Lot Nr. 38 V


1927 Auburn 8-88 Roadster


Chassis: GT4643,
Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere, historische Abnahme

92-jährige Hollywood-Diva, die heute noch begeistert

Erret Lobban Cord übernahm 1924 die kriselnde Auburn Automobile Company. 1929 gründete er dann die Cord Corporation als Holding, unter der seine Unternehmen Auburn, Duesenberg, Lycoming sowie die neue Automarke Cord zusammengefasst wurden. Sie waren die “dream machines“ der Hollywood Elite der 1920er und 30er Jahre. Die Duesenbergs, Cords und Auburn Boattail Speedster waren die ungefilterten Symbole extremen Reichtums. Sie definierten den Ausdruck “Zeig, was Du hast” im Original: „If you’ve got it, flaunt it“. Die überwältigende Leistung und vor allem das schnittige, ja teils verwegene Design machten die modischen Karosserien zum begehrten Accessoire der Prominenz. Der 1926 von E. L. Cord und Al Leamy entworfene Auburn 8-Eighty Eight war mit knapp 2.000 Dollar das Einstiegsmodell in die High Society. Zum Vergleich, einen Ford Speedster gab es damals für weniger als 400 Dollar! Mit dem hauseigenen Lycoming 4.2-Liter 8-Zylinder mit 88 PS war man bis zu 85 Meilen pro Stunde schnell und damit für das verbreitete speed limit von 45 mph völlig übermotorisiert.

Der schwarz-rote Speedster mit “Schwiegermuttersitz“ fand vor vielen Jahren seinen Weg über den großen Teich und landete um 2012 in einer bayerischen Oldtimersammlung. Die stylische Zweifarbenlackierung der Karosserie wird konsequent am ganzen Auto verfolgt. Polster, Verdeck, Räder, Armaturenbrett, nichts fällt aus diesem Muster. Selbst die Holzspeichen sind fein in Rot liniert. Diese erinnern noch an die Ursprünge der Firma, nämlich den Kutschenbau und wichen im Jahr darauf bereits der Stahlspeichenausführung. Zugang zu den hinteren Sitzplätzen auf dem rumble seat findet man bequem über eine eigene kleine Tür. Beide Sitzbänke boten somit Platz für insgesamt 5 Personen - zumindest wurde es so beworben. Mit dem einfach zu bedienenden Verdeck und dem Vollwetterschutz lassen dunkle Wolken auch keine Panik aufkommen. Die umfangreiche Instrumentierung mit Walzentacho, Öldruck-, Temperatur- und Tankanzeige sowie Amperemeter informiert zuverlässig über den Aggregatzustand. Der Auburn wurde zwar selten bewegt, bestand aber soeben eine neue Hauptuntersuchung und ist bereit für eine Spazierfahrt in die Welt des Glamours!

19.10.2019 - 16:00

Schätzwert:
EUR 55.000,- bis EUR 75.000,-

1927 Auburn 8-88 Roadster


Chassis: GT4643,
Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere, historische Abnahme

92-jährige Hollywood-Diva, die heute noch begeistert

Erret Lobban Cord übernahm 1924 die kriselnde Auburn Automobile Company. 1929 gründete er dann die Cord Corporation als Holding, unter der seine Unternehmen Auburn, Duesenberg, Lycoming sowie die neue Automarke Cord zusammengefasst wurden. Sie waren die “dream machines“ der Hollywood Elite der 1920er und 30er Jahre. Die Duesenbergs, Cords und Auburn Boattail Speedster waren die ungefilterten Symbole extremen Reichtums. Sie definierten den Ausdruck “Zeig, was Du hast” im Original: „If you’ve got it, flaunt it“. Die überwältigende Leistung und vor allem das schnittige, ja teils verwegene Design machten die modischen Karosserien zum begehrten Accessoire der Prominenz. Der 1926 von E. L. Cord und Al Leamy entworfene Auburn 8-Eighty Eight war mit knapp 2.000 Dollar das Einstiegsmodell in die High Society. Zum Vergleich, einen Ford Speedster gab es damals für weniger als 400 Dollar! Mit dem hauseigenen Lycoming 4.2-Liter 8-Zylinder mit 88 PS war man bis zu 85 Meilen pro Stunde schnell und damit für das verbreitete speed limit von 45 mph völlig übermotorisiert.

Der schwarz-rote Speedster mit “Schwiegermuttersitz“ fand vor vielen Jahren seinen Weg über den großen Teich und landete um 2012 in einer bayerischen Oldtimersammlung. Die stylische Zweifarbenlackierung der Karosserie wird konsequent am ganzen Auto verfolgt. Polster, Verdeck, Räder, Armaturenbrett, nichts fällt aus diesem Muster. Selbst die Holzspeichen sind fein in Rot liniert. Diese erinnern noch an die Ursprünge der Firma, nämlich den Kutschenbau und wichen im Jahr darauf bereits der Stahlspeichenausführung. Zugang zu den hinteren Sitzplätzen auf dem rumble seat findet man bequem über eine eigene kleine Tür. Beide Sitzbänke boten somit Platz für insgesamt 5 Personen - zumindest wurde es so beworben. Mit dem einfach zu bedienenden Verdeck und dem Vollwetterschutz lassen dunkle Wolken auch keine Panik aufkommen. Die umfangreiche Instrumentierung mit Walzentacho, Öldruck-, Temperatur- und Tankanzeige sowie Amperemeter informiert zuverlässig über den Aggregatzustand. Der Auburn wurde zwar selten bewegt, bestand aber soeben eine neue Hauptuntersuchung und ist bereit für eine Spazierfahrt in die Welt des Glamours!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019