Lot Nr. 59 V


1939 BMW 327 Sport-Kabriolett


Chassis: 73793,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief

Von 1968 an 43 Jahre im Besitz von Herbert W. Hesselmann
Eines von nur 1.124 Sport-Kabrioletts
Herrlich patinierter Zustand


Im November 1937 präsentierte BMW das 327 Sport-Kabriolett. Dem Publikum blieb vor Staunen der Mund offen. Sport-Kabriolett und später auch Coupé zählen zum Schönsten, was BMW bis heute auf Räder gestellt hat. Die großen französischen Karosseriekünstler lassen sich nicht leugnen, en vogue ist die Auseinandersetzung mit der Stromlinie, von fließender Eleganz dementsprechend auch der BMW, in Eisenach mit etwas weniger Dramatik als jenseits des Rheins. Die BMW verzauberten den Boulevard, doch die sportliche Klientel sehnte sich nach mehr Leistung. 55 Pferde gereichten nicht zur Genüge und um den schleppenden Verkauf zu forcieren, machte BMW ab dem Frühjahr 1938 auch den Motor des legendären 328 in dieser hübschen Hülle verfügbar. Zum anderen war da der doch atemberaubende Preis, der auch nach der großen Krise die BMWs schier unerreichbar machte. Nur 1.124 konnten sich das Prestige leisten, als schon das große Unheil dämmerte. Vornehm fuhr die Welt zu Grunde.

Dieses BMW 327 Sport-Kabriolett war über vier Jahrzehnte im Eigentum des Fotografen Herbert W. Hesselmann. Dem gelang mit dem Bildband “Sleeping Beauties“ zu Michel Dovaz‘ Sammlung ein Jahrhundertwerk, bevor sich die Sammlung in alle Windesrichtungen zerstreute. Neben vierrädrigen Schönheiten kamen auch zweibeinige in seinem Portfolio nicht zur kurz, seine große Leidenschaft blieben zeitlebens jedoch seine Automobile.

Den 327 ließ er laut dem alten deutschen Pappdeckelbrief schon 1968 mit gerade erst 22 Jahren auf sich zu, der Besitzer wohlgemerkt, der BMW war da schon 29. Zur selben Zeit gelang es Hesselmann auch einen 328 zu ergattern. Beide Fahrzeuge sollten ihn bis zu seinem Tod 2011 begleiten. Ein Ordner belegt die Investitionen in und den Schriftverkehr über das Auto. So ließ er 1969 den Motor in der Schweiz überholen. Es wurden zudem größere 32er Vergaser auf einer sehr seltenen Murr-Ansaugbrücke montiert, einem damals begehrten Sport-Zubehör. Um diese Zeit ist auch die Karosserie mitsamt Unterbau instand gesetzt und neu lackiert worden. Im Interieur ist auf den Sitzen noch heute das traumhaft patinierte alte Leder aufgezogen. 2010 wurde zuletzt viel Geld in das technische Wohlbefinden investiert, bevor nach dem überraschenden Ableben der BMW 2013 in eine bedeutende Sammlung wechselte. Es waren die fantastische Ausstrahlung und die Geschichte, die überzeugten. Und das tun sie zweifelsohne auch heute noch!

19.10.2019 - 16:00

Schätzwert:
EUR 140.000,- bis EUR 180.000,-

1939 BMW 327 Sport-Kabriolett


Chassis: 73793,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief

Von 1968 an 43 Jahre im Besitz von Herbert W. Hesselmann
Eines von nur 1.124 Sport-Kabrioletts
Herrlich patinierter Zustand


Im November 1937 präsentierte BMW das 327 Sport-Kabriolett. Dem Publikum blieb vor Staunen der Mund offen. Sport-Kabriolett und später auch Coupé zählen zum Schönsten, was BMW bis heute auf Räder gestellt hat. Die großen französischen Karosseriekünstler lassen sich nicht leugnen, en vogue ist die Auseinandersetzung mit der Stromlinie, von fließender Eleganz dementsprechend auch der BMW, in Eisenach mit etwas weniger Dramatik als jenseits des Rheins. Die BMW verzauberten den Boulevard, doch die sportliche Klientel sehnte sich nach mehr Leistung. 55 Pferde gereichten nicht zur Genüge und um den schleppenden Verkauf zu forcieren, machte BMW ab dem Frühjahr 1938 auch den Motor des legendären 328 in dieser hübschen Hülle verfügbar. Zum anderen war da der doch atemberaubende Preis, der auch nach der großen Krise die BMWs schier unerreichbar machte. Nur 1.124 konnten sich das Prestige leisten, als schon das große Unheil dämmerte. Vornehm fuhr die Welt zu Grunde.

Dieses BMW 327 Sport-Kabriolett war über vier Jahrzehnte im Eigentum des Fotografen Herbert W. Hesselmann. Dem gelang mit dem Bildband “Sleeping Beauties“ zu Michel Dovaz‘ Sammlung ein Jahrhundertwerk, bevor sich die Sammlung in alle Windesrichtungen zerstreute. Neben vierrädrigen Schönheiten kamen auch zweibeinige in seinem Portfolio nicht zur kurz, seine große Leidenschaft blieben zeitlebens jedoch seine Automobile.

Den 327 ließ er laut dem alten deutschen Pappdeckelbrief schon 1968 mit gerade erst 22 Jahren auf sich zu, der Besitzer wohlgemerkt, der BMW war da schon 29. Zur selben Zeit gelang es Hesselmann auch einen 328 zu ergattern. Beide Fahrzeuge sollten ihn bis zu seinem Tod 2011 begleiten. Ein Ordner belegt die Investitionen in und den Schriftverkehr über das Auto. So ließ er 1969 den Motor in der Schweiz überholen. Es wurden zudem größere 32er Vergaser auf einer sehr seltenen Murr-Ansaugbrücke montiert, einem damals begehrten Sport-Zubehör. Um diese Zeit ist auch die Karosserie mitsamt Unterbau instand gesetzt und neu lackiert worden. Im Interieur ist auf den Sitzen noch heute das traumhaft patinierte alte Leder aufgezogen. 2010 wurde zuletzt viel Geld in das technische Wohlbefinden investiert, bevor nach dem überraschenden Ableben der BMW 2013 in eine bedeutende Sammlung wechselte. Es waren die fantastische Ausstrahlung und die Geschichte, die überzeugten. Und das tun sie zweifelsohne auch heute noch!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019