Lot Nr. 63 V


1976 Ferrari 308 GTB Vetroresina


Chassis: 20467,
Motor: F106A621*00530*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

Einer von wenigen 308 mit Kunststoffkarosserie
Österreichische Auslieferung
Einzigartige Historie
Matching Numbers


1974 endete bei Ferrari die Produktion des 246 Dino und man stand vor der Aufgabe, für einen Jahrhundertentwurf von einem Sportwagen einen ebenso gelungenen Nachfolger zu bauen. Mit dem 1973 präsentierten GT4 2+2 von Bertone war man dabei schon grandios gescheitert. Der ließ sich zwar verkaufen, aber in Sachen Design konnte er dem Dino nicht annähernd das Wasser reichen. Aber immerhin saß darin ein neuer Achtzylinder-Motor, auf den man für das neue Modell zurückgreifen konnte. Also wandte man sich wieder Pininfarina zu, mit dem Auftrag einen würdigen Nachfolger zu zeichnen. Ergebnis war der 1975 präsentierte 308 GTB, oder anders gesagt, 3 Liter aus acht Zylindern in Form einer Gran Turismo Berlinetta, und das ganze mit 227 PS und Trockensumpf. Bei der Hülle gelang Pininfarina das Kunststück, der neue Sportwagen stand dem Dino um nichts nach und wurde genauso zur Stilikone. Gebaut wurde die Karosse bei Scaglietti und dort beschritt man erstmals in einem Serienwagen ganz neue Wege. Abgeleitet von den Rennwägen hatten die 308 GTB Karosserien aus Glasfaser-verstärkten Kunststoff, auf italienisch “Vetroresina“. Weil deren Fertigung zu zeitaufwendig war und die Werkstätten damit überfordert waren, wechselte man bald wieder zu altbewährtem Stahlkleid. Wie viele Vetroresina genau entstanden, darüber scheiden sich heute die Geister, manche meinen 600, andere 700, manche weniger und manche wiederum etwas mehr. Sogar im Rallyesport durfte sich der 308 auf für Ferrari ungewohntem Terrain beweisen. Und nicht zuletzt diente er als Basis für den gewaltigen 288 GTO. Auch eine Version mit Targadach erschien 1977, wie beim Dino GTS genannt. Dem fehlte der Trockensumpf und ein paar Pferde, und es gab ihn nur mit Stahlkarosse. Dafür machte er mit Tom Selleck und seiner Gesichtsbehaarung hinterm Steuer den 308 noch ein Stück weit mehr unsterblich.

Was diesen Ferrari 308 GTB Vetroresina so besonders macht, ist schnell erklärt: Er wurde schon als Neuwagen nach Österreich geliefert und davon gab es bestimmt nicht viele. Dass er nun schon seit 30 Jahren bei seinem letzten Besitzer ist, macht ihn wahrscheinlich einzigartig!

Zurück zum Anfang: am 18. Februar 1977 ließ der Innsbrucker Gerhard Finarolli seinen Vetroresina, den er sich in Eigenregie aus Maranello importiert hatte, erstmals in Österreich zu. Drei Jahre dauerte das Vergnügen, dann gab er denn Wagen an seinen Nachfolger weiter. Nach einer Kurzzeitbesitzerin im Frühjahr 1985, kam der 308 GTB noch im Sommer des selben Jahres in die Hände jenes Mannes, der ihm bis heute noch verbunden geblieben ist. Als Enthusiast und Mechaniker-Meister mit dem richtigen Gespür für italienische Ingenieurskunst brachte er den gebrauchten Sportwagen wieder auf Vordermann, erneuerte das rote Lackkleid und überholte die gesamte Mechanik. Und obwohl der GTB 1989 an den Einbringer verkauft wurde, sorgt er bis zum heutigen Tag auf penibelste Art und Weise für dessen Wohlbefinden und hält ihn bestens in Schuss. Dreißig lange Jahre lang befindet sich der Vetroresina nun in bester Gesellschaft in der feinen, sportlichen Sammlung des Einbringers.

Nach drei Jahrzehnten fällt der Abschied natürlich entsprechend schwer, doch ist es dem Einbringer ein großes Anliegen seinen Ferrari nun an den nächsten Liebhaber weiter zu reichen. Da ist es selbstverständlich für ihn, dass der Zahnriemen nur wenige Kilometer und nicht viele Jahre alt ist. Sein neuer Besitzer darf sich auf ein Kunstwerk von einem Sportwagen freuen, der eine einzigartige Geschichte erzählt und der darüber hinaus auf den ersten Blick zu überzeugen weiß!

