Lot Nr. 62 V


1977 Bitter CD


Chassis: 5250321,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief, historische Abnahme

Einer von nur 395 Bitter CD
Authentischer Zustand trifft auf tolle Historie


Auf der IAA 1969 zeigte Opel eine exotische Studie namens Opel CD. 1971 traf Erich Bitter den Opel-Designchef David Holls. Aus einem zufälligen Gespräch unter Autoenthusiasten entwickelte sich später eine eigene Automarke, ein Sportwagen und eine zwanzigjährige dauernde Zusammenarbeit zwischen Erich Bitter und der Opel AG. 1971 wurde die Erich Bitter GmbH & Co. KG gegründet, welche mit dem Opel CD vor Augen ein luxuriöses Sportcoupé bauen wollte. Basis war ein verkürztes Fahrgestell des Opel Diplomat mit 230 PS starkem V8-Motor. Das Fahrwerk war mit Trans-Axle-Hinterachse höchst modern, die Automatik setzte das füllige Drehmoment der 5,4 Liter Hubraum geschmeidig um. Bitter sah seine Marktnische in der Kombination einer sportlich-extravaganten Karosserie mit der Zuverlässigkeit und Haltbarkeit eines deutschen Automobils. So startete man 1973 gut gewappnet in die Zukunft und prallte mit Vollgas auf die Energiekrise. Insgesamt baute Bitter vom seinerzeit exklusivsten Auto aus deutscher Produktion bis 1979 nur 395 Exemplare. Da die Farbpalette so breit war wie die Sonderausstattungsliste lang, ist die Wahrscheinlichkeit einen Doppelgänger zu finden extrem gering.

Dieser CD wurde als einer der Ersten im Jahre 1977 produziert. Wurzelholz und Ronalräder waren Standard, die Ausrüstung mit Klimaanlage umso aufpreispflichtiger. Die montierte Anhängerkupplung mit 1.900 kg Anhängelast passt perfekt zur Vision Erich Bitters, ein alltagstaugliches Fahrzeug mit Chic und Rasse eines italienischen Sportwagens anzubieten. Ab 1986 gibt es ein von Hand geschriebenes Fahrtenbuch, in dem das Autoleben mit Reisezielen festgehalten ist. Bewegt wurde der CD demnach nur während der schönen Monate. Im April 1990 ist eine Neulackierung eingetragen, ehe der Bitter im Oktober 1991 abgemeldet wurde. Nach 17 Jahren wurde das Coupé dann im Mai 2008 wieder zugelassen. Zuvor war der Wagen technisch überholt worden. Neben Ölen und Schläuchen gab es eine Vergaserüberholung, neue Bremsleitungen und eine kontaktlose Zündanlage. Im Sommer wurde dann die Klimaanlage auf 134a umgerüstet und dabei alle Schläuche erneuert. Ein Edelstahlauspuff rundete die Frischzellenkur ab. Wir gehen von insgesamt nur 122.000 km Laufleistung aus, die das Coupé der langen Stilllegung zu verdanken hat. Dem Interessierten sei noch gesagt, dass man die Anhängerkupplung demontieren kann und auch die Bedienungsanleitung anbei ist. Dank der damaligen Liaison mit Opel muss man 40 Jahre später dem noch immer rührigen Erich Bitter für seine Weitsicht danken. Auch heute noch lässt sich dieser schnittige Exote problemlos und zuverlässig bewegen!

19.10.2019 - 16:00

Schätzwert:
EUR 55.000,- bis EUR 75.000,-

1977 Bitter CD


Chassis: 5250321,
Papiere: Deutscher Fahrzeugbrief, historische Abnahme

Einer von nur 395 Bitter CD
Authentischer Zustand trifft auf tolle Historie


Auf der IAA 1969 zeigte Opel eine exotische Studie namens Opel CD. 1971 traf Erich Bitter den Opel-Designchef David Holls. Aus einem zufälligen Gespräch unter Autoenthusiasten entwickelte sich später eine eigene Automarke, ein Sportwagen und eine zwanzigjährige dauernde Zusammenarbeit zwischen Erich Bitter und der Opel AG. 1971 wurde die Erich Bitter GmbH & Co. KG gegründet, welche mit dem Opel CD vor Augen ein luxuriöses Sportcoupé bauen wollte. Basis war ein verkürztes Fahrgestell des Opel Diplomat mit 230 PS starkem V8-Motor. Das Fahrwerk war mit Trans-Axle-Hinterachse höchst modern, die Automatik setzte das füllige Drehmoment der 5,4 Liter Hubraum geschmeidig um. Bitter sah seine Marktnische in der Kombination einer sportlich-extravaganten Karosserie mit der Zuverlässigkeit und Haltbarkeit eines deutschen Automobils. So startete man 1973 gut gewappnet in die Zukunft und prallte mit Vollgas auf die Energiekrise. Insgesamt baute Bitter vom seinerzeit exklusivsten Auto aus deutscher Produktion bis 1979 nur 395 Exemplare. Da die Farbpalette so breit war wie die Sonderausstattungsliste lang, ist die Wahrscheinlichkeit einen Doppelgänger zu finden extrem gering.

Dieser CD wurde als einer der Ersten im Jahre 1977 produziert. Wurzelholz und Ronalräder waren Standard, die Ausrüstung mit Klimaanlage umso aufpreispflichtiger. Die montierte Anhängerkupplung mit 1.900 kg Anhängelast passt perfekt zur Vision Erich Bitters, ein alltagstaugliches Fahrzeug mit Chic und Rasse eines italienischen Sportwagens anzubieten. Ab 1986 gibt es ein von Hand geschriebenes Fahrtenbuch, in dem das Autoleben mit Reisezielen festgehalten ist. Bewegt wurde der CD demnach nur während der schönen Monate. Im April 1990 ist eine Neulackierung eingetragen, ehe der Bitter im Oktober 1991 abgemeldet wurde. Nach 17 Jahren wurde das Coupé dann im Mai 2008 wieder zugelassen. Zuvor war der Wagen technisch überholt worden. Neben Ölen und Schläuchen gab es eine Vergaserüberholung, neue Bremsleitungen und eine kontaktlose Zündanlage. Im Sommer wurde dann die Klimaanlage auf 134a umgerüstet und dabei alle Schläuche erneuert. Ein Edelstahlauspuff rundete die Frischzellenkur ab. Wir gehen von insgesamt nur 122.000 km Laufleistung aus, die das Coupé der langen Stilllegung zu verdanken hat. Dem Interessierten sei noch gesagt, dass man die Anhängerkupplung demontieren kann und auch die Bedienungsanleitung anbei ist. Dank der damaligen Liaison mit Opel muss man 40 Jahre später dem noch immer rührigen Erich Bitter für seine Weitsicht danken. Auch heute noch lässt sich dieser schnittige Exote problemlos und zuverlässig bewegen!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019