Lot Nr. 51 V


1971 Alfa Romeo 1300 Junior Zagato


Chassis: AR*1800753*,
Motor: AR00530*66108*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

Einer von nur 1.108 Erstserien-Junior Zagato
Deutsche Auslieferung


Die Liaison zwischen Alfa Romeo und Zagato reicht zurück bis in die 1920er Jahre. Seit Anfang an kamen die schnellsten und leichtesten Kreationen aus jenem Designstudio, und weil der Geschwindigkeit alles untergeordnet war, waren deren Entwürfe meist auch die wildesten und gewagtesten. Zagato war die Avantgarde, einfach nur schön sein, das überließ man anderen. Auf Basis des Tipo 105 nahm man sich Ende der 1960er wieder eines Alfas an und Ercole Spada zeichnete einen Wurf, der seiner Zeit voraus war. Keilform und Kammheck entstammten der Aerodynamiklehre, die Front war hinter Plexiglas versteckt. Die hintere Sitzbank war bestenfalls eine Ablage und was auf den ersten Blick nach großer Heckklappe aussah, ließ sich lediglich zur Belüftung um wenige Zentimeter elektrisch anheben. Und trotz allem war der Junior Z, wie er offiziell hieß, nicht als reinrassiger Rennwagen gedacht, sondern viel mehr als Gran Turismo. Der radikale Entwurf und der teure Preis konnte 1.108 Wagemutige nicht abschrecken, und später noch einmal deren 402 in zweiter Serie mit dem 1600er Motor. Für Zagato-Verhältnisse war das schon Großserie. So manch einer probierte seinen Zagato auch auf der Rennpiste, der Erfolg blieb jedoch überschaubar. Dafür avancierte er über die Jahre zur Stilikone und sein Design verkörpert heute Zagato at its best.

Dieser rare Junior Zagato wurde als Neuwagen nach Deutschland ausgeliefert und dort am 5. Mai 1971 erstmals zugelassen. Anfang 1993 wurde im Rheinland ein neuer Brief auf den letzten deutschen Halter ausgestellt. Laut Papiere soll der Alfa überhaupt nur zwei Vorbesitzer gehabt haben. Wie eine Rechnung belegt, wurde im selben Jahr auch der Motor komplett überholt. Im Junior Zagato Register findet sich neben einem älteren Foto auch der Eintrag, dass der Wagen im restaurierten Zustand 2004 zum Verkauf angeboten wurde. Aber erst 2013 wechselte der Junior Zagato den Besitzer und kam schließlich nach Österreich zu einem Kenner und Liebhaber flotten italienischen Gefährts. Den hatte trotz Wissens um die Schwachstellen und mehr als kritischen Auges dieses Exemplar absolut überzeugt. Zur endgültigen Glückseligkeit bekam der Junior Zagato lediglich noch Felgen im GTA-Stil, ein Nardi-Lenkrad, Sitze in Leder und einen Tripmaster für Rallyes verpasst. Ganz unabhängig davon wird ein besserer Junior Zagato nicht allzu leicht zu finden sein!

19.10.2019 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 54.050,-
Schätzwert:
EUR 38.000,- bis EUR 52.000,-

1971 Alfa Romeo 1300 Junior Zagato


Chassis: AR*1800753*,
Motor: AR00530*66108*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

Einer von nur 1.108 Erstserien-Junior Zagato
Deutsche Auslieferung


Die Liaison zwischen Alfa Romeo und Zagato reicht zurück bis in die 1920er Jahre. Seit Anfang an kamen die schnellsten und leichtesten Kreationen aus jenem Designstudio, und weil der Geschwindigkeit alles untergeordnet war, waren deren Entwürfe meist auch die wildesten und gewagtesten. Zagato war die Avantgarde, einfach nur schön sein, das überließ man anderen. Auf Basis des Tipo 105 nahm man sich Ende der 1960er wieder eines Alfas an und Ercole Spada zeichnete einen Wurf, der seiner Zeit voraus war. Keilform und Kammheck entstammten der Aerodynamiklehre, die Front war hinter Plexiglas versteckt. Die hintere Sitzbank war bestenfalls eine Ablage und was auf den ersten Blick nach großer Heckklappe aussah, ließ sich lediglich zur Belüftung um wenige Zentimeter elektrisch anheben. Und trotz allem war der Junior Z, wie er offiziell hieß, nicht als reinrassiger Rennwagen gedacht, sondern viel mehr als Gran Turismo. Der radikale Entwurf und der teure Preis konnte 1.108 Wagemutige nicht abschrecken, und später noch einmal deren 402 in zweiter Serie mit dem 1600er Motor. Für Zagato-Verhältnisse war das schon Großserie. So manch einer probierte seinen Zagato auch auf der Rennpiste, der Erfolg blieb jedoch überschaubar. Dafür avancierte er über die Jahre zur Stilikone und sein Design verkörpert heute Zagato at its best.

Dieser rare Junior Zagato wurde als Neuwagen nach Deutschland ausgeliefert und dort am 5. Mai 1971 erstmals zugelassen. Anfang 1993 wurde im Rheinland ein neuer Brief auf den letzten deutschen Halter ausgestellt. Laut Papiere soll der Alfa überhaupt nur zwei Vorbesitzer gehabt haben. Wie eine Rechnung belegt, wurde im selben Jahr auch der Motor komplett überholt. Im Junior Zagato Register findet sich neben einem älteren Foto auch der Eintrag, dass der Wagen im restaurierten Zustand 2004 zum Verkauf angeboten wurde. Aber erst 2013 wechselte der Junior Zagato den Besitzer und kam schließlich nach Österreich zu einem Kenner und Liebhaber flotten italienischen Gefährts. Den hatte trotz Wissens um die Schwachstellen und mehr als kritischen Auges dieses Exemplar absolut überzeugt. Zur endgültigen Glückseligkeit bekam der Junior Zagato lediglich noch Felgen im GTA-Stil, ein Nardi-Lenkrad, Sitze in Leder und einen Tripmaster für Rallyes verpasst. Ganz unabhängig davon wird ein besserer Junior Zagato nicht allzu leicht zu finden sein!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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