19.10.2019 - 16:00

Erzielter Preis: **
EUR 103.500,-
Schätzwert:
EUR 110.000,- bis EUR 150.000,-

1976 Ferrari 308 GTB Vetroresina


Chassis: 20467,
Motor: F106A621*00530*,
Papiere: Österreichische Einzelgenehmigung

Einer von wenigen 308 mit Kunststoffkarosserie
Österreichische Auslieferung
Einzigartige Historie
Matching Numbers


1974 endete bei Ferrari die Produktion des 246 Dino und man stand vor der Aufgabe, für einen Jahrhundertentwurf von einem Sportwagen einen ebenso gelungenen Nachfolger zu bauen. Mit dem 1973 präsentierten GT4 2+2 von Bertone war man dabei schon grandios gescheitert. Der ließ sich zwar verkaufen, aber in Sachen Design konnte er dem Dino nicht annähernd das Wasser reichen. Aber immerhin saß darin ein neuer Achtzylinder-Motor, auf den man für das neue Modell zurückgreifen konnte. Also wandte man sich wieder Pininfarina zu, mit dem Auftrag einen würdigen Nachfolger zu zeichnen. Ergebnis war der 1975 präsentierte 308 GTB, oder anders gesagt, 3 Liter aus acht Zylindern in Form einer Gran Turismo Berlinetta, und das ganze mit 227 PS und Trockensumpf. Bei der Hülle gelang Pininfarina das Kunststück, der neue Sportwagen stand dem Dino um nichts nach und wurde genauso zur Stilikone. Gebaut wurde die Karosse bei Scaglietti und dort beschritt man erstmals in einem Serienwagen ganz neue Wege. Abgeleitet von den Rennwägen hatten die 308 GTB Karosserien aus Glasfaser-verstärkten Kunststoff, auf italienisch “Vetroresina“. Weil deren Fertigung zu zeitaufwendig war und die Werkstätten damit überfordert waren, wechselte man bald wieder zu altbewährtem Stahlkleid. Wie viele Vetroresina genau entstanden, darüber scheiden sich heute die Geister, manche meinen 600, andere 700, manche weniger und manche wiederum etwas mehr. Sogar im Rallyesport durfte sich der 308 auf für Ferrari ungewohntem Terrain beweisen. Und nicht zuletzt diente er als Basis für den gewaltigen 288 GTO. Auch eine Version mit Targadach erschien 1977, wie beim Dino GTS genannt. Dem fehlte der Trockensumpf und ein paar Pferde, und es gab ihn nur mit Stahlkarosse. Dafür machte er mit Tom Selleck und seiner Gesichtsbehaarung hinterm Steuer den 308 noch ein Stück weit mehr unsterblich.

Was diesen Ferrari 308 GTB Vetroresina so besonders macht, ist schnell erklärt: Er wurde schon als Neuwagen nach Österreich geliefert und davon gab es bestimmt nicht viele. Dass er nun schon seit 30 Jahren bei seinem letzten Besitzer ist, macht ihn wahrscheinlich einzigartig!

Zurück zum Anfang: am 18. Februar 1977 ließ der Innsbrucker Gerhard Finarolli seinen Vetroresina, den er sich in Eigenregie aus Maranello importiert hatte, erstmals in Österreich zu. Drei Jahre dauerte das Vergnügen, dann gab er denn Wagen an seinen Nachfolger weiter. Nach einer Kurzzeitbesitzerin im Frühjahr 1985, kam der 308 GTB noch im Sommer des selben Jahres in die Hände jenes Mannes, der ihm bis heute noch verbunden geblieben ist. Als Enthusiast und Mechaniker-Meister mit dem richtigen Gespür für italienische Ingenieurskunst brachte er den gebrauchten Sportwagen wieder auf Vordermann, erneuerte das rote Lackkleid und überholte die gesamte Mechanik. Und obwohl der GTB 1989 an den Einbringer verkauft wurde, sorgt er bis zum heutigen Tag auf penibelste Art und Weise für dessen Wohlbefinden und hält ihn bestens in Schuss. Dreißig lange Jahre lang befindet sich der Vetroresina nun in bester Gesellschaft in der feinen, sportlichen Sammlung des Einbringers.

Nach drei Jahrzehnten fällt der Abschied natürlich entsprechend schwer, doch ist es dem Einbringer ein großes Anliegen seinen Ferrari nun an den nächsten Liebhaber weiter zu reichen. Da ist es selbstverständlich für ihn, dass der Zahnriemen nur wenige Kilometer und nicht viele Jahre alt ist. Sein neuer Besitzer darf sich auf ein Kunstwerk von einem Sportwagen freuen, der eine einzigartige Geschichte erzählt und der darüber hinaus auf den ersten Blick zu überzeugen weiß!


Käufer Hotline Mo.-Fr.: 10.00 - 16.00
oldtimer@dorotheum.at

+43 1 515 60 428
Auktion: Klassische Fahrzeuge
Datum: 19.10.2019 - 16:00
Auktionsort: Messezentrum Salzburg
Besichtigung: 18.10. - 19.10.2019


** Kaufpreis inkl. Käufergebühr und Mehrwertsteuer

Es können keine Kaufaufträge über Internet mehr abgegeben werden. Die Auktion befindet sich in Vorbereitung bzw. wurde bereits durchgeführt.