Lot Nr. 61 V


1957 Porsche 356 A T1 1600 Speedster


Chassis: 83353,
Motor: P*66623*,
Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere, historische Abnahme

Später T1 Speedster, ausgeliefert nach Italien
Vom Enthusiasten hochwertig restauriert
Fantastischer Zustand


Der umtriebige US-Importeur Max Hoffmann drängte in Stuttgart ein günstigeres Einstiegsmodell für den dortigen Markt anzubieten. Porsche entwickelte daraufhin den Speedster, der dank abgespeckter Ausstattung für 2.995 US-Dollar angeboten wurde. Äußeres Erkennungskennzeichen waren die flache Frontscheibe sowie das lange Heck. Man verzichtete auf Kurbelfenster ebenso wie auf eine richtige Rücksitzbank. Das Verdeck war nicht gefüttert. Dafür gab es Sportsitze zur Unterstützung des sportlichen Status, in denen man die verbesserten Fahrleistungen dank des geringeren Leergewichtes noch intensiver erleben konnte. So entstand also ein überaus attraktives 356 Modell.

Ab September 1954 wurde der 1500 Speedster dann auch in Deutschland zum Preis von 12.200 DM angeboten, was rund 2.500 DM günstiger war als das Standard-Cabriolet. Im September 1955 mutierte der 356 zum “A“, der in zahlreichen Details weiterentwickelt und äußerlich bei Coupé und Cabrio erkennbar an der durchgehenden Frontscheibe und auch beim Speedster am neuen Armaturenbrett erkennbar war. Im September 1957 erhielten die 356 A ein Facelift, intern T2 genannt. Von dem profitierte auch der Speedster, der im August des nächsten Jahres eingestellt wurde. Nur 4.144 Stück wurden insgesamt produziert.

Dieser Porsche Speedster wurde am 15. Mai 1957 nach Bologna, Italien, ausgeliefert. Der 356 war in weiß mit roten Kunstlederpolstern gefertigt, entsprechend der Länderausstattung “USA“ mit den bekannten Scheinwerfern und Instrumenten. Es ist naheliegend, dass der Erstbesitzer ein dort stationierter G.I. gewesen sein muss, mit dem der Porsche nach dessen Abrüsten mit in die USA übersiedelte.

Am 19. Juli 1993 kaufte ein Schweizer aus Zürich den Wagen in New Hampshire in den USA. Am 7. April 1994 wurde zum Wagen ein Blanko-Kfz-Brief in Ravensburg ausgestellt. Im März 1999 kaufte der Vorbesitzer in Dottingen den Porsche mit gültiger Hauptuntersuchung. Nach einer vermutlichen Teilrestaurierung ließ er den Speedster am 26. April 2001 schließlich zu. Vorgelegte Rechnungen von Porsche aus dieser Zeit summieren sich auf rund 40.000 Euro. Beim Einbau des überholten Motors zeigte der Tacho 2.400 km an.

Im März 2011 erwarb der Einbringer den 356 mit ca. 12.000 km auf der Uhr zur Abrundung seiner Porschesammlung. Im Herbst 2014 entschied er sich, den Porsche noch einmal komplett und hochwertig restaurieren zu lassen. Obwohl der Speedster richtig gut in Schuss war, empfand er am Karosseriefinish doch Verbesserungspotential. Auf alten Fotos, die ein wunderschönes Fahrzeug zeigen, sieht man das nicht. So hat eben jeder seinen Maßstab und im Falle dieses Speedster hieß der Perfektion. Das Auto wurde also völlig zerlegt und die Karosserie chemisch entlackt. Bis dato versteckte Mängel wurden beseitigt und die Karosserie gemäß höchsten Ansprüchen instandgesetzt und lackiert. Anschließend wurde der Wagen wieder zusammengebaut. Gummis, Teppich und andere unvermeidbare Anbauteile kamen neu. Die Sitzbezüge wurden belassen, weil sie sehr gepflegt waren. Motor und Getriebe präsentierten sich perfekt und erhielten ein Service. Rund 130.000 Euro wiesen die Rechnungen aus, ehe im September 2016 die Arbeiten abgeschlossen wurden.

Der Lohn der Arbeit war ein begeisternder Speedster. Die Ausführung der Arbeiten lässt noch langjährige Freude versprechen. Beim Fahren spürt man die einstige Macht von 60 Pferden, als diese nur 815 kg antreiben mussten. Man schnurrt übers Land und flitzt durch Kurven, sodass es eine wahre Freude ist. Besitzerstolz trifft auf neidlose Bewunderer, die schönste Kombination für Oldtimerausflüge!

