen erfolgreich und zu einem beliebten Biedermeiermaler in Wien. Auch seine Sympathie für die Revolution von 1848 tat seiner Bekanntheit keinen Abbruch. Besonders geschätzt wurde Reiter allerdings für seine lebendigen Kinderdarstellungen und Bildnisse außergewöhnlicher Frauen, darunter die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Louise Aston. Aber nicht nur die Damen des Wiener Bürgertums standen ihm Modell, sondern auch immer wieder seine Frau und seine geliebte Tochter Alexandrine, genannt Lexi. So sind sie auch im vorliegenden Los beim Schaufensterbummel in der Schleifmühlgasse zu sehen, nahe der letzten Wohnung Reiters in der Wienzeile. Zeitlebens blieb er seinen farblich reduzierten Realismus treu. Der Tod seiner Tochter Lexi im Jahr 1883 führte dazu, dass Reiter die Malerei bis zu seinem Tod 1890 fast gänzlich aufgab.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at

23.10.2019 - 17:00

Schätzwert:
EUR 20.000,- bis EUR 30.000,-

Johann Baptist Reiter


(Urfahr 1813-1890 Wien)
Schaufensterbummel in der Schleifmühlgasse Ecke Wienstraße (heute Rechte Wienzeile), signiert Reiter, Öl auf Leinwand, 42 x 34 cm, gerahmt, (Rei)

Provenienz:
Europäische Privatsammlung.

Wir danken Dr. Lothar Schultes für die wissenschaftliche Unterstützung.

Johann Baptist Reiter, 1813 in Linz-Urfahr geborgen, ging nach seiner Ausbildung im väterlichen Tischlereibetrieb an die Wiener Akademie. Dort wurde er stark von Leopold Kupelwieser beeinflusst, der ihn auch intensiv unterstützte und Aufträge und Stipendien vermitteln. Im Laufe der 1840er Jahre wurde Reiter mit seinen realistischen Porträts und Genrebildern zunehmen erfolgreich und zu einem beliebten Biedermeiermaler in Wien. Auch seine Sympathie für die Revolution von 1848 tat seiner Bekanntheit keinen Abbruch. Besonders geschätzt wurde Reiter allerdings für seine lebendigen Kinderdarstellungen und Bildnisse außergewöhnlicher Frauen, darunter die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Louise Aston. Aber nicht nur die Damen des Wiener Bürgertums standen ihm Modell, sondern auch immer wieder seine Frau und seine geliebte Tochter Alexandrine, genannt Lexi. So sind sie auch im vorliegenden Los beim Schaufensterbummel in der Schleifmühlgasse zu sehen, nahe der letzten Wohnung Reiters in der Wienzeile. Zeitlebens blieb er seinen farblich reduzierten Realismus treu. Der Tod seiner Tochter Lexi im Jahr 1883 führte dazu, dass Reiter die Malerei bis zu seinem Tod 1890 fast gänzlich aufgab.

Expertin: Mag. Dimitra Reimüller Mag. Dimitra Reimüller
+43-1-515 60-355

19c.paintings@dorotheum.at


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 09.00 - 18.00
kundendienst@dorotheum.at

+43 1 515 60 200
Auktion: Gemälde des 19. Jahrhunderts
Datum: 23.10.2019 - 17:00
Auktionsort: Wien | Palais Dorotheum
Besichtigung: 12.10. - 23.10.2019