19.10.2019 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 361.400,-
Schätzwert:
EUR 260.000,- bis EUR 340.000,-

1957 Porsche 356 A T1 1600 Speedster


Chassis: 83353,
Motor: P*66623*,
Papiere: Deutsche Fahrzeugpapiere, historische Abnahme

Später T1 Speedster, ausgeliefert nach Italien
Vom Enthusiasten hochwertig restauriert
Fantastischer Zustand


Der umtriebige US-Importeur Max Hoffmann drängte in Stuttgart ein günstigeres Einstiegsmodell für den dortigen Markt anzubieten. Porsche entwickelte daraufhin den Speedster, der dank abgespeckter Ausstattung für 2.995 US-Dollar angeboten wurde. Äußeres Erkennungskennzeichen waren die flache Frontscheibe sowie das lange Heck. Man verzichtete auf Kurbelfenster ebenso wie auf eine richtige Rücksitzbank. Das Verdeck war nicht gefüttert. Dafür gab es Sportsitze zur Unterstützung des sportlichen Status, in denen man die verbesserten Fahrleistungen dank des geringeren Leergewichtes noch intensiver erleben konnte. So entstand also ein überaus attraktives 356 Modell.

Ab September 1954 wurde der 1500 Speedster dann auch in Deutschland zum Preis von 12.200 DM angeboten, was rund 2.500 DM günstiger war als das Standard-Cabriolet. Im September 1955 mutierte der 356 zum “A“, der in zahlreichen Details weiterentwickelt und äußerlich bei Coupé und Cabrio erkennbar an der durchgehenden Frontscheibe und auch beim Speedster am neuen Armaturenbrett erkennbar war. Im September 1957 erhielten die 356 A ein Facelift, intern T2 genannt. Von dem profitierte auch der Speedster, der im August des nächsten Jahres eingestellt wurde. Nur 4.144 Stück wurden insgesamt produziert.

Dieser Porsche Speedster wurde am 15. Mai 1957 nach Bologna, Italien, ausgeliefert. Der 356 war in weiß mit roten Kunstlederpolstern gefertigt, entsprechend der Länderausstattung “USA“ mit den bekannten Scheinwerfern und Instrumenten. Es ist naheliegend, dass der Erstbesitzer ein dort stationierter G.I. gewesen sein muss, mit dem der Porsche nach dessen Abrüsten mit in die USA übersiedelte.

Am 19. Juli 1993 kaufte ein Schweizer aus Zürich den Wagen in New Hampshire in den USA. Am 7. April 1994 wurde zum Wagen ein Blanko-Kfz-Brief in Ravensburg ausgestellt. Im März 1999 kaufte der Vorbesitzer in Dottingen den Porsche mit gültiger Hauptuntersuchung. Nach einer vermutlichen Teilrestaurierung ließ er den Speedster am 26. April 2001 schließlich zu. Vorgelegte Rechnungen von Porsche aus dieser Zeit summieren sich auf rund 40.000 Euro. Beim Einbau des überholten Motors zeigte der Tacho 2.400 km an.

Im März 2011 erwarb der Einbringer den 356 mit ca. 12.000 km auf der Uhr zur Abrundung seiner Porschesammlung. Im Herbst 2014 entschied er sich, den Porsche noch einmal komplett und hochwertig restaurieren zu lassen. Obwohl der Speedster richtig gut in Schuss war, empfand er am Karosseriefinish doch Verbesserungspotential. Auf alten Fotos, die ein wunderschönes Fahrzeug zeigen, sieht man das nicht. So hat eben jeder seinen Maßstab und im Falle dieses Speedster hieß der Perfektion. Das Auto wurde also völlig zerlegt und die Karosserie chemisch entlackt. Bis dato versteckte Mängel wurden beseitigt und die Karosserie gemäß höchsten Ansprüchen instandgesetzt und lackiert. Anschließend wurde der Wagen wieder zusammengebaut. Gummis, Teppich und andere unvermeidbare Anbauteile kamen neu. Die Sitzbezüge wurden belassen, weil sie sehr gepflegt waren. Motor und Getriebe präsentierten sich perfekt und erhielten ein Service. Rund 130.000 Euro wiesen die Rechnungen aus, ehe im September 2016 die Arbeiten abgeschlossen wurden.

Der Lohn der Arbeit war ein begeisternder Speedster. Die Ausführung der Arbeiten lässt noch langjährige Freude versprechen. Beim Fahren spürt man die einstige Macht von 60 Pferden, als diese nur 815 kg antreiben mussten. Man schnurrt übers Land und flitzt durch Kurven, sodass es eine wahre Freude ist. Besitzerstolz trifft auf neidlose Bewunderer, die schönste Kombination für Oldtimerausflüge!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

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